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Kohlenhydrate, die es gut mit Ihnen meinen: 7 Lebensmittel, die besser sind als ihr RufKohlenhydrate, die es gut mit Ihnen meinen: 7 Lebensmittel, die besser sind als ihr RufKohlenhydrate, die es gut mit Ihnen meinen: 7 Lebensmittel, die besser sind als ihr RufKohlenhydrate, die es gut mit Ihnen meinen: 7 Lebensmittel, die besser sind als ihr RufKohlenhydrate, die es gut mit Ihnen meinen: 7 Lebensmittel, die besser sind als ihr Ruf


Datum: 26. OKT 26 - GUT ZU WISSEN
Kohlenhydrate, die es gut mit Ihnen meinen: 7 Lebensmittel, die besser sind als ihr Ruf
Von der Süßkartoffel bis zum Popcorn: Nicht alle Kohlenhydrate sind gleich. Manche bringen Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenstoffe mit und können so ein wertvoller Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.

Brot weglassen, Kartoffeln streichen, Nudeln verbannen: Kaum ein Nährstoff hat in den letzten Jahren so viel Kritik einstecken müssen wie die Kohlenhydrate. Dabei übersehen viele eine einfache Tatsache: Entscheidend ist nicht, ob wir Kohlenhydrate essen, sondern welche. Zwischen einem Stück Torte und einer Schüssel Haferbrei liegen ernährungsphysiologisch Welten – und genau darum geht es in diesem Artikel.



Wie sehr dieses Thema die Menschen bewegt, zeigte sich, als die US-Moderatorin Oprah Winfrey in einem Werbespot für Weight Watchers mit großer Leidenschaft erklärte, sie liebe Brot. Sie berichtete, dass sie rund zwölf Kilogramm abgenommen und dabei jeden einzelnen Tag Brot gegessen habe. Später stellte sie klar, dass sie damit vor allem kernige Vollkorn- und Mehrkornbrote meint. Ihre Botschaft war schlicht: Nicht Verzicht, sondern die richtige Auswahl und das richtige Maß machen den Unterschied.



Ähnliches erzählt uns eine Leserin aus Bayern: Nach Monaten mit einer strengen kohlenhydratarmen Ernährung fühlte sie sich nachmittags oft müde und hatte ständig Heißhunger. Erst als sie wieder Haferflocken zum Frühstück, Süßkartoffeln und Linsen zum Mittagessen einplante, kam nach eigenen Worten „wieder Ruhe in den Alltag“. Ein anderer Leser schwört seitdem auf selbst gemachtes Popcorn statt Chips am Fernsehabend.



Kohlenhydrate gehören zu den wichtigsten Energielieferanten unseres Körpers. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung nennt für Erwachsene einen Anteil von 45 bis 60 Prozent der täglichen Energiezufuhr als Orientierung. Die Techniker Krankenkasse betont, dass dabei stärkehaltige Lebensmittel und Ballaststoffe den größten Teil ausmachen sollten. Mehr dazu, warum unser Kopf diese Energie braucht, lesen Sie im Artikel Kohlenhydrate sind nicht der Feind: Warum Ihr Gehirn sie dringend braucht.



Hier sind sieben Lebensmittel, die Kohlenhydrate liefern – und dabei deutlich mehr zu bieten haben als bloße Energie.



1. Süßkartoffel



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Die gewöhnliche Kartoffel ist reich an Kohlenhydraten, bringt aber vergleichsweise wenige andere Nährstoffe mit. Die Süßkartoffel ist typischerweise orange gefärbt – ein Zeichen dafür, dass sie deutlich mehr Beta-Carotin enthält, die Vorstufe von Vitamin A. Dazu liefert sie Vitamin C und B6, Kupfer, Kalium und reichlich Ballaststoffe. Laut einem Nährwertvergleich von ÖKO-TEST enthält die Süßkartoffel pro 100 Gramm unter anderem mehr Vitamin C, mehr Vitamin B6 und deutlich mehr Folat als die klassische Kartoffel.



Die Kohlenhydrate der Süßkartoffel sind zwar kein Heilmittel, doch gekochte Süßkartoffeln haben laut der Apotheken Umschau einen niedrigeren glykämischen Index als gekochte Kartoffeln – der Blutzucker steigt also langsamer an. Gleichzeitig hat sie etwas mehr Kalorien. Ein Hinweis aus derselben Quelle: Süßkartoffeln enthalten je nach Sorte relativ viel Oxalsäure. Wer zu Nierensteinen neigt, sollte die passende Menge mit dem Arzt oder der Ärztin besprechen. Weiterführende Informationen bietet auch das Bundeszentrum für Ernährung.



