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Ein Löffel Honig, ein Löffel Walnüsse: Warum diese alte Kombination selbst Fachleute neugierig machtEin Löffel Honig, ein Löffel Walnüsse: Warum diese alte Kombination selbst Fachleute neugierig machtEin Löffel Honig, ein Löffel Walnüsse: Warum diese alte Kombination selbst Fachleute neugierig machtEin Löffel Honig, ein Löffel Walnüsse: Warum diese alte Kombination selbst Fachleute neugierig machtEin Löffel Honig, ein Löffel Walnüsse: Warum diese alte Kombination selbst Fachleute neugierig macht


Datum: 29. SEP 26 - GUT ZU WISSEN
Ein Löffel Honig, ein Löffel Walnüsse: Warum diese alte Kombination selbst Fachleute neugierig macht
Walnüsse und Honig liefern Vitamine, Mineralstoffe, pflanzliche Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien. Studien zeigen, dass Walnüsse im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung einen positiven Einfluss auf Blutdruck und Cholesterinspiegel haben können.

Drei Zutaten, zwei Minuten Arbeit, und das Ergebnis erinnert an die Hausapotheke unserer Großmütter: gemahlene Walnüsse, ein Löffel Honig und ein paar Tropfen Zitronensaft. Was früher in vielen Familien als Stärkungsmittel für den Winter galt, bekommt heute Rückenwind aus der Wissenschaft – zumindest was die Walnuss betrifft. Große Studien zeigen, dass schon eine Handvoll Walnüsse täglich messbare Veränderungen im Körper bewirken kann.



Eine Leserin, pensionierte Lehrerin, erzählte uns, wie sie das Rezept von ihrer Mutter übernommen hat: „Im Herbst stand bei uns immer ein Glas mit Nüssen und Honig im Kühlschrank. Ich habe die Gewohnheit wieder aufgenommen, als ich mich im Winter ständig müde fühlte. Ein Löffel zum Frühstück ersetzt bei mir inzwischen das süße Gebäck – ich bin länger satt und habe am Vormittag keinen Heißhunger mehr.“ Ihre Hausärztin, so sagt sie, hatte nichts dagegen – solange der Honig nicht zusätzlich zum Zucker kommt, sondern ihn ersetzt.



Was steckt in Walnüssen und Honig?



Walnüsse in Kombination mit Honig sind ein altbewährtes Hausmittel, das in der Volksheilkunde vieler Länder einen festen Platz hat. Die Mischung enthält Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß, wertvolle Fette und schnell verfügbare Kohlenhydrate, die dem Körper Kraft und Energie geben und gleichzeitig länger sättigen.



Walnüsse bestehen zu rund zwei Dritteln aus Fett, wobei der Großteil auf ungesättigte Fettsäuren entfällt. Unter allen Nüssen haben sie den höchsten Anteil an Alpha-Linolensäure, einer pflanzlichen Omega-3-Fettsäure. Dazu kommen Vitamin E, B-Vitamine, Magnesium, Kalium, Zink, Kupfer und Mangan (Nährwertangaben z. B. in der Datenbank FoodData Central des US-Landwirtschaftsministeriums). Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich eine kleine Handvoll Nüsse zu essen. In der Europäischen Union darf sogar offiziell damit geworben werden, dass Walnüsse zur Verbesserung der Elastizität der Blutgefäße beitragen – vorausgesetzt, man isst täglich etwa 30 Gramm (Grundlage ist eine Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)).



Honig besteht zu etwa vier Fünfteln aus Frucht- und Traubenzucker. Seine Vitamine und Mineralstoffe liegen nur in kleinen Mengen vor, doch er enthält Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe, die ihm seit jeher einen guten Ruf verschaffen. Die Zitrone steuert Vitamin C und eine frische Säure bei, die die Süße ausgleicht.



Wer tiefer in die Welt der Walnüsse eintauchen möchte, findet mehr in unserem Beitrag Schützen Olivenöl und Walnüsse den Körper wirklich vor Krebs?



So wird die Mischung zubereitet



Nach einer alten Empfehlung, die sich hartnäckig hält, soll man dreimal täglich einen Löffel dieser Mischung essen. Man vermischt einen Esslöffel Honig mit einem Esslöffel gemahlener Walnüsse und gibt einige Tropfen Zitronensaft dazu. Die Mischung kann jedes Mal frisch zubereitet oder in größerer Menge angesetzt und im Kühlschrank aufbewahrt werden.



Tipp aus der Ernährungsberatung: Dreimal täglich ein Esslöffel ergibt zusammen etwa 300 bis 350 Kilokalorien – so viel wie eine kleine Mahlzeit. Für die meisten Menschen reicht deshalb ein Löffel am Tag, zum Beispiel morgens ins Joghurt oder in den Haferbrei. Nüsse am besten frisch mahlen, denn gemahlene Walnüsse werden wegen ihrer empfindlichen Fette schnell ranzig.



Honig und Zitrone sind übrigens auch in anderen Hausrezepten ein beliebtes Duo, etwa in unserem Schnelles Rezept gegen Husten oder in der Kombination Duo, das Wunder wirkt: Honig und Zimt.



Was kann passieren, wenn man regelmäßig Walnüsse und Honig mit Zitrone isst?



