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Fettleber raubt Energie: Warum Eisen der Schlüssel ist, den die meisten übersehenFettleber raubt Energie: Warum Eisen der Schlüssel ist, den die meisten übersehenFettleber raubt Energie: Warum Eisen der Schlüssel ist, den die meisten übersehen


Datum: 17. JUL 26 - GUT ZU WISSEN
Fettleber raubt Energie: Warum Eisen der Schlüssel ist, den die meisten übersehen
Jeder vierte Erwachsene weltweit hat eine Fettleber – und genau diese Krankheit behindert die Fähigkeit des Körpers, Eisen überhaupt zu nutzen.

Wenn Sie denken, dass Eisen nur wichtig für das Blut ist, stimmt das so nicht ganz. In der Volksmedizin wusste man schon vor hundert Jahren, dass schwaches Blut auch einen schwachen Menschen bedeutet, und oft lag das genau am Eisenmangel. Die Wissenschaft bestätigt dies heute.

Was passiert bei einer Fettleber?

Die Fettleber ist nicht etwas, das nur Menschen passiert, die es mit Alkohol übertreiben. Im Gegenteil: Immer mehr Menschen haben eine nicht-alkoholische Fettleber, was bedeutet, dass sich Fett in der Leber ansammelt – aufgrund schlechter Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht, Stress und zu wenig Bewegung.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sollen sogar 25-30 % aller Erwachsenen weltweit eine Fettleber haben, und die Zahlen steigen steil an. Ärzte auf der ganzen Welt beobachten einen Anstieg der Fettleber – insbesondere bei Menschen mittleren Alters und bei jungen Menschen mit Übergewicht.

Fettleber kann ihre Aufgaben nicht mehr gut erfüllen und eine der Folgen ist, dass der Körper nicht mehr weiß, wie er Eisen richtig nutzt.

Warum ist Eisen so wichtig?

Eisen ist der Stoff in unserem Körper, der Sauerstoff zu jeder Zelle transportiert. Ohne Sauerstoff gibt es keine Energie, keinen Antrieb, keine Kraft. Jeder Muskel, jeder Gedanke und auch unser Herz braucht Eisen, um funktionieren zu können. Wenn Eisen fehlt oder der Körper es nicht verwenden kann, treten Symptome auf wie:
  • Müdigkeit, auch wenn Sie 8 Stunden geschlafen haben,

  • das Gefühl schwerer Beine oder Muskelschwäche,

  • Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Konzentrationsmangel,

  • Herzklopfen schon bei minimaler Anstrengung,

  • Probleme mit der Abwehrkraft.

Eine sehr interessante Studie, durchgeführt an der Edith Cowan University in Australien, zeigte, dass Menschen mit Fettleber, besonders Jugendliche, eine deutlich schlechtere körperliche Fitness haben. Nicht, weil sie nicht aktiv sein wollten ... Ihre Körper hatten einfach nicht genug Eisen, um bei körperlicher Aktivität normal zu funktionieren.

An der Studie nahmen 848 siebzehnjährige Mädchen teil. Bei denen mit Fettleber wurde eine spürbar schlechtere Fitness festgestellt, obwohl sie nicht zwingend übergewichtig waren. Ihr Blut zeigte, dass zwar Eisen vorhanden war, der Körper es aber nicht nutzen konnte — wie ein voller Tank mit kaputtem Motor.

Wie erkennt man Eisenmangel?

Die Volksweisheit sagt: Wenn Ihnen die Haare ausfallen, Sie brüchige Nägel haben oder Ihnen im Sommer kalt ist, stimmt etwas nicht. Oft ist dies gerade Eisenmangel.

Auch die Medizin gibt heute zu, dass Eisenmangel zu chronischer Müdigkeit, einem schwächeren Immunsystem und Störungen innerer Organe führen kann. Die Leber speichert unter anderem auch Eisen, darum ist es logisch, dass sie das nicht mehr gut tun kann, wenn sie mit Fett überlastet ist.

Nach Angaben der National Institutes of Health (USA) benötigen erwachsene Männer etwa 8 mg Eisen pro Tag, Frauen im gebärfähigen Alter sogar bis zu 18 mg, da sie durch die Menstruation mehr Eisen verlieren. In der Schwangerschaft steigt der Bedarf auf bis zu 27 mg pro Tag.

Was können Sie tun?

Der erste Schritt ist, Ihre Ernährung zu prüfen. Die mediterrane Ernährung, über die heute auch viele Ärzte sprechen, ist keine vorübergehende Modeerscheinung. Diese Ernährung ist reich an:
  • Vollkorngetreide, das viele Ballaststoffe enthält und der Leber bei der Entgiftung hilft,

  • grünem Blattgemüse, wie Spinat und Mangold, die pflanzliches Eisen liefern (wenn auch schlechter verwertbar),

  • Hülsenfrüchten, die viel Eisen, aber noch mehr Magnesium und Kalium enthalten,

  • frischem Obst, besonders Zitrusfrüchten, die Vitamin C liefern – und dieses hilft dem Körper, Eisen besser aufzunehmen,

  • rotem Fleisch in Maßen, das Hämeisen enthält – dies ist die Eisenform, die der Körper am leichtesten verwerten kann.

