Kein Mehl, keine Butter, kein Backpulver und keine Waage voller Zutaten: Diese Kekse bestehen aus genau drei Dingen, die in fast jeder Küche stehen. Nach zehn Minuten im Ofen duftet die ganze Wohnung nach gerösteten Erdnüssen. Wer sie einmal gebacken hat, hält sie oft für einen Küchentrick, der zu schön ist, um wahr zu sein.
Nur drei Zutaten, eine Schüssel und 10 Minuten im Ofen – mehr brauchen Sie nicht für Erdnusskekse, die von Natur aus ohne Gluten auskommen.
Ein König mit einer Schwäche für Erdnussbutter
Dass Erdnussbutter Menschen glücklich machen kann, wusste schon Elvis Presley. Der „König des Rock 'n' Roll“ war für seine Liebe zu in der Pfanne gebratenen Broten mit Erdnussbutter und Banane bekannt. Dieses Gericht wird in den Vereinigten Staaten bis heute „Elvis-Brot“ genannt und auf seinem Anwesen Graceland in Memphis gerne erwähnt. Ein Grundnahrungsmittel war das sicher nicht, aber es war ein Genuss, an dem er zeitlebens festhielt.
Ähnlich ging es einer unserer Leserinnen, einer Großmutter aus der Steiermark: „Meine Enkelin hat eine Glutenunverträglichkeit, und ich wollte ihr endlich Kekse backen, die sie bedenkenlos essen darf. Ich war skeptisch, ob das ohne Mehl überhaupt hält. Als die Kekse aus dem Ofen kamen, waren sie mürbe, duftend und nach zwei Tagen restlos verschwunden. Seitdem backen wir sie jeden Advent gemeinsam, und das Plattdrücken mit der Gabel ist ihre Lieblingsaufgabe.“
Wussten Sie, dass Sie mit nur drei Zutaten hervorragende Kekse backen können, die Sie sowohl geschmacklich als auch bei der Zubereitung begeistern werden? Sie brauchen nur 3 Zutaten, und gebacken sind die Kekse in 10 Minuten. Mit der Vorbereitung brauchen Sie insgesamt nicht länger als eine Viertelstunde.
Warum das Rezept ohne Mehl funktioniert
Aus Sicht der Ernährungslehre ist das Rezept erstaunlich klug aufgebaut. Die Erdnussbutter bringt Fett und Eiweiß mit und übernimmt damit die Aufgabe von Butter und Mehl zugleich. Das Ei bindet die Masse, und der Zucker sorgt beim Backen für die leicht knusprige Kruste. Weil kein Getreide im Spiel ist, sind die Kekse von Natur aus glutenfrei, ähnlich wie Gebäck aus Mais, über das wir im Artikel Warum ist Maisbrot so köstlich? berichtet haben.
Wer auf eine glutenfreie Ernährung angewiesen ist, sollte trotzdem einen Blick auf das Etikett werfen. Manche Erdnussbutter wird in Betrieben hergestellt, die auch Getreide verarbeiten. Hinweise zum sicheren Einkauf gibt die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft.
Was steckt in der Erdnussbutter?
Erdnüsse sind botanisch gesehen keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte. Laut einem Beitrag der AOK bestehen sie zu rund einem Viertel aus Eiweiß und liefern unter anderem Magnesium, Vitamin E und B-Vitamine. Gleichzeitig ist Erdnussbutter sehr energiereich: 100 Gramm enthalten um die 600 Kilokalorien.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich etwa 25 Gramm Nüsse zu essen, und zählt Erdnüsse dazu. Darauf weist auch Öko-Test in seinem Erdnuss-Test hin. Warum gerade Nüsse und hochwertige Fette in der Ernährungsforschung so viel Aufmerksamkeit bekommen, lesen Sie im Artikel Schützen Olivenöl und Walnüsse den Körper wirklich vor Krebs?
Unser Tipp zum Einkauf: Greifen Sie zu einer Erdnussbutter mit möglichst hohem Erdnussanteil und ohne zugesetzten Zucker oder Palmfett. Stiftung Warentest hat 21 Erdnussbutter-Produkte geprüft, und bei mehreren war Zucker zugesetzt. Da im Rezept ohnehin Zucker steckt, ist eine ungesüßte Erdnussbutter die bessere Wahl.
Ein ehrliches Wort zum Zucker
Diese Kekse sind eine Nascherei und kein Gesundheitsprodukt. 200 Gramm Zucker sind eine beachtliche Menge. Rechnet man das Rezept grob durch, ergeben sich etwa 30 Kekse mit jeweils rund 90 Kilokalorien. Das ist eine Schätzung, die je nach Größe und Erdnussbutter abweicht. Ein oder zwei Stück zum Kaffee sind ein schöner Genuss. Wer mehr über die verschiedenen Zuckerarten wissen möchte, findet Hintergründe im Artikel Die bittere Wahrheit über Fructose.
Wichtiger Hinweis: Erdnüsse gehören zu den Lebensmitteln mit einem vergleichsweise hohen Allergiepotenzial, worauf auch die Verbraucherzentrale Bayern hinweist. Wenn Sie Gäste bewirten oder für Kinder backen, fragen Sie vorher nach möglichen Allergien.
Zutaten:
- 200 Gramm Zucker
- 1 Ei
- 300 Gramm Erdnussbutter
Zubereitung:
Vermischen Sie alle drei Zutaten in einer Schüssel, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Formen Sie dann mit den Händen kleine Kugeln, legen Sie diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und drücken Sie die Kugeln mit einer Gabel flach. Backen Sie die Kekse 10 Minuten bei 190 Grad Celsius.
Tipps aus der Backstube
- Geduld nach dem Backen: Frisch aus dem Ofen sind die Kekse noch weich und brechen leicht. Lassen Sie sie etwa zehn Minuten auf dem Blech abkühlen, dann werden sie fest und mürbe.
- Weniger süß: Viele Leser reduzieren den Zucker auf 150 Gramm. Die Kekse werden dadurch etwas weicher, schmecken aber intensiver nach Erdnuss.
- Brauner Zucker: Mit braunem Rohrzucker bekommen die Kekse eine leichte Karamellnote.
- Verfeinern: Eine Prise Meersalz oder ein paar Stückchen dunkle Schokolade passen hervorragend zu den Kekse.
- Ohne Ei: Ein Esslöffel gemahlener Leinsamen, verrührt mit drei Esslöffeln Wasser und zehn Minuten quellen gelassen, kann das Ei ersetzen.
- Aufbewahren: In einer gut verschlossenen Dose bleiben die Kekse mehrere Tage frisch.
Die gesamte Zubereitung der mürben Kekse können Sie sich im folgenden Video ansehen.

























