Neuesten Nachrichten


Interaktive Widgets:




Maronen: die goldene Herbstfrucht, die Herz, Nieren und Knochen auf natürliche Weise unterstützen kannMaronen: die goldene Herbstfrucht, die Herz, Nieren und Knochen auf natürliche Weise unterstützen kannMaronen: die goldene Herbstfrucht, die Herz, Nieren und Knochen auf natürliche Weise unterstützen kannMaronen: die goldene Herbstfrucht, die Herz, Nieren und Knochen auf natürliche Weise unterstützen kannMaronen: die goldene Herbstfrucht, die Herz, Nieren und Knochen auf natürliche Weise unterstützen kann


Datum: 23. OKT 26 - GUT ZU WISSEN
Maronen: die goldene Herbstfrucht, die Herz, Nieren und Knochen auf natürliche Weise unterstützen kann
Esskastanien liefern für eine Nussfrucht überraschend viel Vitamin C, dazu Kalium, Magnesium und Ballaststoffe – und das bei deutlich weniger Fett als Walnuss oder Haselnuss ...

Wussten Sie, dass eine Handvoll gerösteter Maronen mehr Vitamin C enthält als fast jede andere Nuss? Während Walnüsse, Mandeln und Haselnüsse beim Vitamin C kaum etwas zu bieten haben, steckt die unscheinbare Esskastanie voller Überraschungen. Und das bei nur etwa einem Drittel der Kalorien anderer Nüsse.



Goethe und die Kastanien aus Kronberg



Wie sehr Maronen schon vor über 200 Jahren geschätzt wurden, zeigt ein Blick in die Familie des berühmtesten deutschen Dichters. Katharina Elisabeth Goethe, die Mutter von Johann Wolfgang von Goethe, schickte ihrem Sohn und seiner Familie Jahr für Jahr Esskastanien aus der Gegend um Frankfurt nach Weimar. Im November 1803 schrieb sie besorgt, dass ihr die Kastanien diesmal großen Verdruss bereiten: Weil der Wein nicht geraten sei, seien auch die Kastanien schlecht ausgefallen. Sie habe überall Bestellungen aufgegeben, und die Familie möge sich noch ein wenig gedulden. Der vollständige Brief ist im Projekt Gutenberg nachzulesen. Eine Mutter, die halb Hessen nach Kastanien absucht, damit ihr Sohn im Winter nicht darauf verzichten muss, sagt viel darüber aus, welchen Stellenwert diese Frucht damals hatte.



Das kommt nicht von ungefähr. Bevor Mais und Kartoffel nach Europa gelangten, waren Kastanien in vielen Bergregionen ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Das Historische Lexikon der Schweiz beschreibt, wie sie etwa im Tessin neben Gerste, Roggen und Hirse wesentlich zur Ernährung beitrugen. Man nannte sie deshalb auch das {-15685}Brot der Armen{-15701}.



Beliebte Herbstleckerei mit schlanker Bilanz



Maronen sind eine sehr beliebte und weit verbreitete Herbstleckerei, manchmal sogar ein Hauptgericht. Botanisch gehören sie zu den Nüssen. Sie enthalten jedoch erheblich weniger Fett als vergleichbare Früchte: Laut Utopia.de sind es nur rund 1,9 Gramm Fett pro 100 Gramm. Zum Vergleich: Macadamianüsse bringen es auf über 70 Gramm.



Deshalb gelten Maronen im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung als vergleichsweise figurfreundliche Knabberei. Ganz ohne Kalorien sind sie aber nicht. Als sinnvolle Portion gelten etwa 85 Gramm, das sind rund zehn geschälte Maronen. Wer deutlich mehr isst, spürt das mitunter durch Völlegefühl oder Blähungen, denn die Früchte sind reich an Stärke und Ballaststoffen.



Was steckt in einer Handvoll Maronen?



In einer Portion von 85 Gramm finden Sie etwa 180 bis 200 Kilokalorien. Dazu kommt rund ein Viertel des täglichen Bedarfs an Vitamin C, was unter den Nüssen eine echte Besonderheit ist. Laut EAT SMARTER stecken etwa 27 Milligramm Vitamin C in 100 Gramm Maronen.



Außerdem enthalten Maronen reichlich Folat, das sonst vor allem für grünes Blattgemüse typisch ist. Neben Vitamin C liefern Esskastanien auch die Vitamine B1, B2 und B6 sowie Folsäure. Folsäure ist an der Bildung roter Blutkörperchen und an der Zellteilung beteiligt.



Bei den Mineralstoffen fallen Magnesium, Kupfer, Mangan, Calcium, Eisen, Zink und vor allem Kalium auf. In 100 Gramm stecken rund 700 Milligramm Kalium. Einen besonderen Platz nehmen die Ballaststoffe ein, mit bis zu 8 Gramm pro 100 Gramm.



Magnesium ist laut dem österreichischen Gesundheitsportal gesundheit.gv.at unter anderem wichtig für die Knochenmineralisierung. Gemeinsam mit Calcium und Kupfer machen Maronen damit auch für die Knochen eine gute Figur.



Weil Maronen viel Stärke enthalten, ähneln sie in ihrer Zusammensetzung eher Kartoffeln und Mais als Walnüssen. Wer sich für den Vergleich verschiedener Nuss- und Eiweißquellen interessiert, findet dazu Wissenswertes im Rundgesund.com-Artikel Proteine, die nicht immer gesund sind.



Gekocht, geröstet oder als Tee



Sie können Maronen kochen, rösten oder sogar als Tee zubereiten. Immer haben sie ihren unverwechselbaren, eigenständigen und angenehmen Geschmack. Ihr Nährwert bleibt dabei weitgehend erhalten.



