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Diese Lebensmittel meiden selbst Ernährungsexperten – und das steckt dahinterDiese Lebensmittel meiden selbst Ernährungsexperten – und das steckt dahinterDiese Lebensmittel meiden selbst Ernährungsexperten – und das steckt dahinterDiese Lebensmittel meiden selbst Ernährungsexperten – und das steckt dahinterDiese Lebensmittel meiden selbst Ernährungsexperten – und das steckt dahinter


Datum: 19. AUG 26 - GESUND-&SCHÖNHEIT
Diese Lebensmittel meiden selbst Ernährungsexperten – und das steckt dahinter
Chips, Limonade, fertiger Fruchtsaft, Mayonnaise aus dem Kühlregal: Manche Alltagsprodukte stehen bei Ernährungsfachleuten auf einer stillen schwarzen Liste – meist wegen Zusatzstoffen, Verarbeitungsgrad und Zuckergehalt.

Als der amerikanische Kinderendokrinologe Robert Lustig 2009 seinen Vortrag „Sugar: The Bitter Truth" hielt, saß er selbst mitten in seiner Praxis für kindliches Übergewicht – und beschloss danach öffentlich, verarbeiteten Zucker aus seinem eigenen Speiseplan weitgehend zu streichen. Sein Fall ist ein bekanntes Beispiel dafür, wie ein Fachmensch aus der täglichen Arbeit mit Patienten seine eigenen Essgewohnheiten überdenkt. Ähnlich geht es vielen Menschen, die sich näher mit ihrer Ernährung beschäftigen: Nicht alle Nutritionisten sind sich in jedem Detail einig, ob nun ausgebildet oder autodidaktisch unterwegs – aber bei einigen Lebensmittelgruppen ist die Skepsis auffallend ähnlich.



Industriell gefertigte Süßwaren


Industriell hergestellte Süßwaren liefern viele Kalorien bei vergleichsweise wenig Nährstoffen, und nicht selten stecken darin Zusatzstoffe, deren gesundheitlicher Nutzen zumindest fraglich ist. Häufiger Konsum kann außerdem die Stoffwechselprozesse zusätzlich belasten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, freien Zucker auf unter 10 % der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen – ein Wert, den stark gesüßte Fertigprodukte schnell ausschöpfen können.



Chips, Krapfen und Blätterteig-Gebäck


Chips, Krapfen und andere in Fett frittierte Produkte werden häufig in Öl zubereitet, das bereits mehrfach stark erhitzt wurde. Dabei können unerwünschte Verbindungen entstehen, weshalb manche Ernährungsfachleute empfehlen, frittierte Speisen eher selten zu genießen. Rundgesund.com ist dem Thema in „Bekommen auch Sie Kopfschmerzen nach dem Verzehr von frittiertem Essen?" ausführlich nachgegangen. Wer öfter selbst frittiert, kann zumindest die Ölqualität und die Anzahl der Erhitzungen selbst kontrollieren – hausgemachte Chips schmecken vielen ohnehin besser als gekaufte.



Tiefgekühlte Knödel und Teigtaschen


Tiefgekühlte Knödel enthalten je nach Hersteller sehr unterschiedliche Zutatenqualitäten. Besonders bei mit Marmelade oder Obst gefüllten Varianten lohnt ein Blick auf die Zutatenliste, da hier häufiger Aromen, Farbstoffe oder Verdickungsmittel zum Einsatz kommen als bei einfacheren Produkten.



Gesüßte Erfrischungsgetränke


Nicht jedes kohlensäurehaltige Getränk ist per se problematisch – wohl aber Getränke mit überdurchschnittlich hohem Zuckergehalt. Kommen dazu noch CO₂-Blasen und ein erhöhter Natriumgehalt, erklärt das auch, warum man nach manchen Süßgetränken schon nach wenigen Minuten wieder Durst verspürt. Rundgesund.com hat das Thema Zucker versus Salz bereits eingeordnet: „Was schadet der Gesundheit mehr, Salz oder Zucker?"



