Viele Menschen weichen Gemüse in Wasser ein, in der Annahme, es werde dadurch sauberer und Pestizide würden entfernt. Tests zeigen jedoch, dass der Effekt genau umgekehrt ist. Außerdem bewirkt bereits eine 10-minütige Einweichzeit Veränderungen in der Nährstoffzusammensetzung der Lebensmittel.
Wasser wirkt auf Gemüse nach dem Prinzip der Osmose, daher führt jedes Eindringen der äußeren Flüssigkeit in das Gemüse zu einer Veränderung des inneren Gleichgewichts. Außerdem sind die äußeren Teile von Pflanzen in der Regel stärker verschmutzt, wodurch sich die Gefahr von Pestiziden auch auf solche Teile ausbreitet, die vor dem Einweichen noch sicher waren. Untersuchungen haben gezeigt, dass nach nur 10 Minuten Einweichen in Wasser 0,5 % der Nährstoffe verloren gehen, während eine Übernacht-Einweichung den Nährstoffgehalt der Lebensmittel um 14 bis 23 % verringert. Dabei geht die Menge an Vitamin C vollständig verloren, ebenso wie der Vitamin-B-Komplex, Mineralstoffe und wasserlösliche Proteine.
Der Verlust von Nährstoffen und die Verunreinigung durch Pestizide sind jedoch nicht die einzigen Probleme. Schwierigkeiten können auch durch für das Auge unsichtbare Parasiten und Bakterien entstehen, noch gefährlicher sind jedoch deren Eier. Wasser begünstigt sogar die Entwicklung dieser Plagegeister.
Die einzig richtige Maßnahme ist das Reinigen des Gemüses unter fließendem Wasser.
Und noch etwas ist wichtig ... Beim Waschen entsteht die sogenannte organische Säure, die dem Körper schädlich ist, zum Glück aber schnell verdunstet. Um ihren Einfluss zu verringern, ist es gut, zum Beispiel Salat nach dem Waschen unter fließendem Wasser mindestens 10 Minuten stehen zu lassen, damit er abtrocknet.
Vergessen Sie außerdem nicht, dass rohes Gemüse gesünder als gekochtes ist. Es gibt nämlich zwei Grenzwerte: Bei 36 Grad Celsius geht Vitamin C verloren, bei 70 Grad Chlorophyll, bei 100 Grad der Großteil der Vitamine, und über 120 Grad Celsius beginnen sich krebserregende und für den Menschen gefährliche Stoffe zu bilden, wie beispielsweise Acrylamid.
























