Außerdem enthält es Vitamin E, einen starken natürlichen Antioxidans, der die Zellen vor Schäden schützt, der Haut und dem Immunsystem hilft und als natürliches Entzündungshemmer wirkt. Ein Esslöffel (das sind etwa 15 ml) Olivenöl enthält rund 1,9 mg Vitamin E, was fast 13 % der empfohlenen Tagesmenge entspricht.
Man darf aber auch die Polyphenole nicht vergessen, pflanzliche Substanzen, die im Körper als natürliche {-15685}Feuerlöscher{-15701} wirken – sie lindern Entzündungen und schützen das Herz. Am bekanntesten ist dabei das Oleocanthal, das ähnliche Wirkungen wie Ibuprofen hat, aber ohne Nebenwirkungen. Eine Studie, veröffentlicht im Journal of Nutrition (2011), zeigte, dass bereits 50 g natives Olivenöl so viel Oleocanthal enthalten wie 10 % der Ibuprofendosis.
Was passiert, wenn wir Olivenöl auf nüchternen Magen trinken?
Hier wird es interessant. Auf nüchternen Magen nimmt unser Körper Nährstoffe direkter auf, da kein Essen im Magen ist, das die Aufnahme verlangsamen könnte. So gelangt Olivenöl schnell in den Kontakt mit dem Darm, wo die meisten seiner Wirkstoffe auch aufgenommen werden.
- Bessere Verdauung und gegen Verstopfung
Wussten Sie, dass die Verdauung bereits ab dem 40. Lebensjahr langsamer wird? Nach Angaben der Mayo Clinic haben fast 30 % der älteren Menschen Probleme mit Verstopfung. Hier kommt das Olivenöl ins Spiel – als natürliches Gleitmittel für den Darm. Ein Esslöffel Olivenöl am Morgen kann den Stuhl weicher machen, die Darmbewegung beschleunigen und dafür sorgen, dass der Stuhlgang leichter geht. In der griechischen Volksmedizin wird es auch als natürlicher Leberreiniger verwendet.
- Ihr Herz wird es Ihnen danken
Wir haben nur ein Herz – und wenn wir nicht darauf achten, meldet es sich schnell. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer noch die häufigste Todesursache – sie sind für ganze 32 % aller Todesfälle weltweit verantwortlich.
Olivenöl wirkt jedoch wie eine richtige Schutzbarriere. In einer der größten europäischen Ernährungsstudien (EPIC), die mehr als 500.000 Menschen aus 10 Ländern umfasste, fand man heraus, dass Menschen, die regelmäßig Olivenöl konsumieren, ihr Risiko für Herzerkrankungen um mehr als 20 % senken. Dies gilt vor allem für kaltgepresstes, natives Olivenöl – also jenes, das wir über den Salat gießen oder, wie hier beschrieben, morgens trinken.
- Cholesterin unter Kontrolle
Schlechtes Cholesterin (LDL) lagert sich gerne an den Gefäßwänden ab, was das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöht. Olivenöl enthält jedoch Ölsäure, die den LDL-Wert senkt und hilft, den HDL-Wert zu erhöhen – den sogenannten Gefäßreiniger. Ein Esslöffel Olivenöl am Tag soll laut einer Studie im American Journal of Clinical Nutrition den Gesamtcholesterinspiegel bereits nach drei Wochen senken.
- Natürlicher Schutz vor Krebs?
Es klingt vielleicht zu optimistisch, aber zahlreiche Studien zeigen, dass regelmäßiger Konsum von Olivenöl das Risiko für bestimmte Krebsarten senken kann – insbesondere Brustkrebs und Darmkrebs. Eine Studie aus dem Jahr 2015 (JAMA Internal Medicine) zeigte, dass Frauen, die eine mediterrane Ernährung mit zusätzlichem Olivenöl zu sich nahmen, eine 62 % geringere Wahrscheinlichkeit hatten, an Brustkrebs zu erkranken.
Die Polyphenole im Olivenöl sollen nämlich das Wachstum von Krebszellen hemmen und DNA-Schäden verhindern, was auch in Tierversuchen und Labors bestätigt wurde.
Wie viel Öl ist genug?
Hier gilt die Regel: weniger ist mehr – aber regelmäßig. Ein Teelöffel bis ein Esslöffel auf nüchternen Magen ist völlig ausreichend. Wenn wir es übertreiben, kann es eine leicht abführende Wirkung haben, was manchmal gewünscht ist, manchmal aber auch nicht – besonders, wenn man einen empfindlichen Darm hat.
Natürlich muss man auch auf die Qualität achten. Am besten ist extra natives Olivenöl, kaltgepresst, möglichst aus biologischem Anbau. Dieses Öl ist nicht raffiniert und behält daher alle seine natürlichen Stoffe.
Und was ist mit Nebenwirkungen?
Der maßvolle Verzehr von Olivenöl hat keine bekannten schädlichen Nebenwirkungen. Es ist jedoch kein Wundermittel und kann eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Wenn Sie Probleme mit der Galle haben, sollten Sie vor regelmäßigem Konsum zuerst Ihren Arzt konsultieren. Öl regt nämlich die Kontraktion der Gallenblase an – das ist für die meisten Menschen vorteilhaft, kann aber bei manchen Unannehmlichkeiten verursachen.
Was sagen die Studien?
Das amerikanische nationale Gesundheitsinstitut (NIH) hat mehrere Studien veröffentlicht, die zeigen, dass Olivenöl Entzündungen verringert, die Leber schützt und sich positiv auf die Mikrobiota auswirkt – das ist die Ansammlung nützlicher Bakterien in unserem Darm.
Eine spanische Studie
Italienische Forscher der Universität Bari entdeckten außerdem, dass der Konsum von Olivenöl auf nüchternen Magen den oxidativen Stress verringert – das ist ein Prozess, der das Altern und Krankheiten verursacht.
Ein Löffel Olivenöl am Morgen? Ja, bitte!
Wenn Sie morgen aufstehen, nehmen Sie sich einen Moment und gönnen Sie sich einen Löffel Olivenöl. Sie müssen nicht einfach aufs Wort glauben – vertrauen Sie Ihrem Körper. Nach einigen Tagen werden Sie vielleicht feststellen, dass die Verdauung leichter geht, Sie weniger aufgebläht sind und sich vitaler fühlen.
Und falls Sie jemand fragt, warum Sie das tun, sagen Sie einfach: Weil es Teil einer Weisheit ist, die auch von der Wissenschaft bestätigt wird.
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