1. Unterstützung für einen gesunden Blutdruck


Für den Honig selbst gibt es hierzu kaum belastbare Daten, für Walnüsse dagegen schon. In einer Studie der Pennsylvania State University, veröffentlicht im Journal of the American Heart Association, sank der zentrale Blutdruck bei Teilnehmern, die gesättigte Fette teilweise durch Walnüsse ersetzten. Die große Studie „Walnüsse und gesundes Altern“ aus Barcelona und Kalifornien, erschienen in der Fachzeitschrift Circulation, zeigte nach zwei Jahren niedrigere Werte des ungünstigen LDL-Cholesterins. Wichtig: Wer Bluthochdruck hat, sollte verschriebene Medikamente keinesfalls eigenmächtig absetzen. Verlässliche Informationen bietet die Deutsche Hochdruckliga.



2. Kopfschmerzen


In der Volksheilkunde wird die Mischung auch bei Kopfschmerzen empfohlen. Wissenschaftlich belegt ist das nicht, doch es gibt nachvollziehbare Überlegungen: Walnüsse liefern Magnesium, und ein leerer Magen oder schwankender Blutzucker gelten bei manchen Menschen als Auslöser. Ein kleiner nahrhafter Imbiss kann dann durchaus Erleichterung verschaffen. Bei häufigen oder starken Kopfschmerzen gehört die Ursache aber ärztlich abgeklärt – Hinweise gibt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. Wer es natürlich mag, findet eine weitere Idee in unserem Beitrag Warum müssten wir jeden Tag Zitronensaft mit Kurkuma trinken?



3. Wohltuend für den Magen


Ein bekanntes Hausmittel zur Linderung von Magenbeschwerden ist Walnussmilch mit Honig. Dafür 20 Gramm gemahlene Walnüsse mit heißem Wasser übergießen, gut umrühren und durch ein Baumwolltuch abseihen. In die Milch zwei Löffel Honig geben und jeweils eine halbe Stunde vor dem Essen einen oder zwei Schlucke trinken. Viele empfinden das als mild und wohltuend. Ein Magengeschwür ist allerdings eine ernsthafte Erkrankung, die häufig durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht wird und ärztlich behandelt werden muss – mehr dazu im staatlichen Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit. Das Hausmittel kann die Behandlung höchstens begleiten, nicht ersetzen.



4. Für Vitalität bei Männern und Frauen


Walnüsse und Honig wurden schon seit jeher von Männern wie Frauen als Stärkungsmittel geschätzt, traditionell über 20 bis 30 Tage. Interessant ist eine Studie der University of California, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Biology of Reproduction: Junge Männer, die zwölf Wochen lang täglich 75 Gramm Walnüsse aßen, zeigten eine verbesserte Spermienqualität. Bei anhaltenden Beschwerden im Intimbereich ist dennoch ein Gespräch mit dem Arzt der richtige Weg, denn dahinter können auch Herz-Kreislauf-Probleme stecken.



5. Bei Müdigkeit und Eisenmangel


Auch wenn wir glauben, abwechslungsreich und vitaminreich zu essen, ist das nicht immer der Fall. Viele moderne Lebensmittel sind stark verarbeitet und liefern weniger Nährstoffe, als man denkt. Walnüsse enthalten pflanzliches Eisen, und das Vitamin C aus der Zitrone hilft dem Körper, dieses Eisen besser aufzunehmen. Die Mischung kann daher eine sinnvolle Ergänzung sein. Anhaltende Müdigkeit sollte man aber immer ärztlich abklären lassen – ein Blutbild zeigt schnell, ob tatsächlich ein Eisenmangel vorliegt.



Für wen die Mischung nicht geeignet ist



  • Säuglinge unter einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen, da er Sporen enthalten kann, die bei Babys eine gefährliche Vergiftung auslösen können (siehe Bundesinstitut für Risikobewertung).

  • Menschen mit Diabetes sollten Honig wie Zucker behandeln und die Menge mit ihrem Arzt oder ihrer Ernährungsberaterin absprechen.

  • Bei einer Nussallergie ist die Mischung tabu – Informationen bietet der Deutsche Allergie- und Asthmabund.

  • Wer auf sein Gewicht achtet, sollte den hohen Energiegehalt einplanen und lieber einen Löffel am Tag statt drei genießen.



Dass Honig nicht nur schmeckt, sondern in Maßen auch sinnvoll sein kann, zeigt übrigens eine Übersichtsarbeit der Cochrane-Bibliothek: Bei Kindern ab einem Jahr linderte Honig Husten ähnlich gut wie manche frei verkäuflichen Mittel. Einen weiteren Klassiker mit Zitrone finden Sie im Beitrag Wissen Sie, was passiert, wenn Sie Zimt und Zitrone mischen?



Unser Fazit


Ein Löffel Walnüsse mit Honig und Zitrone ist kein Ersatz für Medikamente, aber ein köstliches, einfaches Ritual, das wertvolle Nährstoffe liefert und den süßen Heißhunger zähmen kann. Die Walnuss ist dabei der eigentliche Star: Für sie gibt es inzwischen solide Studien. Der Honig macht die Mischung zu einem Genuss – und wie bei allem Süßen gilt: Die Menge macht es aus.


 
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Februar 2015
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