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Gelbes Gewürz mit goldener Wirkung: Warum Sie sich abends einen Kurkuma-Tee kochen solltenGelbes Gewürz mit goldener Wirkung: Warum Sie sich abends einen Kurkuma-Tee kochen solltenGelbes Gewürz mit goldener Wirkung: Warum Sie sich abends einen Kurkuma-Tee kochen solltenGelbes Gewürz mit goldener Wirkung: Warum Sie sich abends einen Kurkuma-Tee kochen solltenGelbes Gewürz mit goldener Wirkung: Warum Sie sich abends einen Kurkuma-Tee kochen sollten


Datum: 25. OKT 26 - GUT ZU WISSEN
Gelbes Gewürz mit goldener Wirkung: Warum Sie sich abends einen Kurkuma-Tee kochen sollten
Kurkuma wird seit Jahrhunderten in der indischen Küche und Volksheilkunde geschätzt. Als warmer Abendtee aus vier Gewürzen kann sie ein wohltuendes Ritual sein, das die Verdauung sanft begleitet und den Tag entspannt ausklingen lässt.

Eine Tasse, vier Gewürze, zehn Minuten auf dem Herd – und ein Abendritual, das in Indien seit Generationen so selbstverständlich ist wie bei uns der Kamillentee. Kaum ein Gewürz hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit von Forschern bekommen wie die leuchtend gelbe Kurkuma. Ihr Geheimnis ist der Pflanzenstoff Curcumin. Der Haken: Unser Körper nimmt ihn nur schwer auf. Wer aber weiß, wie man ihn richtig zubereitet, holt aus dem unscheinbaren Pulver deutlich mehr heraus.



Ein Arzt mit einer Tasse Gold vor dem Schlafengehen



Einer der bekanntesten Fürsprecher dieses Abendgetränks ist der amerikanische Neurochirurg und Medizinjournalist Dr. Sanjay Gupta, Chefkorrespondent für Medizin beim Sender CNN. In einem Fernsehauftritt erzählte er, dass er jeden Abend eine Tasse Kurkuma-Tee trinkt, um nach einem langen Tag zur Ruhe zu kommen. Für ihn ist der Tee keine Wunderkur, sondern ein kleines, festes Ritual. Ein bewusster Moment, der den Arbeitstag beendet und den Körper auf die Nacht einstimmt. Genau dieses Prinzip steckt auch hinter dem folgenden Rezept.



Was die Tradition über Kurkuma weiß



Kurkuma wird schon seit Langem in der traditionellen Medizin verwendet, vor allem im indischen Ayurveda, wo sie mit dem Wohlbefinden von Herz, Kreislauf und Nervensystem in Verbindung gebracht wird. In letzter Zeit greifen viele Menschen zum Kurkuma-Tee aber vor allem dann, wenn sie die Verdauung beruhigen und den Darm nach einem üppigen Tag etwas entlasten möchten. Deshalb eignet sich dieses Getränk besonders gut für die Abendstunden.



Die Verbraucherzentrale verweist darauf, dass Kurkuma in der Volksheilkunde traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Völlegefühl eingesetzt wird. Sie regt außerdem den Gallenfluss an, was die Fettverdauung erleichtern kann. Mehr über die richtige Anwendung des gelben Gewürzes lesen Sie im Artikel Kurkuma ist nur dann ein Superfood, wenn man weiß, wie man sie richtig anwendet.



Das Geheimnis heißt Curcumin



Das Herzstück ist der Pflanzenstoff Curcumin, ein Antioxidans, das der Kurkuma auch ihre kräftige Farbe verleiht. Eine umfangreiche Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Foods von Hewlings und Kalman (2017) fasst zusammen, dass Curcumin in Studien entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zeigt. Labor- und Tierversuche deuten zudem auf eine antibakterielle Wirkung hin.



Auch bei Gelenkbeschwerden wird Curcumin erforscht. In einer kleinen Pilotstudie mit Patienten mit rheumatoider Arthritis, veröffentlicht in der Zeitschrift Phytotherapy Research (Chandran und Goel, 2012), berichteten die Teilnehmer der Curcumin-Gruppe über eine Linderung ihrer Beschwerden. Die Studie war allerdings klein, und die Ergebnisse müssen erst in größeren Untersuchungen bestätigt werden.



In Labor- und Tierversuchen wird außerdem untersucht, wie Curcumin das Wachstum veränderter Zellen beeinflusst. Wie das amerikanische National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH) betont, ist eine solche Wirkung beim Menschen jedoch nicht belegt. Kurkuma-Tee ist deshalb ein Genussmittel und kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung.



Warum gerade schwarzer Pfeffer dazugehört



Curcumin allein wird vom Körper nur in sehr kleinen Mengen aufgenommen. Hier kommt der unscheinbare schwarze Pfeffer ins Spiel. Sein Scharfstoff Piperin verbessert die Aufnahme deutlich: In einer oft zitierten Studie in der Fachzeitschrift Planta Medica (Shoba und Kollegen, 1998) stieg die Verfügbarkeit von Curcumin im Blut durch eine kleine Menge Piperin um rund 2000 Prozent. Darüber berichtete auch das Magazin Spektrum der Wissenschaft.



Da Curcumin fettlöslich ist, hilft zusätzlich ein wenig Fett, zum Beispiel ein Schuss Pflanzenmilch oder ein paar Tropfen Kokosöl. Warme Flüssigkeit sorgt außerdem dafür, dass sich das Pulver besser verteilt. Wie gut Kurkuma, Pfeffer und Öl zusammenspielen, zeigt auch das Rezept 3 Zutaten, die gemeinsam die Welt verändern werden.



