Frittierte Nahrung gilt als gefährlich. Wenn man Speisen in Fett tierischen Ursprungs frittiert, besteht kein Zweifel: Es ist schädlich. Und zwar sehr! Aber wie sieht es mit der Verwendung von pflanzlichen Fetten aus?
Generell gilt die Verwendung von pflanzlichen Ölen als gesünder. Frittierte Speisen sind jedoch vor allem wegen der Aldehyde schädlich, die bei hohen Temperaturen entstehen. Es handelt sich um einfache organische Strukturen, die sich mit Sauerstoff und Kohlenstoff verbinden und zur Entwicklung von Krankheiten wie Diabetes, Herz- und Gefäßerkrankungen beitragen. Im Allgemeinen sollte man Aldehyden aus dem Weg gehen.
Wissenschaftler der Cardiff Metropolitan University haben daher einen gründlichen Vergleich zwischen Speisen, frittiert in Sonnenblumenöl, Leinöl und Olivenöl, durchgeführt.
Olivenöl gilt nämlich als besonders gesund, da es reich an Antioxidantien ist – allerdings nur im kalten Zustand. Aber was passiert, wenn man es auf 190 Grad Celsius erhitzt, was der üblichen Frittiertemperatur entspricht?
Die Forscher fanden heraus, dass in Sonnenblumen- und Leinöl in etwa die gleiche Menge schädlicher Aldehyde entsteht, während qualitativ hochwertiges Olivenöl 5-mal weniger davon enthält. Das liegt daran, dass die entsprechenden Prozesse im Olivenöl langsamer ablaufen und daher weniger Aldehyde entstehen.
Anders ausgedrückt: Wenn Sie Olivenöl nicht länger als 5 Minuten erhitzen, befinden sich darin so wenige Aldehyde, dass praktisch keine Gefahr besteht. Wenn das Öl jedoch länger als 10 Minuten erhitzt wird, entstehen darin so viele schädliche Stoffe, dass es besser ist, auf alles Frittierte zu verzichten, selbst wenn Sie das hochwertigste Olivenöl verwenden.
Olivenöl ist auf jeden Fall sehr gesund, dennoch sollten Sie frittierte Speisen generell meiden.























