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Pfeffer ist nicht nur fürs Essen da: 4 Überraschungen, die das beliebteste Gewürz der Welt verbirgtPfeffer ist nicht nur fürs Essen da: 4 Überraschungen, die das beliebteste Gewürz der Welt verbirgtPfeffer ist nicht nur fürs Essen da: 4 Überraschungen, die das beliebteste Gewürz der Welt verbirgtPfeffer ist nicht nur fürs Essen da: 4 Überraschungen, die das beliebteste Gewürz der Welt verbirgtPfeffer ist nicht nur fürs Essen da: 4 Überraschungen, die das beliebteste Gewürz der Welt verbirgt


Datum: 12. OKT 26 - GUT ZU WISSEN
Pfeffer ist nicht nur fürs Essen da: 4 Überraschungen, die das beliebteste Gewürz der Welt verbirgt
Ob Ameisen vor der Haustür oder verblassende dunkle Kleidung: Schwarzer Pfeffer ist ein überraschend vielseitiger Haushaltshelfer.

Es gab eine Zeit, da war Pfeffer so wertvoll, dass man damit Städte freikaufen konnte. Im Jahr 408 belagerte der Gotenkönig Alarich I. Rom und verlangte als Lösegeld neben Gold und Silber auch rund dreitausend Pfund Pfeffer. Heute steht das einstige „schwarze Gold" in fast jeder Küche, und kaum jemand ahnt, dass die kleinen Körner weit mehr können als nur Suppen und Steaks zu würzen.



Vom Fernhalten von Ameisen bis zum Erhalt der Farbe von Kleidungsstücken: Pfeffer kann viel mehr, als Sie denken. Manche dieser Tricks sind Hausmittel mit langer Tradition, die viele Leserinnen und Leser einem chemischen Mittel vorziehen.



Eine Leserin erzählte uns, dass sie jahrelang im Frühjahr mit Ameisenstraßen in ihrer Küche zu kämpfen hatte. „Ich wollte kein Gift neben meinen Lebensmitteln haben", schrieb sie. „Also habe ich an der Terrassentür eine Linie aus frisch gemahlenem Pfeffer gestreut und den Boden davor gründlich gewischt. Nach ein paar Tagen waren die Ameisen verschwunden." Ihre Erfahrung zeigt, was viele berichten: Einfache Hausmittel können einen Versuch wert sein, auch wenn sie nicht immer und nicht überall gleich gut funktionieren.



Schwarz, grün, weiß oder rot: Die Pfeffersorten im Überblick



Grundsätzlich unterscheiden wir vier Pfeffersorten: schwarzen, grünen, weißen und roten Pfeffer. Die Unterschiede liegen größtenteils nur in der Verarbeitung. Botanisch stammt echter Pfeffer von der Kletterpflanze Piper nigrum, die laut der Gesundheitskasse AOK vor allem in Indien, Indonesien, Sri Lanka, Thailand und Vietnam angebaut wird. Ein einziger Strauch kann über viele Jahre hinweg zweimal jährlich geerntet werden.



Schwarzer Pfeffer entsteht, indem man die grünen, unreifen Früchte erntet. Beim Trocknen bekommen sie ihre typische dunkle Farbe und ihren pikanten, kräftigen Geschmack.



Grüner Pfeffer wird ebenfalls aus unreifen, grünen Früchten gewonnen. Die Körner werden jedoch sofort in Öl oder Salzlake eingelegt oder bei hoher Temperatur rasch getrocknet. Dadurch bleibt ihre frische, mildere und leicht fruchtige Note erhalten.



Weißer Pfeffer entsteht aus reifen Samen, die bereits von grüngelb ins Rötliche übergehen. Das Fruchtfleisch wird entfernt, zurück bleibt der helle Kern. Weißer Pfeffer schmeckt feiner und eignet sich besonders für helle Soßen, Fisch und Kartoffelgerichte.