Wie bereitet man Kurkuma-Tee zu?



Bereiten Sie zuerst die Zutaten vor:



  • 2 dl Wasser

  • 1 Teelöffel Kurkumapulver

  • 1/4 Teelöffel Zimtpulver (am besten Ceylon-Zimt)

  • 1 Prise gemahlene Gewürznelken

  • 1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer



Zubereitung:



Bringen Sie das Wasser zuerst zum Kochen, reduzieren Sie dann die Hitze auf die Hälfte und geben Sie alle Zutaten hinzu. Lassen Sie alles weitere 10 Minuten sanft köcheln. Nehmen Sie den Topf anschließend vom Herd und lassen Sie den Tee etwas abkühlen (mindestens 10 Minuten), bevor Sie ihn abseihen. Nach Belieben können Sie 1 dl Pflanzenmilch und je nach Geschmack einen Teelöffel Honig hinzufügen. Den Honig erst in den lauwarmen Tee rühren. Trinken Sie den Tee langsam und in kleinen Schlucken.



Tipp aus der Küche: Kurkuma färbt Holz- und Kunststoffutensilien dauerhaft gelb. Verwenden Sie zum Umrühren am besten einen Metalllöffel und zum Abseihen ein feines Metallsieb.



Was die vier Gewürze in der Tasse beitragen




  • Kurkuma bringt das Curcumin und den erdigen, leicht bitteren Grundgeschmack.

  • Zimt rundet den Geschmack ab, wärmt und wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung geschätzt. Ein beliebtes Abendrezept mit Zimt finden Sie im Artikel Was passiert, wenn man vor dem Schlafengehen eine Banane mit Zimt isst?

  • Gewürznelken enthalten das ätherische Öl Eugenol, das ihnen ihren typischen, würzigen Duft verleiht. Schon eine Prise genügt.

  • Schwarzer Pfeffer ist der unauffällige Helfer, der die Aufnahme des Curcumins verbessert.



Was Sie am nächsten Morgen spüren können



Auch wenn es schwerfällt, die Wirkung eines einzelnen Getränks genau einzuschätzen, berichten viele, die das Ritual ausprobieren, dass sie die Kraft dieser Mischung am Morgen spüren. Ein gut funktionierender Körper zeigt sich nämlich auch daran, wie ausgeruht man aufwacht. Dazu trägt nicht nur der Tee bei, sondern auch der ruhige Moment, den man sich am Abend gönnt.



Versuchen Sie, den Tee mindestens drei Abende hintereinander zu trinken. So lange braucht der Körper ungefähr, um sich an eine neue Gewohnheit zu gewöhnen, an schlechte wie an gute! Wenn Sie trotz Abendritual morgens müde aufwachen, lohnt sich ein Blick auf Ihre übrigen Gewohnheiten: Lesen Sie dazu Warum Sie schlafen wie ein Murmeltier – und morgens trotzdem wie gerädert aufwachen.



Wer gerne abwechselt, findet auf Rundgesund.com weitere Abendgetränke, etwa 4 Zutaten, ein Glas am Abend: Das Ingwer-Gurken-Petersilie-Zitrone-Getränk, das Ihren Stoffwechsel unterstützen kann. Wer Kurkuma lieber kalt und fruchtig genießt, probiert Drei Zutaten, ein Smoothie: Warum Passionsfrucht, Banane und Kurkuma zusammen so gut harmonieren. Und für die kühlere Jahreszeit lohnt sich ein Blick auf Wenn das Wetter kippt: 5 Lebensmittel, die den Körper beim Übergang von Sommerhitze zu Herbstkälte unterstützen können.



Wichtig zu wissen: Für wen Vorsicht geboten ist



Kurkuma als Gewürz in üblichen Mengen gilt für gesunde Erwachsene als gut verträglich. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für Curcumin eine annehmbare tägliche Aufnahmemenge von 3 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Mit einem Teelöffel Kurkumapulver im Tee bleibt man in einem moderaten Bereich. Dennoch gilt:




  • Schwangere und Stillende sowie Menschen mit Gallensteinen sollten laut Verbraucherzentrale vor allem auf hoch dosierte Kurkuma- und Curcumin-Präparate verzichten.

  • Wer blutverdünnende Medikamente oder andere Arzneimittel einnimmt oder eine vorgeschädigte Leber hat, sollte die regelmäßige Einnahme vorher mit der Ärztin, dem Arzt oder in der Apotheke besprechen.

  • Der günstige Cassia-Zimt enthält viel Cumarin, das in größeren Mengen die Leber belasten kann. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hin. Für den täglichen Genuss ist Ceylon-Zimt die bessere Wahl.



Fazit



Ein Kurkuma-Tee ist kein Wundermittel, aber ein einfaches, wärmendes und geschmackvolles Abendritual. Mit der richtigen Kombination aus Kurkuma, Zimt, Nelken und schwarzem Pfeffer sowie einem Schuss Pflanzenmilch holen Sie das Beste aus dem goldenen Gewürz heraus. Probieren Sie es drei Abende lang aus und achten Sie darauf, wie Sie sich am Morgen fühlen.


 
Kurkuma-Tee Rezept
 
Wirkung von Kurkuma
 
Curcumin Aufnahme verbessern
 
Abendritual mit Kurkuma
 
Gesundheitliche Vorteile Kurkuma
 





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Februar 2015
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