Stellen Sie sich vor: Drei Zutaten, die vermutlich schon in Ihrer Küche liegen, eine ganz gewöhnliche Muffinform und eine knappe Stunde Zeit – mehr braucht es nicht für eines der befriedigendsten Gerichte, das Ihre Küche in letzter Zeit verlassen hat. Wenn die Ecken der kleinen Kartoffeltaler goldbraun werden und der Duft von geröstetem Parmesan durch die Wohnung zieht, wissen Sie: Das war die richtige Entscheidung für den Abend.
Eine Leserin erzählt
Eine unserer Leserinnen schrieb uns kürzlich, dieses Rezept habe sich bei ihr zu einer festen Institution entwickelt: An Tagen, an denen die Zeit knapp ist, aber trotzdem etwas Warmes, Selbstgemachtes auf den Tisch soll, greife sie fast automatisch zu Kartoffeln, Zwiebel und einem Stück Parmesan aus dem Kühlschrank. Besonders schätze sie, dass die kleinen Kartoffeltaler sowohl als Beilage zu einem Sonntagsbraten als auch als eigenständiges, leichtes Abendessen mit einem frischen Salat funktionieren – und dass selbst die Kinder in der Familie sie ohne Diskussion aufessen, was bei Gemüsebeilagen keineswegs selbstverständlich ist.
Warum diese Kombination so gut funktioniert
Die Kartoffel bringt Substanz und einen milden, erdigen Grundgeschmack mit. Sie gilt allgemein als nahrhaftes, kalorienarmes Grundnahrungsmittel und liefert unter anderem Kalium, Vitamin C sowie B-Vitamine (Die Kartoffel – Nährwerte im Überblick). Besonders viele dieser Nährstoffe stecken direkt unter der Schale – ein guter Grund, gut gewaschene Kartoffeln bei diesem Rezept nicht zu schälen (mehr dazu in unserem Beitrag Entsorgen Sie keine Schalen. Gar keine!).
Die Zwiebel steuert Schärfe, Süße beim Anrösten und sekundäre Pflanzenstoffe wie Quercetin bei, ein Antioxidans, dem in verschiedenen Studien eine unterstützende Rolle für die allgemeine Zellgesundheit zugeschrieben wird (Rote Zwiebeln für Genuss und Gesundheit). Wer mehr über die traditionelle Verwendung von Zwiebeln erfahren möchte, findet dazu auch bei uns einen eigenen Beitrag: Mit diesem Wissen werden Sie unverzüglich Zwiebelsaft versuchen.
Und der Parmesan? Er ist der Grund, warum die Ränder der Kartoffeltaler diese unwiderstehliche, knusprig-würzige Kruste bekommen. Nebenbei liefert er auch nennenswerte Mengen Calcium und Eiweiß – laut Nährwertangaben des offiziellen Parmigiano-Reggiano-Konsortiums deckt bereits eine kleine Portion einen relevanten Teil des täglichen Calciumbedarfs (Parmigiano Reggiano – Ernährungsphysiologische Eigenschaften). Da Hartkäse recht kalorien- und salzreich ist, lohnt es sich, wie bei den meisten guten Dingen, auf eine maßvolle Menge zu achten (Parmesan – gesunder Käse dank hohem Nährwert?).
Kartoffeln zählen zu den stärkehaltigen Lebensmitteln, die sich besonders gut mit Gemüse statt mit tierischem Eiweiß kombinieren lassen – ein Grundsatz, den wir auch in unserem Artikel Welche Lebensmittel man in Kombination essen kann und welche nicht näher beleuchten. Genau deshalb passen die Kartoffeltaler auch hervorragend zu einem knackigen Salat oder – für alle, die es klassisch mögen – zu einem Glas Essiggurken als Beilage, deren Vorzüge wir ebenfalls beschrieben haben: Gründe, warum man jeden Tag saure Gurken essen sollte.
Das Rezept: 3 Zutaten, ein Muffinblech, 60 Minuten
Nariban krompir, čebula in parmezan verwandeln sich im Muffinblech in goldgelbe, knusprige Kartoffeltaler – ein einfaches Gericht, das sowohl als Beilage als auch als eigenständige Mahlzeit begeistert.
Zutaten:
- 600 Gramm Kartoffeln
- eine Tasse geriebener Parmesan
- eine Zwiebel
Zubereitung:
Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Celsius vor. Fetten Sie die Muffinform, die Sie verwenden möchten, gründlich mit Öl ein.
Vermischen Sie in einer Schüssel roh geriebene Kartoffeln, fein gehackte Zwiebel und geriebenen Parmesan. Salzen und pfeffern Sie die Mischung und geben Sie einen Esslöffel Olivenöl hinzu. Alles gründlich vermengen. Füllen Sie die Masse in die Muffinformen und backen Sie sie 60 bis 70 Minuten, bis die Ränder goldbraun sind.
Einfacher geht es kaum.
Ein paar Tipps aus der Praxis
Wer die Kartoffeln vorher grob auspresst, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen, bekommt tendenziell knusprigere Ränder. Wer es milder mag, kann die Zwiebel vor dem Vermischen kurz in der Pfanne andünsten. Übrig gebliebene Taler lassen sich am nächsten Tag hervorragend in der Pfanne aufknuspern.
Guten Appetit!

























