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Ein Glas Wasser vor dem Schlafengehen: Die unterschätzte Gewohnheit, die nächtliches Schnarchen lindern könnteEin Glas Wasser vor dem Schlafengehen: Die unterschätzte Gewohnheit, die nächtliches Schnarchen lindern könnteEin Glas Wasser vor dem Schlafengehen: Die unterschätzte Gewohnheit, die nächtliches Schnarchen lindern könnteEin Glas Wasser vor dem Schlafengehen: Die unterschätzte Gewohnheit, die nächtliches Schnarchen lindern könnteEin Glas Wasser vor dem Schlafengehen: Die unterschätzte Gewohnheit, die nächtliches Schnarchen lindern könnte


Datum: 9. SEP 26 - GUT ZU WISSEN
Ein Glas Wasser vor dem Schlafengehen: Die unterschätzte Gewohnheit, die nächtliches Schnarchen lindern könnte
Fast jeder Zweite schnarcht zumindest gelegentlich – und ein möglicher Mitverursacher steht meist ungenutzt auf dem Nachttisch: ein einfaches Glas Wasser ...

Wer schon einmal neben einem schnarchenden Partner geschlafen hat, weiß: Es bleibt selten bei einem kleinen Ärgernis. Der Schlaf wird unterbrochen, der nächste Morgen fühlt sich zäh an, und auf Dauer kann das auch die Beziehung belasten. Umso überraschender ist, dass eine der einfachsten Gewohnheiten, die dabei helfen könnte, nicht in teuren Hilfsmitteln liegt, sondern in etwas, das ohnehin in jeder Küche steht: gewöhnlichem Wasser.



Warum schnarchen wir überhaupt?



Schnarchen entsteht, weil sich die Muskulatur im Schlaf entspannt und sich die Atemwege dadurch verengen. Die Luft muss durch einen schmaleren Weg strömen, wodurch das Gewebe in Rachen, Mund oder Nase zu vibrieren beginnt – und genau dieses Vibrieren erzeugt das bekannte Geräusch. Ist zusätzlich zu viel Schleim vorhanden, wird der Atemweg noch enger, und das Schnarchen kann lauter ausfallen.



Schnarchen betrifft dabei längst nicht nur ältere Menschen. Nach Angaben der US-amerikanischen American Academy of Otolaryngology (ENThealth), die sich auf Daten der National Sleep Foundation beruft, schnarchen schätzungsweise 45 % der Männer und rund 30 % der Frauen regelmäßig. Auch Kinder können schnarchen, hier stehen jedoch meist vergrößerte Mandeln oder Erkältungen im Vordergrund.



Der mögliche Zusammenhang zwischen Wasser und Schnarchen



Und was hat das nun mit Wasser zu tun? Möglicherweise mehr, als man zunächst denkt. Trinken wir zu wenig, kann der Körper in einen leichten Flüssigkeitsmangel geraten. Die Schleimhäute in Nase und Rachen können dadurch trockener werden, was den Körper wiederum dazu anregen kann, zähflüssigeren Schleim zu produzieren, der sich in den Atemwegen absetzt. Einige Fachleute und erste wissenschaftliche Beobachtungen sehen darin einen möglichen Faktor, der Schnarchen begünstigen kann – ein eindeutiger, für alle Menschen geltender Kausalzusammenhang ist bislang aber nicht abschließend belegt.



Eine kontrollierte Schlaflabor-Studie im Fachjournal Journal of Sleep Research (Aristotelous et al., 2019) untersuchte erstmals mittels Polysomnographie, wie sich gezielte Dehydrierung auf Schlafqualität und Schlafmuster auswirkt, und lieferte Hinweise darauf, dass der Flüssigkeitshaushalt eine Rolle für die nächtliche Atmung spielen kann. Auch bei Alkoholkonsum wird ein ähnlicher Mechanismus diskutiert: Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und entspannt gleichzeitig die Muskulatur, was die Atemwege zusätzlich verengen kann. Ähnliches gilt fürs Rauchen, da Zigarettenrauch die Schleimhäute reizt und die Schleimproduktion anregen kann.



Wie viel sollte man also trinken? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt als Richtwert rund 1,5 Liter am Tag, bei Hitze, Sport oder körperlich anstrengender Arbeit auch deutlich mehr. Viele Menschen bleiben im Alltag unter diesem Richtwert – ein Grund mehr, bewusster auf die eigene Trinkmenge zu achten.



Was können Sie konkret tun?



Falls Sie unter Schnarchen leiden oder Ihr Partner oder Ihre Partnerin darüber klagt, kann es sich lohnen, zunächst bei den einfachsten Gewohnheiten anzusetzen – ganz ohne teure Hilfsmittel:




  • Starten Sie den Tag mit einem Glas Wasser, um den Flüssigkeitsverlust der Nacht auszugleichen.

  • Trinken Sie über den Tag verteilt in kleinen Schlucken, statt große Mengen auf einmal.

  • Ein Glas Wasser am Abend kann sinnvoll sein – möglichst nicht zu knapp vor dem Schlafengehen, um nächtliches Aufstehen zu vermeiden.



Gezuckerte Getränke sollten dabei nicht als Ersatz für Wasser betrachtet werden, da sie den Körper eher zusätzlich belasten. Auch Kaffee und schwarzer Tee haben eine leicht entwässernde Wirkung und sollten daher nicht auf die tägliche Trinkmenge angerechnet werden.



Altbewährte Hausmittel



Schon frühere Generationen kannten einfache Wege, um Schnarchen zu lindern. Ein warmer Kamillentee vor dem Schlafengehen etwa gilt traditionell als entspannend für die Rachenmuskulatur, während Pfefferminztee die Atemwege befreien soll. In beiden Fällen spielt auch die zusätzliche Flüssigkeitszufuhr eine Rolle.



Vielerorts trank man außerdem lauwarmen Tee mit Honig, da Honig die Schleimhäute mildern und Reizungen im Hals lindern kann.



Wann Schnarchen zum Warnzeichen wird



Wichtig ist: Schnarchen ist nicht immer harmlos. Treten zusätzlich Atemaussetzer, ein Gefühl des Erstickens oder ausgeprägte Tagesmüdigkeit auf, kann eine Schlafapnoe dahinterstecken – eine ernstzunehmende Erkrankung, die ärztlich abgeklärt werden sollte. Je nach Quelle sind in Deutschland schätzungsweise zwei bis fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung von Schlafapnoe betroffen, wobei viele Betroffene nichts von ihrer Erkrankung wissen.



Bei gewöhnlichem, leichtem Schnarchen helfen dagegen oft schon einfache Anpassungen: ausreichend trinken, weniger Alkohol, Verzicht aufs Rauchen, Schlafen auf der Seite und ein leicht erhöhtes Kopfkissen.



Wasser – eine einfache und kostengünstige Unterstützung



Schnarchen ist mehr als nur ein störendes Geräusch – manchmal ist es ein kleines Signal des Körpers. Und nicht jede Lösung muss teuer oder aufwendig sein: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann dazu beitragen, die Schleimhäute feucht zu halten, und ist einen Versuch wert – für einen selbst und für alle, die in derselben Nacht danebenliegen.


 
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Februar 2015
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