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Datum: 19. OKT 26 - GUT ZU WISSEN
Hausgemachter Käse-Burek: Das Rezept, nach dem Sie den Burek vom Bäcker vergessen
Mit Strudelteig, Topfen und Sauerrahm gelingt ein knuspriger Burek aus dem eigenen Ofen – ein sättigendes Gericht aus wenigen, einfachen Zutaten, das als Zwischenmahlzeit oder zum Mittagessen mit einer warmen Gemüsesuppe gleichermaßen Freude bereitet

Knusprig, goldbraun, mit einer saftigen, leicht säuerlichen Käsefüllung – und das ganz ohne lange Schlange vor der Bäckerei. Wer einmal einen selbst gebackenen Käse-Burek aus dem Ofen gezogen hat, wenn der Duft durch die ganze Wohnung zieht, versteht, warum dieses Gericht in vielen Familien im Alpen-Adria-Raum und auf dem Balkan seit Generationen ein fester Bestandteil der Küche ist. Das Beste daran: Sie wissen genau, was drin ist.



Eine Leserin aus der slowenischen Steiermark erzählte uns, dass sie jahrelang jeden Samstag Burek beim Bäcker um die Ecke gekauft hat. „Irgendwann war er mir zu fettig und zu salzig, und die Füllung bestand fast nur aus Teig“, sagt sie. Ihre Großmutter gab ihr daraufhin das alte Familienrezept – mit viel Topfen, Sauerrahm und Eiern. „Seitdem backe ich ihn selbst. Die Kinder streiten sich um das letzte Stück, und ich kann selbst bestimmen, wie viel Öl und Salz hineinkommt.“ Ähnliche Erfahrungen schildern uns viele Leser: Der hausgemachte Burek schmeckt nicht nur frischer, sondern lässt sich auch ganz nach eigenem Geschmack anpassen.



Was ist Burek eigentlich?



Der Burek gehört zur großen Familie der gefüllten Teiggebäcke, die im Deutschen meist unter dem Namen Börek bekannt sind. Ihren Ursprung haben sie in der osmanischen Küche, von wo aus sie sich über den gesamten Balkan bis nach Slowenien und Österreich verbreiteten. Interessant: In Bosnien gilt streng genommen nur die Variante mit Fleisch als „echter“ Burek – die Käsevariante heißt dort Sirnica. In Slowenien und Kroatien dagegen ist der Käse-Burek einer der beliebtesten überhaupt.



Zutaten




  • 1 Packung Strudelteig (500 g)

  • 1000 g ungepassierter Topfen (krümeliger Quark)

  • 2 Becher Sauerrahm

  • 3 Eier

  • Sonnenblumenöl

  • 1 Teelöffel Salz



Zubereitung



In einer Schüssel Topfen, Sauerrahm, zwei Eier und Salz vermischen (die Hälfte eines Bechers Sauerrahm und ein Ei für das Bestreichen beiseitestellen). Den Teig aus der Verpackung nehmen und die Blätter auf die Größe des Backblechs zuschneiden. Das Backblech mit Öl bestreichen und das erste Teigblatt hineinlegen. Mit Öl beträufeln und das zweite Blatt darauflegen. Darauf mit einem Löffel die Füllung in kleinen Häufchen verteilen, sodass dazwischen freier Raum bleibt. Dann ein weiteres Blatt darauflegen und leicht andrücken. Mit Öl beträufeln und ein Teigblatt auflegen. Dann wieder Füllung … Den Vorgang so lange wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Zum Schluss mit Teig abschließen.



In den beiseitegestellten Sauerrahm das Ei und eine Prise Salz einrühren und die oberste Teigschicht damit bestreichen.



Die ersten 20 Minuten bei 200 Grad backen, dann die Temperatur auf 180 Grad senken und weitere 40 Minuten backen.



Am besten heiß genießen. Man kann ihn aber auch im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren in der Mikrowelle aufwärmen.



Tipps für den perfekten Burek



Warum ungepassierter Topfen? Krümeliger, nicht passierter Topfen gibt der Füllung Struktur und verhindert, dass sie zu flüssig wird und den Teig durchweicht. Ist Ihr Topfen sehr feucht, lassen Sie ihn vorher in einem Sieb oder einem sauberen Küchentuch etwas abtropfen.