Aber Vorsicht: Menschen mit Fettleber essen oft zu viel von Lebensmitteln, die im Gegenteil schädlich sind. Dazu gehören vor allem verarbeitete Kohlenhydrate, Zucker, Weißmehl, fettiges Fast Food – all das belastet die Leber zusätzlich und verschlechtert die Eisenaufnahme. Und hier kommt ein weiteres Paradox: Um Sport zu treiben und Gewicht zu verlieren, bräuchten Sie genug Eisen. Aber wenn der Körper es nicht nutzen kann, sind Sie in einem Teufelskreis gefangen. Sie haben keine Energie für Bewegung, aber gerade Bewegung würde Ihre Leber verbessern.

Was sagt die Wissenschaft?

Forscher der Edith Cowan University sind überzeugt, dass die Behandlung der Fettleber anders beginnen muss, als wir bisher dachten. Nicht nur mit "Essen Sie weniger und bewegen Sie sich mehr", sondern vor allem damit, dem Körper zu helfen, Eisen besser zu verwerten. Erst dann fühlt man sich stark genug, um mit Bewegung zu starten.

Das bestätigt auch eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2020, veröffentlicht im Journal of Hepatology, die zeigte, dass Menschen mit funktionellem Eisenmangel schwerer Gewicht verloren, häufiger Muskelschmerzen hatten und sich nach dem Sport langsamer erholten.

Volksrezepte und Weisheiten

In der Volksmedizin wurde zur Stärkung von Blut und Leber seit Jahrhunderten die Brennnessel verwendet, die wahre Eisen- und Vitamin-C-Schätze birgt. Sie wurde als Tee, Suppe oder Saft genutzt. Auch das Trinken von Rote-Bete-Saft, der Blut und Leber reinigt, wurde oft empfohlen. Die Großmütter sagten: Rote Bete macht Blut.

Sehr beliebt war auch Melasse, eine dunkle Flüssigkeit, die bei der Zuckerherstellung übrigbleibt – sie enthält enorm viel Eisen und Mineralstoffe. Ein Löffel auf nüchternen Magen, und der Tag wird leichter. Heute findet man sie in Bioläden, und viele Ernährungsberater empfehlen sie.

Außerdem setzten unsere Vorfahren stark auf Bitterstoffe: Radicchio, Löwenzahn, Wermut ... All diese Pflanzen regen die Leber an und helfen bei der Entgiftung.

Was können Sie schon heute tun?

Wenn Sie den Verdacht haben, Ihre Leber ist überfordert, und Sie fühlen sich kraftlos, müssen Sie nicht gleich zum Arzt. Sie können schon heute anfangen:
  • Trinken Sie Tee aus Brennnessel (frisch oder getrocknet),

  • Nehmen Sie Zitronensaft in die Ernährung auf, der die Eisenaufnahme verbessert,

  • Geben Sie zum Frühstück Haferflocken mit Trockenfrüchten (zum Beispiel: Rosinen und getrocknete Aprikosen sind voller Eisen),

  • Vermeiden Sie Kaffee und Tee direkt nach einer Mahlzeit, da sie die Eisenaufnahme hemmen,

  • Bereiten Sie einmal pro Woche ein Gericht aus roter Linse oder Bohnen zu.

Und nicht vergessen:

Bewegung bedeutet nicht immer Laufen oder Fitnessstudio. Fangen Sie mit täglichen 15-minütigen Spaziergängen an. Wenn sich der Eisenhaushalt normalisiert, haben Sie mehr Energie und Antrieb für alles andere.

Fazit

Fettleber ist nicht nur ein Problem unserer Zeit. Sie ist ein stiller Feind, der Kraft, Motivation und Gesundheit raubt. Und vielleicht liegt der Schlüssel nicht nur im Abnehmen oder in Diäten, sondern im Verständnis der Rolle von Eisen, das wie ein Funke im Motor ist. Ohne ihn geht gar nichts.

Wenn Sie sich um Ihre Leber kümmern, kümmern Sie sich um Ihren ganzen Körper. Und wenn Sie mehr eisenhaltige Lebensmittel in Ihre Ernährung einbauen, machen Sie einen großen Schritt zu mehr Wohlbefinden, stärkerem Blut und mehr Lebensenergie.

Eine alte Volksweisheit sagt: Eine gesunde Leber für einen gesunden Körper.
 
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Februar 2015
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