Fertige Frucht- und Gemüsesäfte


Im Handel gekaufte Frucht- und Gemüsesäfte sind oft weiter von einem frisch gepressten Saft entfernt, als das Etikett vermuten lässt: Statt reinem Fruchtsaft kommen teils Fruchtsaftkonzentrate zum Einsatz, dazu Konservierungsstoffe für längere Haltbarkeit und mitunter Farbstoffe. Wie stark sich selbst ein "gesunder" Saft wie Orangensaft im Zuckerhaushalt bemerkbar macht, beschreibt Rundgesund.com in „Was passiert, wenn Sie jeden Tag einen halben Liter Orangensaft trinken?" – dort zeigt sich auch, dass eingebetteter Fruchtzucker mit Ballaststoffen anders wirkt als isolierter Zucker in Süßgetränken.



Mayonnaise aus dem Kühlregal


Auch in vielen Mayonnaise-Produkten stecken Konservierungsstoffe, von der teils fragwürdigen Qualität einzelner Zutaten ganz zu schweigen. Besonders die verwendeten Fette verdienen einen zweiten Blick. Wer öfter zu Mayonnaise greift, ist mit einer hochwertigen Variante ohne unnötige Zusatzstoffe meist besser beraten. Ein kurzer Exkurs zur Geschichte verwandter Fertigsaucen findet sich bei Rundgesund.com: „7 Fakten über Ketchup, welche Sie nicht wussten!"



Kuhmilch


Kuhmilch wird industriell in der Regel pasteurisiert, wodurch ein Teil der ursprünglich enthaltenen Enzyme verloren geht – das kann bei manchen Menschen die Verdauung zusätzlich beanspruchen. Rundgesund.com beleuchtet das Thema unter anderem in „Welche Lebensmittel man in Kombination essen kann und welche nicht" sowie im direkten Vergleich „Was ist gesünder: Milch oder Joghurt?" Wer empfindlich reagiert, findet dort Denkanstöße für Alternativen.



Abgepackte Nüsse und lose Ware


Bei abgepackten Nüssen lohnt sich ein Blick auf Salzgehalt und Konservierung – eine monate- bis jahrelange Haltbarkeit kommt schließlich nicht von selbst. Auch lose Nüsse aus offenen Behältnissen (Schüttware) sind nicht automatisch die bessere Wahl: Es lässt sich kaum nachvollziehen, wie frisch die einzelne Charge tatsächlich ist, und Behältnisse werden häufig laufend nachgefüllt und vermischt. Stiftung Warentest hat Haselnüsse und Walnüsse auf Schadstoffe untersucht, und auch das Bundeszentrum für Ernährung ordnet die Pestizidrückstände in Lebensmitteln regelmäßig ein. Am ehesten auf der sicheren Seite ist, wer zu originalverpackter Ware mit vollständiger Deklaration und Herkunftsangabe greift.



Zugesetzter Zucker


Ob ausgebildete Nutritionistin oder autodidaktischer Ernährungscoach: In einem Punkt sind sich fast alle einig – zugesetzter Zucker gehört auf den Prüfstand. Süßungsmittel jeder Art, ob natürlich oder industriell hergestellt, haben oft einen hohen glykämischen Index und werden mit einer ganzen Reihe von Beschwerden in Verbindung gebracht, von Kreislaufbelastung bis zu Mehrarbeit für Herz und Leber. Unter den Zuckerarten gilt Fruktose in isolierter, zugesetzter Form als besonders diskussionswürdig – mehr dazu in „Die bittere Wahrheit über Fructose" auf Rundgesund.com. Auch scheinbar unauffällige Snacks wie Kaugummi enthalten oft mehr Zucker beziehungsweise Zuckeraustauschstoffe, als man vermuten würde – nachzulesen in „Sind Kaugummis wirklich die schädlichsten Artikel in Geschäften?" Die WHO empfiehlt hier, wie eingangs erwähnt, freien Zucker möglichst auf unter 10, idealerweise unter 5 % der Tagesenergie zu begrenzen.



Fazit


Die genannten Lebensmittel sind nicht automatisch schädlich, wenn sie gelegentlich auf dem Teller landen – entscheidend ist meist die Menge, die Häufigkeit und die Qualität der Verarbeitung. Wer öfter zu unverarbeiteten, selbst zubereiteten Alternativen greift, tut seinem Körper in aller Regel etwas Gutes. Bei individuellen Fragen zur eigenen Ernährung, etwa bei bestehenden Vorerkrankungen, ist die Rücksprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft immer der sicherste Weg.

 
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Februar 2015
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