- Das Auslassen des Frühstücks – ein stiller Fehler, der Ihr Feuer schwächt
Alte Heiler sagten oft: „Der morgendliche Hunger ist nicht der, den man ignoriert, sondern jener, der auf ein gestörtes Gleichgewicht im Körper hinweist.“ Und wenn wir die modernen Forschungen betrachten, stimmen sie vollkommen mit ihnen überein. Eine im Journal of Nutrition (2020) veröffentlichte Studie zeigte, dass Menschen, die regelmäßig frühstücken, ein um 31 % geringeres Risiko für die Entwicklung von Fettleibigkeit haben. Gleichzeitig haben sie einen stabileren Blutzucker im Laufe des Tages und eine bessere Konzentration.
Denn gerade in den ersten Stunden nach dem Aufwachen braucht der Körper am meisten Energie – um die Verdauung anzukurbeln, das Nervensystem aufzuwecken und Sie vor plötzlichen Energieabfällen zu schützen. Das Auslassen des Frühstücks ist vergleichbar mit dem Fahren eines Autos ohne Motoröl. Es funktioniert eine Weile, aber auf lange Sicht treten Probleme auf: Müdigkeit, Reizbarkeit, späte Heißhungerattacken und sogar eine Schwächung des Immunsystems.
In der traditionellen chinesischen Medizin sind die Verdauungsorgane morgens zwischen 7 und 9 Uhr am aktivsten – wenn wir dann nicht essen, verteilt sich die Energie im Körper ungleichmäßig, was zu langfristigen Problemen mit Energie und Schlaf führen kann.
Wenn Sie also das Frühstück direkt nach dem Aufstehen auslassen, beginnt der Körper, auf eigene Reserven zurückzugreifen – nicht auf Fett, wie viele denken, sondern häufig auf Muskeln und sogar Hormonreserven. Deshalb empfehlen wir: Auch wenn Sie morgens keinen Hunger haben, fangen Sie mit etwas Leichtem an – zum Beispiel einem Apfel mit einer Handvoll Nüssen, selbstgemachtem Kefir oder einem Löffel Honig mit etwas Haferflocken. Ihr Körper wird es Ihnen danken. - Spätes Frühstück – wenn der Zug schon ohne Sie abgefahren ist
Gehören Sie zu denen, die morgens erst aufs Handy schauen, dann E-Mails checken, vielleicht noch etwas Sport machen oder etwas länger liegen bleiben – und erst danach einen kleinen Snack zu sich nehmen? Das sieht harmlos aus, ist aber für Ihren Körper eine ähnliche Belastung, als hätten Sie den ganzen Vormittag nichts gegessen.
Eine Studie der Harvard School of Public Health aus 2019 zeigte, dass die beste Zeit für ein Frühstück innerhalb einer Stunde nach dem Aufstehen ist. Warum? Weil der Körper in dieser Zeit die aufgenommenen Nährstoffe am effizientesten verwerten kann und so die Wahrscheinlichkeit für die Ansammlung von Fettreserven reduziert wird.
Wenn Sie ein Morgen-Sportler sind und auf nüchternen Magen trainieren, gönnen Sie sich 10 bis 20 Minuten vorher einen kleinen Snack: eine Banane, ein paar Datteln, eine Handvoll Trockenfrüchte – gerade so viel, dass Sie dem Körper zeigen, dass Sie ihn nicht vergessen haben. Nach dem Training ist es entscheidend, innerhalb von zwei Stunden eine richtige Mahlzeit zu sich zu nehmen – und nicht nur Kaffee oder Fruchtsaft.
In der ayurvedischen, der indischen traditionellen Medizin, gilt das Prinzip, dass das Verdauungsfeuer am Vormittag – zwischen 10 und 14 Uhr – am stärksten ist, was bedeutet, dass der Körper dann bereits durch ein leichtes, aber vollwertiges Frühstück aufgewärmt sein muss.
Wenn er das nicht bekommt, beginnt das Gleichgewicht im Körper zu kippen – zuerst mit Verdauungsproblemen, dann mit Energie, später auch mit Gedächtnis und Stimmung. - Frühstück ohne Ballaststoffe und Eiweiß – leeres Stroh für den Körper
Sie kennen das sicher: Man hat es eilig, greift auf dem Weg zur Arbeit nebenbei zu einem Croissant, trinkt vielleicht einen süßen Kaffee oder einen Saft aus dem Laden. Für ein paar Minuten hat man das Gefühl, etwas gegessen zu haben – aber schon nach einer halben Stunde kommt der Hunger zurück, der Kopf wird trüb und man kann das zweite Frühstück kaum erwarten.
