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Gemüsekompott für einen munteren Darm: Ein Rezept mit 5 Zutaten, das Sie gut gerüstet in den Winter begleitetGemüsekompott für einen munteren Darm: Ein Rezept mit 5 Zutaten, das Sie gut gerüstet in den Winter begleitetGemüsekompott für einen munteren Darm: Ein Rezept mit 5 Zutaten, das Sie gut gerüstet in den Winter begleitetGemüsekompott für einen munteren Darm: Ein Rezept mit 5 Zutaten, das Sie gut gerüstet in den Winter begleitetGemüsekompott für einen munteren Darm: Ein Rezept mit 5 Zutaten, das Sie gut gerüstet in den Winter begleitet


Datum: 21. OKT 26 - GUT ZU WISSEN
Gemüsekompott für einen munteren Darm: Ein Rezept mit 5 Zutaten, das Sie gut gerüstet in den Winter begleitet
Rote Bete und Karotten, kombiniert mit Honig und Trockenfrüchten, ergeben ein farbenfrohes, ballaststoffreiches Getränk, das als Teil einer ausgewogenen Ernährung die natürliche Verdauung sanft begleiten kann ...

Ein Glas, tiefrot wie ein Herbstabend, ein Hauch von Honig, die Süße getrockneter Aprikosen – und dahinter zwei der bescheidensten Gemüsesorten aus dem Wintergarten. Was nach Großmutters Küche klingt, beschäftigt seit Jahren auch die Wissenschaft: Die Rote Bete gehört zu den am besten untersuchten Gemüsesorten überhaupt, und Karotten liefern reichlich Beta-Carotin. Zusammen ergeben sie ein Kompott, das einfacher kaum sein könnte und dennoch überrascht.



Wie viel Kraft in der unscheinbaren roten Knolle stecken kann, zeigte sich auf großer Bühne: Der britische Rollstuhlsportler David Weir, einer der erfolgreichsten Athleten der Paralympischen Spiele, erzählte nach seinen vier Goldmedaillen bei den Spielen in London 2012 den britischen Medien, dass Rote-Bete-Saft fester Bestandteil seiner Vorbereitung gewesen sei. Darüber berichtete die Universität Exeter, an der Professor Andy Jones die Wirkung des Saftes erforscht. Auch zahlreiche weitere Olympia- und Paralympics-Teilnehmer aus Großbritannien, den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und den Niederlanden setzten damals auf das tiefrote Getränk. Natürlich wird niemand durch ein Glas Gemüsekompott zum Spitzensportler – doch die Geschichte zeigt, dass die Rote Bete weit mehr ist als eine Beilage aus dem Glas.



Ähnliches berichten auch viele unserer Leserinnen und Leser. Eine Rentnerin aus Graz schrieb uns, dass sie dieses Kompott seit einigen Jahren jeden Herbst zubereitet: „Ich habe es zuerst nur wegen der Farbe ausprobiert. Inzwischen ist es mein kleines Ritual, wenn die Tage kürzer werden – morgens ein halbes Glas, und ich fühle mich einfach leichter.“ Ein Leser aus Bayern ergänzte, dass er die abgeseihten Gemüsestücke anschließend in einer Gemüsesuppe weiterverwendet, „damit nichts verloren geht“.



Warum gerade jetzt, vor dem Winter?



Vielleicht denkt jemand, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für eine Reinigung des Körpers ist – doch das stimmt nicht ganz. Eine bewusste, leichte Ernährung ist nicht nur ein Thema für die Frühlingsmonate; auch vor dem Winter lohnt es sich, dem Körper etwas Gutes zu tun, die Verdauung sanft zu begleiten und den Speiseplan mit frischem Saisongemüse aufzufrischen. Vielleicht wussten Sie es nicht, aber die Ernährung zählt zu den wichtigsten Faktoren, die wir für unser Wohlbefinden selbst in der Hand haben.



Dabei gilt es ehrlich zu bleiben: Die eigentliche „Entgiftung“ übernimmt der Körper selbst. Wie die Verbraucherzentrale erklärt, sind Leber und Nieren die wichtigsten Organe für diese Aufgabe, während nicht verwertbare Stoffe über Darm und Nieren ausgeschieden werden. Auch der Hamburger Ernährungsmediziner Matthias Riedl, bekannt aus der Sendereihe „Die Ernährungs-Docs“ des NDR, sieht teure Entgiftungsprodukte kritisch, wie Öko-Test berichtet. Was der Körper dagegen durchaus schätzt, sind Ballaststoffe, ausreichend Flüssigkeit und eine bunte Auswahl an Gemüse – und genau hier setzt unser Kompott an.



Darum: Empfangen Sie den Winter gut vorbereitet – mit einem warmen, farbenfrohen Glas, das Ihren Speiseplan nach den üppigen Sommer- und Herbstwochen angenehm ergänzt.