Häufchen statt glatter Schicht: Die Füllung bewusst in Häufchen zu verteilen, ist das kleine Geheimnis vieler Großmütter. So entstehen beim Backen Luftpolster, und der Burek wird lockerer und knuspriger.



Weniger Öl ist möglich: Statt den Teig zu beträufeln, können Sie das Öl auch mit einem Backpinsel dünn auftragen. Das spart Fett, ohne dass der Burek trocken wird. Wer gerne mit heimischen Ölen experimentiert, findet Anregungen im Beitrag Gute Eigenschaften von Kürbiskernöl – ein paar Tropfen darauf passen übrigens hervorragend zu einem dazu gereichten Salat.



Aufwärmen mit Knusper: Die Mikrowelle ist schnell, macht den Teig aber weich. Wer es knusprig mag, wärmt den Burek für einige Minuten im vorgeheizten Backofen auf.



Was steckt im Burek? Ein Blick aus Sicht der Ernährung



Burek ist ein deftiges, eher energiereiches Gericht – das sollte man ehrlich sagen. Durch den hohen Anteil an Topfen und Eiern liefert die hausgemachte Variante aber deutlich mehr Eiweiß als viele gekaufte Versionen, bei denen der Teig überwiegt. Topfen beziehungsweise Quark gilt als vielseitiges Milchprodukt mit reichlich Eiweiß und Calcium; mehr darüber erfahren Sie beim Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zählt Milch und Milchprodukte zu den Lebensmitteln, die im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung täglich einen Platz finden können.



Wer sich für Milchprodukte und Käse im Alltag interessiert, findet auf unserer Seite weitere Beiträge, etwa Das gesunde Geheimnis mit griechischem Joghurt oder Schützt vollfetter Käse wirklich vor Demenz?. Und warum die Schale von Eiern unterschiedlich aussieht, verrät der Artikel Warum unterscheiden sich Hühnereier in ihrer Farbe?



Ein Wort zum Salz: Ein Teelöffel Salz auf ein ganzes Blech ist maßvoll, zumal Topfen selbst kaum Salz enthält. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen, insgesamt weniger als fünf Gramm Salz pro Tag aufzunehmen. Sollte doch einmal zu viel Salz in die Füllung geraten sein, helfen die Tipps aus dem Beitrag Was tun, wenn das Essen versalzen ist?



Wozu passt Burek am besten?



Traditionell trinkt man in Slowenien und auf dem Balkan Joghurt oder Sauermilch zum Burek – eine erfrischende Kombination, die die Würze des Gebäcks wunderbar ausgleicht. Zum Mittagessen passt eine leichte Gemüsesuppe oder ein knackiger grüner Salat. So wird aus dem deftigen Gebäck eine ausgewogenere Mahlzeit. Wer nach einem üppigen Essen eher müde wird, findet im Beitrag Warum sorgt ein Hamburger dafür, dass wir früher ins Bett gehen? interessante Hintergründe darüber, wie schwere Mahlzeiten unser Energiegefühl beeinflussen können – ein guter Grund, den Burek in vernünftigen Portionen zu genießen.



Richtig aufbewahren



Lassen Sie den Burek nach dem Backen abkühlen und stellen Sie ihn danach zügig in den Kühlschrank, am besten gut abgedeckt. Da die Füllung aus Topfen, Sauerrahm und Eiern besteht, sollte er innerhalb von zwei bis drei Tagen verzehrt werden. Hinweise zum sicheren Umgang mit Lebensmitteln und Speiseresten veröffentlicht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Burek lässt sich übrigens auch gut einfrieren – portionsweise verpackt, ist er dann jederzeit schnell aufgebacken.



Fazit



Hausgemachter Käse-Burek ist kein Hexenwerk: Mit Strudelteig, reichlich Topfen, Sauerrahm und etwas Geduld entsteht ein Gebäck, das dem vom Bäcker in nichts nachsteht – und oft sogar besser schmeckt. Sie bestimmen selbst, wie viel Öl und Salz hineinkommt, und können den Burek mit Joghurt, Salat oder Suppe zu einer runden Mahlzeit ergänzen. Probieren Sie es aus – und erzählen Sie uns, wie Ihr erster eigener Burek gelungen ist!


 
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Balkan Küche
 





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Februar 2015
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