Wichtig: Maronen sollten vor dem Verzehr erhitzt werden. Erst dabei wird ein Teil der schwer verdaulichen Stärke in Zucker umgewandelt. Dadurch werden sie bekömmlicher und schmecken leicht süßlich. Ritzen Sie die Schale vor dem Rösten kreuzförmig ein, damit die Früchte im Ofen nicht platzen.



Rosskastanie: kein Lebensmittel, aber ein bekanntes Pflanzenmittel



Die Rosskastanie, die Kinder im Herbst so gerne sammeln, ist nicht mit der Esskastanie verwandt. Ihre Früchte sind nicht zum Essen geeignet. Rohe Rosskastaniensamen enthalten den giftigen Stoff Äsculin und dürfen keinesfalls verzehrt werden.



Aus den Samen werden jedoch standardisierte Extrakte, Tinkturen und Cremes hergestellt. Diese werden traditionell bei schweren, müden Beinen und Venenbeschwerden eingesetzt. Eine Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration von Max H. Pittler und Edzard Ernst kam zu dem Ergebnis, dass Rosskastaniensamenextrakt bei chronischer Veneninsuffizienz Beschwerden wie Beinschmerzen, Schwellungen und Juckreiz lindern kann. Eine Zusammenfassung dieser Ergebnisse ist auch frei zugänglich.



Solche Präparate sollten Sie nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker anwenden. Das gilt besonders, wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen. Auch bei Hämorrhoiden kommen Rosskastanienpräparate zur äußerlichen Anwendung, hier gehört eine ärztliche Abklärung ebenfalls an erste Stelle.



Maronen und das Herz



Das wenige Fett in Maronen besteht zu einem großen Teil aus ungesättigten Fettsäuren, vor allem aus der einfach ungesättigten Ölsäure. Daneben enthalten sie geringe Mengen der gesättigten Palmitinsäure. Wie spannend die Forschung rund um Ölsäure derzeit ist, lesen Sie im Rundgesund.com-Artikel Schützen Olivenöl und Walnüsse den Körper wirklich vor Krebs?.



Mindestens ebenso wichtig für das Herz sind die Ballaststoffe. Die Deutsche Herzstiftung erklärt, dass Ballaststoffe im Darm Gallensäuren binden, die überwiegend aus Cholesterin bestehen. Bei regelmäßigem Verzehr ballaststoffreicher Lebensmittel kann der Gesamtcholesterinspiegel dadurch um bis zu zehn Prozent sinken.



Hinzu kommt der hohe Kaliumgehalt. Kalium trägt zu einem normalen Blutdruck und zu einer normalen Muskelfunktion bei, also auch des Herzmuskels. Maronen ersetzen selbstverständlich keine ärztliche Behandlung. Als Baustein einer pflanzenbetonten Ernährung können sie das Herz-Kreislauf-System jedoch sinnvoll unterstützen.



Maronen, Wasserhaushalt und Verdauung



In der Volksheilkunde gelten Maronen als leicht entwässernd. Sie sollen die Ausscheidung von Wasser aus dem Körper fördern, was traditionell Nieren und Magen zugutekommen soll. Ein Grund dafür dürfte das reichlich enthaltene Kalium sein, das als Gegenspieler von Natrium am Wasserhaushalt des Körpers beteiligt ist.



Ihre Ballaststoffe können außerdem die Verdauung anregen und den Weg der Nahrung durch den Darm erleichtern. Wer seine Verdauung zusätzlich auf sanfte Weise unterstützen möchte, findet ein passendes Rezept im Rundgesund.com-Artikel Dieser grüne Abend-Drink könnte deiner Verdauung guttun – ein einfaches Rezept mit 5 Zutaten. Ein ähnliches Getränk stellt auch der Beitrag 4 Zutaten, ein Glas am Abend: Das Ingwer-Gurken-Petersilie-Zitrone-Getränk, das Ihren Stoffwechsel unterstützen kann vor.



Wichtiger Hinweis: Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion müssen ihre Kaliumzufuhr häufig begrenzen. Sie sollten mit ihrem Arzt besprechen, wie viele Maronen für sie geeignet sind.



Wohltuend bei entzündlichen Beschwerden?



Maronen enthalten Vitamin C, Polyphenole und weitere pflanzliche Stoffe mit antioxidativen Eigenschaften. Deshalb werden sie in der Erfahrungsheilkunde gerne Menschen empfohlen, die mit Gelenkbeschwerden wie Arthritis oder Rheuma leben. Wissenschaftlich belegt ist eine solche Wirkung durch den Verzehr von Maronen bisher nicht. Als Teil einer abwechslungsreichen, pflanzenreichen Ernährung, wie sie auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, haben sie aber durchaus ihren Platz.



Unser Fazit



Maronen sind weit mehr als eine duftende Leckerei vom Weihnachtsmarkt. Sie liefern Vitamin C, Kalium, Magnesium und Ballaststoffe, enthalten wenig Fett und machen angenehm satt. Genießen Sie sie in Maßen, am besten geröstet oder gekocht, und lassen Sie sich von Goethes Mutter inspirieren: Eine Tüte Maronen ist auch heute noch ein liebevolles Herbstgeschenk.


 
Maronen
 
Esskastanien
 
Herbstfrucht
 
Vitamin C
 
Goethe
 





Rundum gesund - RSS
Copyright (c)
Rundgesund.com
Februar 2015
π Kontakt:
info@rundgesund.com
Über uns   |   Facebook Rundum Gesund - Seitenanfang