Wer die klassische Kartoffel trotzdem nicht missen möchte, findet bei uns ein einfaches Lieblingsrezept: Goldbraun, knusprig, in nur 60 Minuten: Das 3-Zutaten-Wunder aus der Muffinform.



2. Quinoa



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Quinoa zählt zu den nährstoffreichsten „Körnern“ der Welt, viele ordnen sie sogar den Superfoods zu. Streng genommen ist sie jedoch kein Getreide: Wie ÖKO-TEST erklärt, gehört Quinoa zu den Fuchsschwanzgewächsen – wie Spinat – und wird daher als Pseudogetreide bezeichnet. In den Anden wird sie seit rund 5.000 Jahren angebaut, und sie ist von Natur aus glutenfrei.



Quinoa ist reich an Eiweiß, Ballaststoffen, Eisen und Magnesium und liefert essenzielle Aminosäuren wie Lysin. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erklärte 2013 sogar zum Internationalen Jahr der Quinoa. Wer schnell und nachhaltig Energie braucht, findet in Quinoa eine ausgezeichnete Wahl. Tipp aus der Küche: Die Samen vor dem Kochen gründlich mit kaltem Wasser abspülen, damit eventuelle Bitterstoffe verschwinden.



3. Popcorn



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Wenn Sie Popcorn selbst zu Hause auf altmodische Art zubereiten – ohne Mikrowellenbeutel und ohne Zusätze –, erhalten Sie einen der überraschend wertvollsten Knabbersnacks. Natürliches Popcorn ist ein echtes Vollkornprodukt, hat pro Schüssel relativ wenige Kalorien, liefert viele Ballaststoffe und wird von den meisten Menschen gut vertragen.



Auch die Forschung hat sich damit beschäftigt: Ein Team um den Chemiker Joe Vinson von der University of Scranton stellte auf einer Tagung der American Chemical Society Messungen vor, nach denen eine Portion Popcorn mehr Polyphenole liefern kann als eine Portion frisches Obst. Der Grund: Popcorn enthält kaum Wasser, die Pflanzenstoffe sind dadurch konzentrierter. Obst und Gemüse ersetzt das natürlich nicht, denn Popcorn liefert kaum Vitamine. In einer kleinen Studie, veröffentlicht im Nutrition Journal, empfanden Teilnehmende Popcorn zudem als sättigender als Kartoffelchips mit gleicher Kalorienmenge.



Der Haken liegt in der Zubereitung: Kino-Popcorn mit Butter, Zucker oder Karamell verwandelt den Vollkornsnack schnell in eine Kalorienbombe. Am besten gelingt es mit wenig Öl im Topf oder in der Heißluftmaschine, gewürzt mit einer Prise Salz, Paprika oder Zimt.



4. Äpfel



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Äpfel gehören zu den kohlenhydratreicheren Obstsorten, liefern aber auch eine Fülle an wertvollen Inhaltsstoffen. Sie enthalten viele Polyphenole, die mit einem gesunden Blutdruck und einer guten Abwehr in Verbindung gebracht werden, sowie reichlich Flavonoide, die in Studien im Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für verschiedene Erkrankungen untersucht werden. Ein großer Teil davon steckt in der Schale – deshalb lohnt es sich, Äpfel ungeschält zu essen.



Leider zählen Äpfel zu den Obstsorten, bei denen regelmäßig Pestizidrückstände gefunden werden. Eine 2026 veröffentlichte Untersuchung von PAN Germany und PAN Europe fand in 85 Prozent von 59 konventionellen Apfelproben aus 13 europäischen Ländern Rückstände mehrerer Pestizide. Das Umweltinstitut München wiederum fand auf keiner der getesteten Bio-Proben Rückstände chemisch-synthetischer Pestizide. Darum greifen Sie wenn möglich zu Äpfeln aus biologischem Anbau. Bei konventionellen Äpfeln empfiehlt das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), sie vor dem Verzehr mit warmem Wasser zu waschen und abzutrocknen.