Und schließlich der rote Pfeffer: Was bei uns meist als „roter" oder „rosa Pfeffer" verkauft wird, stammt überwiegend aus Mittel- und Südamerika und ist mit echtem Pfeffer nicht verwandt. Es handelt sich um die Beeren des Pfefferbaums, die weniger scharf und weniger aromatisch sind, dafür aber eine leicht süßliche Note haben. Echte, vollreif geerntete rote Pfefferkörner gibt es zwar auch, sie sind jedoch eine seltene Spezialität.



Ein Gewürz mit Jahrtausende alter Tradition



Schon die alten Chinesen und Inder schätzten Pfeffer nicht nur als Gewürz. Sowohl die traditionelle chinesische Heilkunde als auch das indische Ayurveda nutzen schwarzen Pfeffer seit Langem, wie auch die AOK in ihrem Beitrag „Mehr als scharf: So gesund ist Pfeffer" beschreibt. Überliefert ist, dass Pfeffer traditionell zur Unterstützung der Verdauung, zur Anregung des Appetits und in der kalten Jahreszeit bei Husten und Schnupfen eingesetzt wurde.



Die moderne Ernährungswissenschaft interessiert sich vor allem für den Scharfstoff Piperin, der dem Pfeffer seine typische Schärfe verleiht. In Untersuchungen zeigt er antioxidative Eigenschaften. Besonders bekannt ist eine Studie, die in der Fachzeitschrift Planta Medica veröffentlicht wurde: „Influence of piperine on the pharmacokinetics of curcumin in animals and human volunteers". Die Forscher beobachteten, dass Piperin die Aufnahme von Curcumin aus Kurkuma deutlich verbessern kann. Deshalb werden Kurkuma und Pfeffer in vielen Rezepten gerne kombiniert, zum Beispiel in diesem Getränk: Warum müssten wir jeden Tag Zitronensaft mit Kurkuma trinken?



Wichtig: Als Gewürz in üblichen Mengen gilt Pfeffer als gut verträglich. Pfeffer ist jedoch kein Heilmittel und ersetzt keine ärztliche Behandlung. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt und größere Mengen Pfeffer oder Piperin-Präparate verwenden möchte, sollte vorher Rücksprache mit Arzt oder Apotheke halten, denn wie der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) in seinem Beitrag „Gewürze und Medikamente: Wann Vorsicht geboten ist!" erklärt, können konzentrierte Gewürzwirkstoffe in Einzelfällen mit Arzneimitteln in Wechselwirkung treten.



Für Pfeffer gilt außerdem: Gemahlener Pfeffer verliert schnell sein Aroma und damit auch einen Teil seiner wertvollen Inhaltsstoffe. Kaufen Sie Pfeffer deshalb am besten immer als ganze Körner und mahlen Sie zu Hause frisch, so viel Sie gerade brauchen. Bewahren Sie die Körner in einem dunklen, gut verschlossenen Gefäß auf, fern von Herd und Wärme.



1. Verstopfte Nase



Wenn Sie erkältet sind oder die Luft in der Wohnung sehr trocken ist, greifen viele Menschen gerne zu kräftig gewürzten Speisen. Die Schärfe des Pfeffers kann die Schleimhäute anregen, man muss vielleicht niesen, und viele empfinden danach ein freieres Gefühl in der Nase. Es reicht oft schon, die Mahlzeit etwas kräftiger zu pfeffern, etwa eine heiße Gemüsesuppe oder eine klare Hühnerbrühe.



Erwarten Sie jedoch keine Wunder: Pfeffer kann bestenfalls für ein angenehmes Gefühl sorgen, eine Erkältung heilt er nicht. Ausreichend trinken, Ruhe und eine gute Luftfeuchtigkeit in den Räumen bleiben die wichtigsten Begleiter. Halten die Beschwerden länger an oder kommt Fieber hinzu, gehört der Gang zum Arzt dazu.



