Neuesten Nachrichten


Interaktive Widgets:




Wenn Eis zur Wohltat wird: Orangen-Ingwer-Eis mit Vitamin C für die kalte JahreszeitWenn Eis zur Wohltat wird: Orangen-Ingwer-Eis mit Vitamin C für die kalte JahreszeitWenn Eis zur Wohltat wird: Orangen-Ingwer-Eis mit Vitamin C für die kalte JahreszeitWenn Eis zur Wohltat wird: Orangen-Ingwer-Eis mit Vitamin C für die kalte JahreszeitWenn Eis zur Wohltat wird: Orangen-Ingwer-Eis mit Vitamin C für die kalte Jahreszeit


Datum: 2. OKT 26 - GUT ZU WISSEN
Wenn Eis zur Wohltat wird: Orangen-Ingwer-Eis mit Vitamin C für die kalte Jahreszeit
Vitamin C ist hitzeempfindlich – daher sollte Fruchtsaft möglichst wenig erhitzt werden. Dieses Eis, zubereitet mit frischem Orangensaft, Ingwer, Honig und Pektin, vereint köstlichen Geschmack mit einer Extraportion Vitamin C.

Wenn Eis zur Wohltat wird: Orangen-Ingwer-Eis mit Vitamin C für die kalte Jahreszeit



Vitamin C ist hitzeempfindlich – deshalb lohnt es sich, Fruchtsaft möglichst wenig zu erhitzen. Dieses Eis aus frischem Orangensaft, Ingwer, Honig und Pektin verbindet Genuss mit einer Extraportion Vitamin C und kann eine abwechslungsreiche Ernährung in der Erkältungszeit auf köstliche Weise ergänzen.



Eis mitten im Herbst – und dann auch noch als kleine Wohltat für die Abwehrkräfte? Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, hat einen einfachen Hintergrund: Vitamin C verträgt Hitze schlecht. Wer frischen Orangensaft lange kocht, verliert einen beachtlichen Teil davon. Wer ihn dagegen kühl genießt, behält ihn. Und was ist kühler als ein selbstgemachtes Eis?



Der Nobelpreisträger, der auf Vitamin C schwor



Kaum jemand hat das Vitamin C so berühmt gemacht wie der amerikanische Chemiker Linus Pauling, der als einziger Mensch zwei ungeteilte Nobelpreise erhielt (Chemie 1954, Frieden 1962). In den 1970er-Jahren wurde er zum leidenschaftlichsten Fürsprecher des Vitamins. Er nahm selbst täglich große Mengen zu sich und war überzeugt, dass ihn das vor Erkältungen schützte. Ihm zu Ehren trägt heute das Linus Pauling Institute der Oregon State University seinen Namen, das die Forschung zu Vitamin C gesammelt aufbereitet.



Die Wissenschaft sieht das heute nüchterner. Eine große Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration (Hemilä & Chalker, 2013) kam zu dem Ergebnis, dass eine regelmäßige Vitamin-C-Zufuhr Erkältungen bei den meisten Menschen nicht verhindert. Die Dauer der Beschwerden kann sie aber im Schnitt etwas verkürzen. Paulings Begeisterung war also übertrieben, ganz unrecht hatte er dennoch nicht. Denn Vitamin C trägt nachweislich zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, und eine ausreichende Versorgung über die tägliche Ernährung lohnt sich.



Eine Leserin erzählte uns, dass sie diese Eiswürfel jeden Herbst auf Vorrat zubereitet: „Wenn die Kinder aus der Schule kommen und über Halskratzen klagen, ist so ein kühler, süß-scharfer Würfel viel beliebter als jeder Tee. Und ich weiß, dass sie dabei frisches Obst bekommen.“



Ein altes Hausmittel, neu gedacht



Schon unsere Großmütter wussten, dass auch ein Eis guttun kann. Bekannt ist nämlich, dass Vitamin C bei hohen Temperaturen unbeständig ist. Auch wir haben in unserem Artikel Das vergessene Wundermittel Kartoffelsaft: Warum es sich lohnt, ihn wiederzuentdecken beschrieben, wie viel von diesem Vitamin beim Kochen verloren geht. Ein kühles Eis ist deshalb eine logische Wahl. Das gilt allerdings nicht für jedes beliebige Eis. Vor allem auf die Zutaten kommt es an.



Das heutige Rezept vereint frischen Orangen- und Zitronensaft, Ingwer, Honig und Pektin. Orangen liefern reichlich Vitamin C. Laut Diabetes Austria enthalten 100 Gramm Orange fast 50 Milligramm davon. Ein Glas frisch gepresster Saft trägt damit spürbar zum Tagesbedarf bei, den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Erwachsene mit rund 95 bis 110 Milligramm angibt. Ingwer gilt traditionell als wärmendes Gewürz und wird seit Langem bei Verdauungsbeschwerden und Übelkeit verwendet. Diese Anwendung wird laut einer Zusammenstellung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie sowohl von der Kommission E beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als auch von der European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) anerkannt. Ob Ingwer Erkältungen vorbeugt, ist dagegen nicht eindeutig belegt.



Mehr über die Knolle lesen Sie in unserem Artikel Abnehmen mit Ingwer. Wie soll man sonst 5 kg abnehmen?. Ein weiteres beliebtes Ingwer-Getränk finden Sie unter Abtransport der Giftstoffe, Fettschmelzer und Blutdrucksenker.



