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Warum Sie schlafen wie ein Murmeltier – und morgens trotzdem wie gerädert aufwachenWarum Sie schlafen wie ein Murmeltier – und morgens trotzdem wie gerädert aufwachenWarum Sie schlafen wie ein Murmeltier – und morgens trotzdem wie gerädert aufwachenWarum Sie schlafen wie ein Murmeltier – und morgens trotzdem wie gerädert aufwachenWarum Sie schlafen wie ein Murmeltier – und morgens trotzdem wie gerädert aufwachen


Datum: 16. AUG 26 - GESUND-&SCHÖNHEIT
Warum Sie schlafen wie ein Murmeltier – und morgens trotzdem wie gerädert aufwachen
Zwischen Kaffeetasse und Haustier auf der Bettdecke: Viele alltägliche Gewohnheiten können sich leise auf die Nachtruhe auswirken.

Sie gehen erschöpft ins Bett, wälzen sich stundenlang hin und her und wenn der Wecker klingelt, fühlt es sich an, als hätten Sie keine Sekunde geschlafen? Damit sind Sie nicht allein. Schlafprobleme gehören zu den häufigsten Alltagsbeschwerden überhaupt – und oft stecken ganz banale Gewohnheiten dahinter, die wir nie mit unserem Schlaf in Verbindung bringen würden.

Selbst der französische Aufklärungsphilosoph Voltaire soll damit zu kämpfen gehabt haben: Berichten zufolge trank er täglich dutzende Tassen Kaffee – und schlief nachts nur wenige Stunden. Dennoch war ihm erholsamer Schlaf wichtig, wie aus einem ihm zugeschriebenen Zitat hervorgeht, in dem er Hoffnung und Schlaf als Ausgleich für die Sorgen des Lebens beschreibt (Orthomol: Schlafgewohnheiten berühmter Persönlichkeiten). Ein Extrembeispiel zwar, aber es zeigt: Was wir tagsüber konsumieren, wirkt bis tief in die Nacht hinein.

Warum die Raumtemperatur so entscheidend ist



Bevor wir uns den einfacheren Stellschrauben widmen, ein Blick auf einen oft unterschätzten Faktor: die Temperatur im Schlafzimmer. Mehrere Schlafforschungsinstitute sind sich einig, dass ein kühleres Zimmer die Schlafqualität begünstigt. Die Sleep Foundation nennt einen Bereich von etwa 18 bis 20 Grad Celsius als idealen Richtwert für die meisten Erwachsenen, während eine im Fachjournal Environmental Research veröffentlichte Studie mit älteren Erwachsenen zeigte, dass die Schlafqualität zwischen 20 und 25 Grad am besten war und bei höheren wie niedrigeren Temperaturen spürbar nachließ. Eine Auswertung von über 3,75 Millionen Schlafnächten fand zudem, dass die Schlafeffizienz mit jedem Grad über dem Idealbereich messbar sinkt (SLEEP Journal, Oxford Academic).

Wenn Sie unbekleidet oder nur leicht zugedeckt schlafen, gilt meist ein etwas höherer Bereich als angenehm; unter einer dickeren Decke darf es ruhig etwas kühler sein. Steht das Bett am Fenster oder in einem leicht durchzogenen Raum, empfinden viele auch etwas höhere Temperaturen noch als behaglich.

Warum die Raumtemperatur so wichtig ist



Je näher die Bedingungen im Schlafzimmer am persönlichen Optimum liegen, desto erholsamer die Nacht. Ist der Raum zu kalt, muss sich der Körper die ganze Nacht über aufwärmen. Ist er zu warm, muss er sich abkühlen – und das fällt dem Körper deutlich schwerer als das Aufwärmen. Abkühlen können wir uns praktisch nur durch Schwitzen, was bedeutet: mehr nächtlicher Durst, häufigere Toilettengänge, und Hitze belastet zusätzlich das Herz-Kreislauf-System und die Nerven. Erste Anzeichen von hitzebedingten Schlafstörungen sind Reizbarkeit, Unlust und mangelnde Leistungsfähigkeit am Folgetag. Wie ernst das Thema Hitze im Straßenverkehr genommen wird, zeigt eine Untersuchung der Bergischen Universität Wuppertal im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen: Bei 27 Grad Innenraumtemperatur im Auto steigt die Unfallzahl innerorts um rund 11 Prozent, bei 32 Grad sogar um etwa 22 Prozent (Mein Autolexikon). Hitze macht also nachweislich unkonzentrierter – tagsüber wie nachts.