Eine leckere Idee für den Morgen finden Sie im Artikel Apfel, Leinsamen, Chia und Honig: Ein Morgengetränk, das Ihr Darm nicht vergessen wird.



5. Gerste



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Auch Gerste ist reich an Ballaststoffen und liefert viel Mangan und Molybdän. Ihre Kohlenhydrate zählen zu den langkettigen, die der Körper langsam aufschließt. Besonders interessant sind die Beta-Glucane – lösliche Ballaststoffe, die auch im Hafer vorkommen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat bestätigt, dass Beta-Glucane aus Gerste und Hafer zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen können, wenn täglich ausreichende Mengen im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung verzehrt werden.



Gerste wird ähnlich wie Reis zubereitet. Am besten gelingt sie, wenn Sie die Körner am Vortag in Wasser einweichen – so verkürzt sich die Kochzeit, und die Körner werden schön weich. Als Graupen ist sie ein Klassiker in herbstlichen Eintöpfen und Suppen.



6. Hafer



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Hafer gehört ebenfalls in die Kategorie der besonders wertvollen Getreide. Er liefert viel Eiweiß, Ballaststoffe und Eisen – vorausgesetzt, er kommt ohne Zusätze und Zucker auf den Tisch. Laura Nyström, Professorin für Lebensmittelbiochemie an der ETH Zürich, bezeichnete Hafer gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung als eines der gesündesten Getreide überhaupt. Ihre Faustregel: Je gröber die Flocke, desto niedriger der glykämische Index.



Laut ÖKO-TEST sollte man für einen günstigen Effekt auf den Cholesterinspiegel täglich rund drei Gramm Beta-Glucane aufnehmen. Wie vielschichtig das Thema Cholesterin ist, lesen Sie in unserem Artikel Cholesterin: Warum „so niedrig wie möglich“ nicht für jeden die beste Formel ist. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, Vollkornprodukte wie Haferflocken regelmäßig einzuplanen. Da Haferflocken den Blutzucker vergleichsweise langsam ansteigen lassen, werden sie auch von vielen Menschen mit Diabetes geschätzt – die passende Menge sollte aber immer mit dem Arzt oder der Ernährungsberatung abgestimmt werden. Hilfreiche Informationen bietet die Deutsche Diabetes Gesellschaft.



Am besten schmeckt Hafer in Wasser oder fettarmer Milch gekocht. Süßen Sie ihn sparsam mit Honig, Ahornsirup, Stevia oder Trockenfrüchten. Ausgezeichnet passt er zu Zimt, Bananen, Vanille oder Rosinen – und im Herbst auch zu geriebenem Apfel.



7. Kürbis



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Kürbisse sind ein Gemüse, dessen Energie zum größten Teil aus Kohlenhydraten stammt, und sie liefern reichlich Vitamin A (in Form von Beta-Carotin), C und B6. Doch keine Sorge: Kürbis besteht zu über 90 Prozent aus Wasser. Laut WEB.DE stecken in 100 Gramm frisch gegartem Kürbis nur etwa 27 Kilokalorien und rund 5 Gramm Kohlenhydrate. Damit gehört er trotz seiner Kohlenhydrate zu den wertvollsten Gemüsesorten der Saison.



Die AOK Sachsen-Anhalt hebt außerdem Vitamin E, Kalium und Ballaststoffe hervor, die zu einem langen Sättigungsgefühl beitragen. Botanisch ist der Kürbis übrigens eine Beere. Beim Hokkaido können Sie die Schale mitessen – das spart Zeit und bringt zusätzliche Ballaststoffe. Ein weiterer herbstlicher Kohlenhydratlieferant mit Charakter wird in diesem Artikel vorgestellt: Maronen: die goldene Herbstfrucht, die Herz, Nieren und Knochen auf natürliche Weise unterstützen kann.



Fazit: Auswahl statt Verzicht



Kohlenhydrate sind kein Feind – sofern sie aus nährstoffreichen, wenig verarbeiteten Lebensmitteln stammen. Süßkartoffel, Quinoa, selbst gemachtes Popcorn, Äpfel, Gerste, Hafer und Kürbis liefern neben Energie auch Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und wertvolle Pflanzenstoffe. Kombiniert mit Gemüse, Hülsenfrüchten, hochwertigem Eiweiß und gesunden Fetten können sie ein fester Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein.


 
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Februar 2015
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