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Fünf Lebensmittel, die Sie niemals auf Vorrat kaufen sollten – und warum diese Gewohnheit Sie doppelt kosten kannFünf Lebensmittel, die Sie niemals auf Vorrat kaufen sollten – und warum diese Gewohnheit Sie doppelt kosten kannFünf Lebensmittel, die Sie niemals auf Vorrat kaufen sollten – und warum diese Gewohnheit Sie doppelt kosten kannFünf Lebensmittel, die Sie niemals auf Vorrat kaufen sollten – und warum diese Gewohnheit Sie doppelt kosten kannFünf Lebensmittel, die Sie niemals auf Vorrat kaufen sollten – und warum diese Gewohnheit Sie doppelt kosten kann


Datum: 6. NOV 26 - GUT ZU WISSEN
Fünf Lebensmittel, die Sie niemals auf Vorrat kaufen sollten – und warum diese Gewohnheit Sie doppelt kosten kann
Ob Eier, Gewürze, Frittieröl, Fertigsaucen oder Vollkornreis: Nicht jedes Lebensmittel eignet sich für den Großeinkauf. Manche verlieren nach dem Öffnen oder mit der Zeit an Aroma, Geschmack und Qualität, lange bevor die Packung leer ist ...

Der Griff zur Großpackung fühlt sich im Supermarkt wie ein kluger Schachzug an: mehr Inhalt, weniger Einkaufswege, vermeintlich niedrigerer Preis. Doch bei einigen Lebensmitteln geht diese Rechnung nicht auf. Von den Gewürzen bis zum Frittieröl gibt es Produkte, bei denen der Vorrat nichts spart, sondern im ungünstigsten Fall Geschmack, Duft und Qualität verliert, bevor Sie ihn überhaupt aufgebraucht haben. Dann zahlen Sie zweimal: einmal für die große Packung und ein zweites Mal für den Ersatz.



Eine Erfahrung, die viele kennen



Eine Leserin aus Bayern erzählte uns, wie sie nach einem Umzug ihre neue Küche einräumte und dabei eine kleine Bestandsaufnahme machte: drei angebrochene Dosen Paprikapulver, zwei Gläser Zimt, ein fast voller Fünf-Liter-Kanister Frittieröl und ein großes Glas Mayonnaise, das schon seit Wochen im Kühlschrank stand. „Ich habe all das im Angebot gekauft, weil ich sparen wollte", sagte sie. „Am Ende roch das Paprikapulver nach nichts mehr, das Öl war ranzig und die Mayonnaise musste ich wegwerfen." Seitdem kauft sie bestimmte Lebensmittel bewusst nur noch in kleinen Mengen und erzählt, dass sie dadurch nicht mehr, sondern weniger Geld für Lebensmittel ausgibt.



Genau um solche Alltagsfallen geht es in diesem Artikel. Ähnlich aufmerksam beim Einkauf zu sein lohnt sich übrigens auch bei frischem Obst, wie unser Beitrag Wenn die Wassermelone dieses Warnzeichen zeigt: Warum ein zweiter Blick vor dem Anschneiden lohnt zeigt.



1. Eier



Große Packungen mit 30 und mehr Eiern sind weder besonders beliebt noch besonders praktisch. Sinnvoll sind sie eigentlich nur, wenn Sie zu Hause eine große Familie versorgen oder viel backen. Ansonsten eher nicht.



Der Grund liegt in den gesetzlichen Fristen: Das Mindesthaltbarkeitsdatum von Eiern darf laut den Vorgaben für die Kennzeichnung höchstens 28 Tage nach dem Legen liegen, und an Verbraucher dürfen Eier nur bis zum 21. Tag nach dem Legen abgegeben werden, wie etwa das Merkblatt zur Kennzeichnung von Eiern des Landkreises Aurich erläutert. Je nach Kaufzeitpunkt bleibt Ihnen also oft nur noch ein Teil dieser Zeit. Hinzu kommt: Bei größeren Packungen ist der Preisvorteil pro Ei häufig gering oder gar nicht vorhanden.



