Ein Löffel geriebener Meerrettich, der Saft dreier Zitronen, drei Löffel Honig – fertig ist ein Getränk, das nach scharfem Kick und Sonne zugleich schmeckt. Was viele überrascht: Diese Kombination steckt voller Vitamine und Mineralstoffe, die seit Generationen in der Hausapotheke unserer Großmütter einen festen Platz haben.
Eine Leserin erzählt
„Meine Oma hat mir dieses Rezept beigebracht, als ich mich im Winter ständig erkältet fühlte", schrieb uns kürzlich eine Leserin unseres Portals. „Seitdem gehört der Morgen-Shot für mich einfach dazu – nicht als Wundermittel, sondern als kleines, gutes Ritual." Genau solche Erfahrungen erreichen uns immer wieder: kein Ersatz für ärztlichen Rat, aber ein fester Bestandteil vieler Familienküchen.
Was steckt wirklich drin?
Meerrettich ist ernährungsphysiologisch deutlich unterschätzt. Er enthält pro 100 Gramm rund 114 mg Vitamin C – damit sogar mehr als eine Zitrone (FITBOOK berichtet, dass Meerrettich doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen enthält). Dazu kommen die Vitamine B1, B2 und B6 sowie nennenswerte Mengen an Kalium, Calcium und Phosphor (laut VerbraucherService Bayern). Verantwortlich für den typischen scharfen Geschmack sind Senföle, die aus Glucosinolaten entstehen und denen eine antioxidative Wirkung zugeschrieben wird (wie unter anderem hier beschrieben).
Zitronen wiederum sind ein Klassiker unter den Vitamin-C-Lieferanten und liefern zusätzlich Pektin sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Honig bringt neben natürlicher Süße auch Spurenelemente und Enzyme mit – weshalb er in der Naturheilkunde traditionell geschätzt wird, auch wenn seine Wirkung individuell unterschiedlich ausfallen kann.
Die Kombination dieser drei Zutaten kann eine schmackhafte Ergänzung zu einer ausgewogenen, vitaminreichen Ernährung sein und wird von vielen als wohltuend empfunden – etwa im Rahmen der kalten Jahreszeit oder als kleines Extra am Morgen. Ähnlich wie bei unserem Fettschmelzer-Getränk nach der Mahlzeit gilt: Ein einzelnes Getränk ersetzt keine ausgewogene Ernährung, kann sie aber sinnvoll ergänzen.
Zutaten
- 125 Gramm frischer Meerrettich
- 3 Zitronen
- 3 Esslöffel Honig
Zubereitung
Die Zitronen zunächst etwa 10 Minuten in einer Essigwasser-Lösung einweichen, um Rückstände von der Schale zu entfernen. Am besten frischen Meerrettich verwenden: in kleine Würfel schneiden und im Mixer fein pürieren. Anschließend die Zitronen samt Schale (Kerne entfernen) sowie den Honig hinzufügen. Alles gründlich vermengen – bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnen. In sauberen Gläsern im Kühlschrank aufbewahren.
Am besten schluckweise vor den Mahlzeiten genießen, idealerweise in kleinen Mengen, da Meerrettich und Zitrone bei empfindlichem Magen reizend wirken können.
Gut zu wissen
Wer die scharfe Wurzel generell besser kennenlernen möchte, findet in unserem Beitrag Was die Falten auf Ihrem Gesicht über Ihre Gesundheit aussagen weitere Hinweise darauf, welche Lebensmittel – darunter auch Meerrettich und Zitrone – traditionell mit einer guten Durchblutung in Verbindung gebracht werden. Auch bei empfindlichem Magen lohnt sich ein Blick in unseren Beitrag Wie wird man schädliche Magenbakterien los?, da scharfe Zutaten in Maßen genossen werden sollten.

























