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Zwei Löffel täglich: Das stille Kraftpaket aus dem Kürbis, das Schlaf, Herz und Immunsystem unterstützen könnteZwei Löffel täglich: Das stille Kraftpaket aus dem Kürbis, das Schlaf, Herz und Immunsystem unterstützen könnteZwei Löffel täglich: Das stille Kraftpaket aus dem Kürbis, das Schlaf, Herz und Immunsystem unterstützen könnteZwei Löffel täglich: Das stille Kraftpaket aus dem Kürbis, das Schlaf, Herz und Immunsystem unterstützen könnteZwei Löffel täglich: Das stille Kraftpaket aus dem Kürbis, das Schlaf, Herz und Immunsystem unterstützen könnte


Datum: 4. SEP 26 - GUT ZU WISSEN
Zwei Löffel täglich: Das stille Kraftpaket aus dem Kürbis, das Schlaf, Herz und Immunsystem unterstützen könnte
Kürbisproteinpulver vereint pflanzliches Eiweiß mit Magnesium, Zink, Eisen und Antioxidantien. Erste Studien deuten darauf hin, dass es einen sinnvollen Beitrag zu Herzgesundheit, Prostatafunktion und Schlafqualität leisten kann ...

Zwei Esslöffel, ein Glas warme Milch, fünf Minuten Zeit – mehr braucht es nicht, um dem Körper eine geballte Ladung an Mineralstoffen zuzuführen, die viele Menschen über die normale Ernährung kaum in ausreichender Menge aufnehmen. Kürbisproteinpulver hat sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp der pflanzlichen Ernährungsszene zu einem festen Bestandteil vieler Küchen entwickelt – und das aus gutem Grund.



Eine Leserin aus unserer Community berichtete uns kürzlich, dass sie nach wochenlangen Einschlafproblemen versuchsweise abends einen Löffel Kürbisprotein in warme Milch einrührte. Nach eigener Aussage schlief sie merklich schneller ein und fühlte sich am nächsten Morgen ausgeruhter. Solche Erfahrungsberichte sind natürlich kein wissenschaftlicher Beweis, decken sich aber mit dem, was die Forschung zu den Inhaltsstoffen von Kürbiskernen bereits nahelegt.



Ein pflanzliches Kraftpaket mit vielen Gesichtern



Kürbisproteine gelten als eine der besten pflanzlichen Eiweißquellen überhaupt – reich an Nährstoffen und dabei leicht in den Alltag zu integrieren. Zwei Esslöffel des Pulvers lassen sich problemlos in Smoothies, Joghurt, Milch oder sogar in eine klare Gemüsebrühe einrühren, um dem Körper eine konzentrierte Portion an Mineralstoffen und Vitaminen zuzuführen.



Neben gesunden Fetten liefert Kürbisprotein vor allem Magnesium und Zink – zwei Mineralstoffe, die in dieser Kombination besonders gut zusammenwirken. Das macht das Pulver auch für ältere Menschen und Sportler interessant. Kürbiskerne werden in der Forschung zudem mit mehreren positiven Effekten auf die Herzgesundheit und die Prostatafunktion in Verbindung gebracht, und einige Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für bestimmte Krebsarten hin. Reich an Antioxidantien und Eisen, bringt ein gehäufter Löffel des Pulvers dabei rund 50 Kalorien mit.



Was die Forschung zu Entzündungen und Zellschutz sagt



Verantwortlich für viele dieser Effekte sind vor allem die enthaltenen Antioxidantien, die dazu beitragen können, Zellen vor freien Radikalen zu schützen und entzündliche Prozesse im Körper zu regulieren. In Tierversuchen an Ratten zeigte sich, dass eine regelmäßige Zufuhr von Kürbisprotein arthritische Entzündungssymptome deutlich reduzieren konnte (Studie auf PubMed). Ob sich diese Ergebnisse eins zu eins auf den Menschen übertragen lassen, ist noch nicht abschließend geklärt – die Datenlage ist aber vielversprechend genug, um Kürbisprotein einen festen Platz in einer entzündungsbewussten Ernährung einzuräumen.