Wer dennoch mehr Eier im Haus hat, sollte sie richtig lagern. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen empfiehlt, Eier im Kühlschrank aufzubewahren, sie nicht vor dem Lagern zu waschen und sie nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nur noch gut durcherhitzt zu verzehren. Eier, die einmal gekühlt waren, sollten außerdem nicht wieder bei Zimmertemperatur gelagert werden.



2. Gewürze



Gewürze verderben zwar in der Regel nicht im eigentlichen Sinne, aber mit der Zeit verlieren sie Duft, Intensität und auch Geschmack. Als Faustregel gilt: Gemahlene Gewürze verlieren deutlich schneller an Aroma als ganze Gewürze wie Zimtstangen, Pfefferkörner, Nelken oder Muskatnüsse. Für gemahlene Gewürze ist ein Zeitraum von etwa sechs bis zwölf Monaten nach dem Öffnen ein guter Richtwert für das volle Aroma, ganze Gewürze halten ihre Würzkraft bei richtiger Lagerung wesentlich länger.



Laut einem Beitrag bei Utopia.de können unzerkleinerte Gewürze wie Kardamomkapseln, Muskatnüsse oder Zimtstangen nach Angaben des Fachverbands der Gewürzindustrie mehrere Jahre aufbewahrt werden, während gemahlene Gewürze ohne luftdichte und lichtgeschützte Lagerung schon nach wenigen Monaten an Würzkraft einbüßen. Auch Ökotest weist unter Berufung auf die Verbraucherzentrale Bremen darauf hin, dass der Platz direkt neben oder über dem Herd wegen Wärme und Dampf ungeeignet ist.



Warum also Gewürze auf Vorrat kaufen, wenn es dafür meist nicht einmal einen nennenswerten Mengenrabatt gibt? Unser Rat: Lieber kleine Mengen kaufen, ganze Gewürze bei Bedarf frisch mahlen und die Dosen mit einem trockenen Löffel statt direkt über dem dampfenden Topf verwenden.



3. Frittieröl



Auch Öl verändert sich, sobald die Flasche einmal geöffnet ist. Durch den Kontakt mit Sauerstoff, Licht und Wärme setzt die sogenannte Oxidation ein: Das Öl verliert nach und nach an Qualität und kann schließlich ranzig werden. Wie das Ratgeberportal Wie schmeckt am Beispiel von Olivenöl beschreibt, sollte geöffnetes Öl innerhalb weniger Monate verbraucht werden, auch wenn das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum noch weit in der Zukunft liegt. Das wichtigste Warnzeichen ist ein dumpfer, unangenehmer oder ranziger Geruch.



Große Kanister sind daher nur dann sinnvoll, wenn Sie den Inhalt zügig verbrauchen. Ein praktischer Kniff aus dem Ratgeber von Oelea: Öl luftdicht verschlossen, dunkel und kühl lagern, idealerweise bei etwa 10 bis 16 Grad.



Und noch ein Gedanke, den man nicht vergessen sollte: Wer nicht ständig einen großen Vorrat an Frittieröl im Haus hat, greift vermutlich auch seltener zur Fritteuse. Frittierte Speisen sind meist sehr fett- und kalorienreich. Ernährungsfachleute raten deshalb, sie eher gelegentlich als regelmäßig zu genießen und häufiger auf schonende Garmethoden wie Dünsten, Backen im Ofen oder kurzes Anbraten mit wenig Fett zurückzugreifen.



4. Fertigsaucen aus dem Supermarkt



Mayonnaise, Ketchup und andere Saucen gibt es oft in großen Gebinden zu einem günstigeren Grundpreis. Der einzige Vorteil ist jedoch meist der Preis. Einmal geöffnet, sind solche Saucen nur begrenzt haltbar und gehören in den Kühlschrank. Bei Mayonnaise sollten Sie den Hinweis auf der Verpackung, wie lange sie nach dem Öffnen verwendet werden kann, unbedingt beachten. Eine Großpackung, die über einen Monat oder länger im Kühlschrank steht, ist daher wenig sinnvoll: Geschmack und Qualität lassen nach, und am Ende landet oft ein Rest im Müll.