Das Rezept: Orangen-Ingwer-Eis mit Pektin



Zutaten (für etwa 8 bis 10 Eiswürfel oder 4 kleine Eis am Stiel):



  • 1 Glas (ca. 200 ml) frisch gepresster Orangensaft

  • Saft einer halben Zitrone

  • 1/3 Tasse brauner Zucker

  • 1 Esslöffel Honig

  • 1 Esslöffel frisch geriebener Ingwer

  • 1 Prise Paprika- oder Chilipulver

  • 1 Esslöffel Whisky (nach Wunsch, für Kinder weglassen)

  • 1 Esslöffel Pektin



Zubereitung:



Ein Viertel des Orangensaftes mit dem braunen Zucker und dem geriebenen Ingwer in einen kleinen Topf geben. Das Pektin vorher mit einem Teil des Zuckers vermischen, damit es nicht klumpt, und unterrühren. Die Mischung aufkochen und unter Rühren etwa eine Minute köcheln lassen. Pektin braucht diese kurze Hitze, um seine Gelierkraft zu entfalten.



Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung etwas abkühlen lassen. Erst wenn sie nur noch lauwarm ist, den restlichen Orangensaft, den Zitronensaft, den Honig, die Prise Paprika- oder Chilipulver und nach Wunsch den Whisky einrühren. So bleibt der größte Teil des Vitamin C aus dem frischen Saft erhalten, und auch der Honig wird nicht unnötig erhitzt.



Die Masse in Eisförmchen oder Eiswürfelbehälter füllen und für mindestens vier Stunden ins Gefrierfach stellen.



So ein eisiges Dessert schenkt Ihnen eine kleine Portion Energie und ist eine erfrischende Ergänzung zu einer vitaminreichen Ernährung.



Unser Tipp: Ein Eiswürfel in einem Glas lauwarmem Wasser ergibt im Handumdrehen ein fruchtig-scharfes Getränk. Wer die Kombination aus Säure und Süße mag, sollte auch unseren Beitrag Wissen Sie, was passiert, wenn Sie Zimt und Zitrone mischen? lesen.



Wissenswertes über Pektin



Pektin ist jener Stoff, der dafür sorgt, dass Marmelade schön fest wird. Es kommt natürlich in Früchten vor, besonders reichlich in Äpfeln und in der Schale von Zitrusfrüchten. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Bezeichnung E440 und gilt als unbedenklich. Das hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in ihrer Neubewertung von 2017 bestätigt.



Ernährungsphysiologisch gehört Pektin zu den löslichen Ballaststoffen. Es kann eine gesunde Verdauung unterstützen. Für die tägliche Aufnahme von mindestens 6 Gramm Pektin hat die EFSA außerdem bestätigt, dass es zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut beiträgt. Die Menge in unserem Eis ist natürlich deutlich kleiner. Ein Eiswürfel ersetzt also keine ballaststoffreiche Kost mit Obst, Gemüse und Vollkorn. In der Volksheilkunde wird Pektin gern als „sanfteste Art der Entgiftung“ bezeichnet. Wissenschaftlich belegt ist eine solche Wirkung bei gesunden Menschen jedoch nicht, denn unsere Leber und Nieren erledigen diese Aufgabe selbst.



Worauf Sie achten sollten




  • Empfindlicher Magen: Zitrusfrüchte, Chili und Alkohol können eine gereizte Magenschleimhaut zusätzlich belasten. Die Techniker Krankenkasse empfiehlt in solchen Fällen mildere Sorten wie Orangen oder Clementinen und rät, Säfte mit Wasser zu verdünnen. Lassen Sie Chili und Whisky im Zweifel einfach weg.

  • Honig und Kleinkinder: Für Kinder unter einem Jahr ist Honig nicht geeignet.

  • Ingwer: Laut Apotheken Umschau sollten Schwangere Ingwer nur sparsam verwenden. Da Ingwer die Blutgerinnung beeinflussen kann, sprechen Menschen, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, größere Mengen am besten mit ihrem Arzt ab.

  • Zucker: Das Eis enthält Zucker und Honig. Es ist eine Leckerei, keine Medizin. Genießen Sie es in Maßen.



Bei anhaltenden Beschwerden, Fieber oder Magenschmerzen ersetzt kein Hausmittel den Weg zum Arzt.



Weitere natürliche Begleiter für die kalte Jahreszeit



Wer weitere Ideen sucht, findet bei uns noch mehr Rezepte: Honig verbindet sich hervorragend mit Gewürzen, wie unser Artikel Duo, das Wunder wirkt: Honig und Zimt zeigt. Bei Hustenreiz lohnt sich ein Blick auf das Schnelle Rezept gegen Husten. Und dass Vitamin C nicht nur in Zitrusfrüchten steckt, beweist unser Beitrag Drei erstaunliche Arten, wie man Petersilie noch verwenden kann.


 
Orangen-Ingwer-Eis
 
Vitamin C
 
Linus Pauling
 
Erkältungszeit
 
Gesunde Ernährung
 





Rundum gesund - RSS
Copyright (c)
Rundgesund.com
Februar 2015
π Kontakt:
info@rundgesund.com
Über uns   |   Facebook Rundum Gesund - Seitenanfang