Warum?
Weil der Körper nicht bekommt, was er braucht – vor allem Ballaststoffe und Proteine. Ballaststoffe sind Pflanzenteile, die der Körper nicht verdauen kann – sie spielen jedoch eine außergewöhnlich wichtige Rolle: Sie verlangsamen die Verdauung, regulieren den Blutzucker und ernähren die guten Bakterien im Darm. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt der durchschnittliche Europäer nur etwa 18 Gramm Ballaststoffe pro Tag auf, obwohl wir mindestens 25 bis 30 Gramm benötigen. Proteine hingegen sind die Bausteine der Muskeln, Hormone und des Immunsystems.
Ein Frühstück, das ausreichend Protein enthält, kann laut einer Studie im American Journal of Clinical Nutrition (2021) den Wunsch nach ungesunden Snacks tagsüber um bis zu 60 % senken.
Was bedeutet also ein gesundes Frühstück?
Es muss nicht kompliziert sein. Es reicht, wenn es Folgendes enthält:
- einige vollwertige Kohlenhydrate (Haferflocken, Buchweizengrütze, Vollkornbrot),
- eine Proteinquelle (Joghurt, Quark, Eier, Nüsse),
- Ballaststoffe (frisches Obst, Samen, eine Gemüsebeilage oder Hülsenfrüchte).
Und keine Angst – auch hausgemachter Sauerkohl mit einem Stück Vollkornbrot und einem hart gekochten Ei kann ein ausgezeichnetes Frühstück sein, wenn Ihnen danach ist.
Zu viel Kaffee – wenn wir Energie wollen, aber Angst bekommen
Kaffee ist eine der beliebtesten morgendlichen Gewohnheiten – und das zu Recht. In moderaten Mengen bringt er sogar Vorteile. Zahlreiche Studien bestätigen, dass eine bis zwei Tassen Kaffee pro Tag das Risiko für Leberkrankheiten, Typ-2-Diabetes und sogar einige Krebsarten senken können. Doch das Schlüsselwort hier ist Mäßigung. Wenn Sie zum Frühstück zwei Tassen Kaffee trinken, gibt der Körper vielleicht einen Energieschub, aber zusammen damit kommen auch Zittern, Nervosität, erhöhter Puls und langfristig – hoher Blutdruck.
Wissenschaftler der kanadischen Universität McMaster haben festgestellt, dass der regelmäßige Konsum von mehr als 400 mg Koffein pro Tag (etwa drei Tassen Kaffee) bereits Schlaflosigkeit, Angst und Kopfschmerzen hervorrufen kann.
Deshalb empfehlen wir etwas, das schon unsere Vorfahren taten: Ersetzen Sie die zweite Tasse Kaffee durch ein Kräutergetränk.
Grüner Tee ist eine hervorragende Quelle für Antioxidantien (er enthält am meisten Katechine, die Zellschäden verhindern), wenn er Ihnen zu stark ist, probieren Sie Brennnesseltee, Pfefferminztee oder ein Salbeigetränk. In Slowenien haben wir ein reiches Erbe an Heilkräutern. Löwenzahntee etwa reinigt die Leber und fördert die Verdauung, Linde beruhigt und stärkt das Immunsystem. Warum also nicht den Tag mit etwas beginnen, das den Körper stärkt, ohne ihn aufzuwühlen?
Schlussgedanken
Das Frühstück ist nicht nur die erste Mahlzeit. Es ist ein stiller Heiler, der Sie vor vielen Plagen der modernen Zeit schützen kann – von Stress bis zu überflüssigen Kilos. Wenn Sie es auslassen, ist es, als würden Sie ein Haus ohne Fundament bauen. Wenn Sie es zu spät essen, ist es, als hätten Sie den Zug verpasst. Wenn Sie nur Süßes essen und zu viel Kaffee trinken, bekommt der Körper zwar Energie, aber es fehlt ihm an Kraft.
Deshalb laden wir Sie ein, sich morgens ein paar Minuten Zeit zu nehmen. Sagen Sie Ihrem Körper mit der richtigen Mahlzeit „Guten Morgen“. Nicht wegen der Regeln. Sondern wegen Ihnen selbst.