2. Erhält die Farbe der Kleidung



In der Zeitschrift Reader's Digest wurde vor einiger Zeit ein Tipp veröffentlicht, wie Kleidungsstücke ihre Farbe behalten und weiterhin kräftig und wie neu aussehen. Der Tipp gilt vor allem für dunkle und rote Kleidung. Alles, was Sie tun müssen: Geben Sie eine Tasse ganzer, ungemahlener schwarzer Pfefferkörner in die Waschmaschine.



Ein praktischer Rat aus Erfahrung: Füllen Sie die Körner in ein kleines Stoffsäckchen oder ein gut verschlossenes Wäschenetz. So landen keine Körner im Flusensieb oder in den Falten der Kleidung. Die Erfahrungen von Leserinnen und Lesern sind übrigens gemischt: Manche schwören darauf, andere merken kaum einen Unterschied. Unabhängig davon helfen ohnehin bewährte Grundregeln, damit dunkle Wäsche lange schön bleibt: auf links drehen, bei niedriger Temperatur waschen und nicht in der prallen Sonne trocknen.



3. Ungebetene Gäste im Garten



Wenn sich nachts ungebetene tierische Besucher in Ihrem Hof oder Garten herumtreiben, streuen manche Gartenfreunde etwas Pfeffer an die Stellen, die die Tiere meiden sollen. Der scharfe Geruch ist vielen Tieren unangenehm, und sie machen häufig einen Bogen um die behandelten Bereiche. Viele berichten, dass sich Tiere solche Orte merken und seltener zurückkehren.



Bitte gehen Sie dabei maßvoll vor: Pfeffer kann Augen und Nasen von Tieren reizen, auch die von Hunden und Katzen aus der Nachbarschaft oder vom eigenen Haustier. Streuen Sie ihn daher nur sparsam und nicht direkt auf Wege, über die Tiere häufig laufen. Nach starkem Regen verliert der Pfeffer seine Wirkung und muss gegebenenfalls erneuert werden.



4. Hält Ameisen und anderes Ungeziefer fern



Ameisen gehören zu den Tieren, die man nur schwer wieder loswird, denn sie verstecken sich in den kleinsten Ritzen, und es sind sehr viele. Viele Haushalte setzen auf einen einfachen Trick: Füllen Sie etwas Pfeffer in eine Tasse oder ein Schälchen und stellen Sie es an die Stelle, an der die Ameisen in die Wohnung gelangen. Oft genügt schon der intensive Duft, um sie fernzuhalten.



Der Grund: Ameisen orientieren sich an Duftspuren. Starke Gerüche können diese Spuren überdecken, wie auch die t-online im Beitrag „Natürlich und wirksam: Ameisen bekämpfen per Hausmittel" erklärt. Gewürze an den Eintrittsstellen, etwa an Fenster- und Türrahmen, können demnach eine Art Barriere bilden. Ähnliche Tipps nennt auch der Schädlingsbekämpfer Rentokil, der zusätzlich Zimt, Zitrone oder Lavendel empfiehlt.



Ehrlich muss man aber auch sagen: Hausmittel vertreiben Ameisen eher, als dass sie ein Nest beseitigen. Der ADAC weist darauf hin, dass manche überlieferten Rezepte nicht zuverlässig wirken. Am besten kombinieren Sie den Pfeffer mit Sauberkeit: Krümel sofort entfernen, Lebensmittel gut verschließen und die Laufwege gründlich wischen, damit die Duftspur verschwindet. Bei einem hartnäckigen Befall ist eine Fachfirma die sicherste Lösung.



Unser Fazit



Pfeffer ist weit mehr als der treue Begleiter des Salzstreuers. In der Küche sorgt er für Aroma, im Haushalt kann er als einfaches und günstiges Hausmittel einen Versuch wert sein. Wer Neugier auf weitere ungewöhnliche Anwendungen hat, findet bei uns auch diesen Beitrag: Haben Sie schon mal versucht ein wenig Salz & Pfeffer auf die Zähne aufzutragen? Und wie immer gilt: Was im Alltag hilft, ersetzt bei gesundheitlichen Beschwerden nicht den Rat einer Fachperson.


 
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Februar 2015
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