Was in den Zutaten steckt



Rote Bete ist ein klassisches Wintergemüse. Laut Utopia.de beginnt die Erntezeit im September, frische Knollen gibt es in Deutschland bis in den März. Sie enthält Folsäure, B-Vitamine sowie Mineralstoffe und ist reich an natürlichem Nitrat. Genau dieses Nitrat untersuchten Forscher um Professor Andrew Jones in einer Studie mit Radfahrern, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Medicine and Science in Sports and Exercise (2011): Laut Ärzte Zeitung waren die Teilnehmer nach normalem Rote-Bete-Saft auf Zeitfahrstrecken im Schnitt rund 2,7 bis 2,8 Prozent schneller als nach nitratarmem Saft. Eine Übersicht im International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism weist allerdings darauf hin, dass solche Effekte vor allem bei wenig oder mäßig trainierten Menschen deutlich werden, bei Spitzensportlern hingegen geringer ausfallen oder ganz fehlen können. Wer mehr über die belebende Wirkung erfahren möchte, findet einen passenden Beitrag unter Dinge, die Sie besser als Kaffee aufwecken würden.



Karotten sind eine hervorragende Quelle für Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A. Interessant ist, dass gerade gekochte Karotten ihr Beta-Carotin dem Körper leichter zugänglich machen, weil die Hitze die pflanzlichen Zellwände aufweicht – mehr dazu im Beitrag Roh ist nicht immer besser: Warum Kochen manchen Lebensmitteln mehr Vitamine schenkt, statt weniger.



Getrocknete Aprikosen und Rosinen bringen natürliche Süße, Ballaststoffe sowie Kalium und Eisen ins Glas. Ballaststoffe gelten als wichtige Begleiter einer regelmäßigen Verdauung; die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen mindestens 30 Gramm pro Tag. Weitere Anregungen für einen ballaststoffreichen Alltag finden Sie unter Wasser mit Chiasamen.



Honig rundet den Geschmack ab und enthält in naturbelassener Form Antioxidantien. Was Wissenschaft und Tradition über dieses Hausmittel sagen, lesen Sie in Milch, Honig, Spinat und Apfel: Vier Lebensmittel aus der eigenen Küche, die seit Jahren im Mittelpunkt der Ernährungsforschung stehen. Wichtig: Honig erst in das abgekühlte Kompott geben, damit seine wertvollen Begleitstoffe nicht durch die Hitze verloren gehen.



Das Rezept



Zutaten:

  • 500 g Karotten

  • 500 g Rote Bete

  • eine Handvoll getrocknete Aprikosen

  • eine Handvoll Rosinen

  • ein Esslöffel Honig



Zubereitung:

Wir empfehlen Ihnen, Zutaten aus ökologischem Anbau zu verwenden. Schneiden Sie alle Zutaten in kleinere Stücke. Geben Sie zuerst die Rote Bete und die Karotten in einen Topf (achten Sie darauf, dass die Emaille des Topfes nicht beschädigt ist) und übergießen Sie alles mit kochendem Wasser – und zwar so viel, dass das Wasser die Zutaten etwa zwei Finger breit bedeckt.



Erst dann fügen Sie eine Handvoll getrocknete Aprikosen und Rosinen hinzu und stellen den ganzen Topf auf die Herdplatte, bis das Wasser aufkocht. Lassen Sie alles etwa eine Minute kochen und nehmen Sie den Topf dann vom Herd. Wenn das Gemüsekompott nach einiger Zeit abgekühlt ist, rühren Sie den Honig ein. Stellen Sie alles abgedeckt an einen kühlen, trockenen Ort und lassen Sie es 12 Stunden ziehen.



Zum Schluss seihen Sie alles ab und trinken den Saft. Den Rest können Sie zum Kochen verwenden, um damit den Geschmack von Suppen oder Eintöpfen zu verfeinern. Vom Saft trinken Sie am besten bis zu dreimal täglich ein halbes Glas (etwa 100 ml).



Tipp aus der Küche: Tragen Sie beim Schneiden der Roten Bete Handschuhe – ihr Saft färbt Hände und Schneidebretter hartnäckig. Und erschrecken Sie nicht: Rote Bete kann vorübergehend auch Urin und Stuhl rötlich färben, was völlig harmlos ist.



Ein Wort zur Vorsicht



So natürlich das Kompott auch ist, nicht für jeden passt es gleichermaßen. Die Apotheken Umschau weist darauf hin, dass Rote Bete relativ viel Oxalsäure enthält – wer zu Nierensteinen neigt, sollte sie daher nur in Maßen genießen. Wegen des Nitratgehalts ist sie außerdem nicht für Säuglinge in den ersten Lebensmonaten geeignet. Honig wiederum sollte Kindern unter einem Jahr grundsätzlich nicht gegeben werden. Da Trockenfrüchte und Honig natürlichen Zucker liefern, sollten Menschen mit Diabetes die Menge mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt abstimmen. Dass auch gesunde Zutaten Kalorien mitbringen, erklärt der Beitrag Auch gesunde Zutaten können zu Gewichtszunahme führen.



Wer gerade mit einem empfindlichen Magen zu kämpfen hat, sollte das Kompott langsam einführen. Sanfte Alternativen für solche Tage finden Sie unter Wenn der Bauch rebelliert: Warum Reis und Banane das Duo sind, das Ihre Verdauung jetzt braucht.



Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder der Einnahme von Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.



Fazit



Dieses Gemüsekompott ist kein Wundermittel – aber ein köstlicher, saisonaler und ballaststoffreicher Begleiter für die kühlen Monate. Es bringt Farbe auf den Frühstückstisch, verwertet Wintergemüse vollständig und lädt dazu ein, sich bewusst Zeit für die eigene Ernährung zu nehmen. Lassen Sie sich von seinem frischen, milden Geschmack überraschen!



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Gemüsekompott
 
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Februar 2015
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