Dazu kommt ein zweiter Punkt: Viele fertige Saucen enthalten neben den Grundzutaten auch Zucker, Salz, Verdickungsmittel oder Zusatzstoffe. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich, denn hier stehen alle Bestandteile in absteigender Reihenfolge nach Menge. Wie überraschend manche Zutatenlisten sein können, zeigt auch unser Artikel Parmesan, Gummibärchen und Bier: Diese scheinbar vegetarischen Lebensmittel sind es gar nicht.



Wer Ketchup liebt, findet in unserem Beitrag 7 Fakten über Ketchup, welche Sie nicht wussten! einige erstaunliche Hintergründe. Und dass tomatenhaltige Saucen wegen ihrer Säure auch für den Zahnschmelz eine Rolle spielen können, erklärt der Artikel Fünf Alltagslebensmittel, die Ihrem Lächeln heimlich schaden – eines davon essen Sie fast täglich.



5. Vollkornreis und andere Vollkornprodukte



Vollkornreis, auch Naturreis genannt, und andere Vollkornprodukte gelten als die nährstoffreichere Wahl: Sie enthalten den Keimling und die Randschichten des Korns und liefern dadurch mehr Ballaststoffe, Vitamine der B-Gruppe und Mineralstoffe als weißer, geschliffener Reis. Gerade deshalb eignen sie sich aber weniger gut für den großen Vorrat.



Der Keimling enthält wertvolle Fette, und genau diese können mit der Zeit ranzig werden. Die Apotheken Umschau zitiert dazu eine Oekotrophologin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): Während ungekochter weißer Reis trocken und gut verschlossen sehr lange haltbar ist, kann Naturreis wegen des fettreichen Keimlings nach etwa einem Jahr ranzig werden. Erkennbar ist das an einem stechenden Geruch. Auch ein Merkblatt mit Tipps zur Haltbarkeit von Lebensmitteln weist darauf hin, dass Vollkornprodukte wegen ihres Fettanteils nicht so lange haltbar sind wie helle Getreideprodukte.



Das heißt nicht, dass Sie auf Vollkorn verzichten sollten, im Gegenteil. Kaufen Sie es einfach in Mengen, die Sie innerhalb einiger Monate verbrauchen, und lagern Sie es kühl, trocken, dunkel und in einem gut verschließbaren Behälter, der auch vor Lebensmittelmotten schützt.



Dass es sich lohnt, auf frische und nährstoffreiche Lebensmittel zu achten, zeigt übrigens auch unser Beitrag Warum Sie einfach nicht aufhören können zu essen: Schuld ist nicht Ihre Willenskraft.



Unser Fazit



Der Großeinkauf ist nicht grundsätzlich falsch. Bei lange haltbaren, trockenen Produkten wie weißem Reis, Nudeln oder Hülsenfrüchten kann er durchaus sinnvoll sein. Bei Eiern, Gewürzen, geöffnetem Öl, Fertigsaucen und Vollkornprodukten sieht die Sache jedoch anders aus. Hier lohnt es sich, ehrlich abzuschätzen, wie viel Sie in den nächsten Wochen tatsächlich verbrauchen. Kleinere Mengen bedeuten oft frischere Lebensmittel, mehr Geschmack auf dem Teller und weniger Lebensmittelverschwendung.



Häufige Fragen



Kann man Gewürze nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch verwenden?

In den meisten Fällen ja, sofern sie trocken gelagert wurden, nicht verklumpt sind und keinen Schimmel zeigen. Sie schmecken dann allerdings oft schwächer. Ein kurzer Geruchstest hilft bei der Einschätzung.



Woran erkenne ich ranziges Öl oder ranzigen Vollkornreis?

An einem dumpfen, muffigen, bitteren oder stechenden Geruch. In diesem Fall sollte das Lebensmittel nicht mehr verwendet werden.



Gehören Eier in den Kühlschrank?

Für die private Aufbewahrung wird der Kühlschrank empfohlen, da Eier dort am längsten frisch bleiben. Wichtig ist eine gleichmäßige Temperatur.


 
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