Umso wichtiger ist es, den Körper nicht unnötig zu strapazieren und in einem angemessen temperierten Raum zu schlafen.

Es gibt aber noch weitere, ebenso alltägliche Gründe für schlechten Schlaf.

Koffein: der unterschätzte Nachwirkende



Kaffee: Eine Tasse Kaffee am Morgen ist für viele ein willkommener Wachmacher. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, über den Tag verteilt Kaffee zu trinken – nur in den letzten vier Stunden vor dem Schlafengehen sollte man besser darauf verzichten. Ein weiterer Punkt: Wer täglich Kaffee trinkt, kann auch an Tagen ohne Kaffee unruhiger schlafen. Hat sich der Körper erst an ein Aufputschmittel gewöhnt, fällt ihm die Umstellung schwer – und ein abruptes Absetzen ist ebenfalls nicht empfehlenswert.

Sport am Abend: gut gemeint, aber ungünstig



Bewegung: Meiden Sie in den letzten drei Stunden vor dem Schlafengehen größere körperliche Anstrengungen und intensives Training. Manche schwören auf abendliches Joggen, was in heißen Sommernächten zwar praktisch erscheinen mag, dem Schlaf aber eher schadet. Stellen Sie sich vor, jemand würde von Ihnen maximale Leistung verlangen und eine Stunde später erwarten, dass Sie vollkommen entspannt und schlafbereit sind – das funktioniert einfach nicht.

Alkohol: der heimtückische Schlafräuber



Alkohol: Alkohol wirkt besonders tückisch und kann die Schlafqualität noch 10 Stunden und länger nach dem Konsum beeinträchtigen. Wie stark, hängt von individueller Verträglichkeit, Körperkonstitution (Gewicht, Alter, Geschlecht) und natürlich von der Qualität des Getränks ab. Minderwertiger Wein kann sogar bis zu drei Tage lang für unruhige Nächte sorgen.

Haustiere im Bett: Kuschelfaktor mit Nebenwirkungen



Haustiere: Studien zum Thema Co-Sleeping mit Haustieren zeichnen ein gemischtes Bild. Eine Untersuchung der Mayo-Klinik ergab, dass rund 20 Prozent der Haustierbesitzer ihren Schlaf durch das Tier im Bett als gestört empfinden, während viele andere keine oder sogar positive Effekte wahrnehmen (Eight Sleep, unter Bezug auf Mayo-Clinic-Daten). Eine aktuelle Studie in Scientific Reports fand dagegen, dass Personen, die gemeinsam mit ihrem Haustier schlafen, im Schnitt eine schlechtere subjektive Schlafqualität und stärkere Schlaflosigkeits-Symptome berichteten (Nature: Scientific Reports). Entscheidend scheint vor allem zu sein, wo das Tier schläft: Liegt es nah am Kopf statt an den Füßen, wird der Schlaf tendenziell stärker gestört.

Baden oder meditieren: der schnelle Reset



Bad oder Meditation: Zehn Minuten Meditation, eine ruhige Dusche oder ein Bad mit ätherischen Ölen können den Körper ähnlich beruhigen wie zwei Stunden hochwertiger Schlaf. Viele fühlen sich direkt nach dem Bad gar nicht mehr müde – bis der Schlaf sie nach einer guten Stunde doch wieder einholt. Wer noch tiefer entspannen möchte, findet in unserem Beitrag über weißes Rauschen zur Beruhigung und für besseren Schlaf eine weitere, leicht umsetzbare Methode.

Der Biorhythmus: Regelmäßigkeit vor Dynamik



Bioritem: So dynamisch und ereignisreich Ihr Leben auch sein mag – Ihr Körper braucht Ruhe und Erholung, und dazu gehört auch ein möglichst stabiler Bioritem. Wenn Sie normalerweise um zehn Uhr abends zu Bett gehen, sollten Sie daran nicht willkürlich rütteln: Zu wenig Schlaf führt dazu, dass Sie am nächsten Tag den ganzen Nachmittag müde und antriebslos sind – und am darauffolgenden Abend wieder Schwierigkeiten haben, zur gewohnten Zeit einzuschlafen.

Kleine Helfer aus der Küche



Neben diesen Gewohnheiten gibt es auch einige einfache Hausmittel, die beim Einschlafen unterstützend wirken können – etwa eine Banane mit Zimt vor dem Schlafengehen, ein Glas Kefir zur richtigen Zeit oder – bei Schnarchproblemen – ein Karotten-Apfel-Saft vor dem Zubettgehen. Solche Ansätze ersetzen keine medizinische Behandlung, können aber Teil einer entspannten Abendroutine sein.

 
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