Auch im Zusammenhang mit bestimmten Krebsarten – etwa Magen-, Brust-, Lungen- und Darmkrebs – zeigen Beobachtungsstudien interessante Zusammenhänge, ebenso wie ein möglicherweise reduziertes Brustkrebsrisiko bei Frauen nach den Wechseljahren (Studie auf PubMed). Auch hier gilt: Es handelt sich um Beobachtungsdaten, die einen möglichen Zusammenhang aufzeigen, aber keine Garantie oder einen Ersatz für eine ärztliche Vorsorge darstellen.



Magnesium: Der unterschätzte Mineralstoff im Alter



Ernährungswissenschaftliche Analysen zeigen, dass Kürbiskerne zu den besten natürlichen Magnesiumquellen zählen. Das ist relevant, denn ein spürbarer Teil der älteren Bevölkerung in Europa nimmt über die tägliche Ernährung tendenziell weniger Magnesium auf, als empfohlen wird – ein Umstand, den auch das Magnesium-Fact-Sheet des NIH Office of Dietary Supplements ausführlich dokumentiert.



Magnesium ist an weit über 300 biochemischen Reaktionen im Körper beteiligt. Ein anhaltend niedriger Magnesiumspiegel wird unter anderem mit erhöhtem Blutdruck, einem größeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verminderter Knochenstabilität und Schwankungen im Blutzuckerhaushalt in Verbindung gebracht. Eine Beobachtungsstudie fand zudem Hinweise darauf, dass ein regelmäßiger Verzehr von Kürbiskernen mit einem deutlich geringeren Diabetesrisiko einhergehen könnte (Studie auf PubMed) – auch das ein Zusammenhang, der weitere Forschung verdient, aber kein Freibrief für unkontrollierten Verzehr ist.



Zink, Tryptophan und der Weg zu besserem Schlaf



Eine ebenso wichtige Rolle spielt Zink, das an der Umwandlung von Tryptophan zu Serotonin beteiligt ist. Serotonin wiederum ist die Vorstufe von Melatonin, dem Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Ein erholsamerer Schlaf kann dazu beitragen, dass sich der Körper besser regeneriert – was sich wiederum positiv auf das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden auswirken kann.



Ein Wermutstropfen: Phytinsäure



Wie die meisten Nüsse und Samen enthalten auch Kürbiskerne Phytinsäure, die die Aufnahme bestimmter Nährstoffe im Körper hemmen kann. Wer die Wirkung von Kürbisprotein optimal nutzen möchte, sollte daher idealerweise mindestens zwei Stunden Abstand zu anderen phytinsäurereichen Lebensmitteln einhalten – dazu zählen unter anderem Mandeln, Bohnen, Paranüsse, Haselnüsse, Linsen, Mais, Erdnüsse, Erbsen, Reis, Sesam, Soja, Tofu, Walnüsse, Weizen und damit auch klassisches Brot.



Auf der anderen Seite hat Phytinsäure auch positive Eigenschaften: Sie wird mit einem gewissen Schutz vor Nierensteinen sowie einem möglicherweise geringeren Risiko für Darmkrebs in Verbindung gebracht.



So lässt sich Kürbisprotein einfach in den Alltag integrieren



Ein bewährtes Ritual: abends nach dem Essen ein Glas warme Milch oder warmes Wasser mit einem Löffel Kürbisprotein für einen ruhigeren Schlaf, morgens ein Löffel im Smoothie mit Obst, Joghurt oder Gemüse für einen energiereichen Start in den Tag.



Wer mag, kann sich sein Proteinpulver auch selbst aus gemahlenen Kürbiskernen herstellen. Empfehlenswert ist grundsätzlich ein möglichst naturbelassenes Pulver aus kontrolliert biologischem Anbau.


 
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Februar 2015
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