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Ihre Füße wissen mehr, als Sie denken: 6 Signale, die Sie nicht ignorieren solltenIhre Füße wissen mehr, als Sie denken: 6 Signale, die Sie nicht ignorieren solltenIhre Füße wissen mehr, als Sie denken: 6 Signale, die Sie nicht ignorieren solltenIhre Füße wissen mehr, als Sie denken: 6 Signale, die Sie nicht ignorieren solltenIhre Füße wissen mehr, als Sie denken: 6 Signale, die Sie nicht ignorieren sollten


Datum: 28. AUG 26 - GUT ZU WISSEN
Ihre Füße wissen mehr, als Sie denken: 6 Signale, die Sie nicht ignorieren sollten
Kalte Zehen, ein Kribbeln, ein hartnäckiger Juckreiz oder ein geschwollener Knöchel – meist steckt einfach ein anstrengender Tag dahinter.

Ziehen Sie für einen Moment die Schuhe aus und betrachten Sie Ihre Füße, als würden Sie sie zum ersten Mal sehen. Sind sie kalt, obwohl es im Zimmer warm ist? Jucken sie, obwohl Sie sie gerade erst gewaschen haben? Sehen die Zehen abends anders aus als morgens? Die Traditionelle Chinesische Medizin betrachtet die Füße seit Jahrtausenden als eine Art Schaltzentrale des Körpers. Die moderne Medizin sieht darin zwar keine Diagnosemethode, doch einige Beobachtungen deuten tatsächlich darauf hin, dass bestimmte Veränderungen an Haut, Nägeln und Empfindungsvermögen der Füße mit gewissen gesundheitlichen Zusammenhängen einhergehen können.



Eine Bekannte erzählte uns kürzlich, dass sie jahrelang kalte Füße im Winter schlicht auf eine „schwache Durchblutung“ geschoben hatte, ohne sich weiter Gedanken zu machen – bis ihr Arzt bei einer Routineuntersuchung eine Schilddrüsenkontrolle vorschlug. Es stellte sich heraus, dass sie eine milde, bis dahin unbemerkte Unterfunktion der Schilddrüse hatte. Nach Anpassung der Behandlung, so erzählt sie, seien „endlich auch die Zehen wieder warm geworden“. Ihre Erfahrung erinnert daran, dass auch scheinbar banale Beschwerden manchmal einen zweiten Blick verdienen.



Im Folgenden die sechs häufigsten Warnsignale an den Füßen – was sie bedeuten können und wann es sich lohnt, mit dem Arzt darüber zu sprechen.



1. Kalte Füße


Frieren Sie über Tage hinweg ständig an den Füßen, deutet dies nach manchen Beobachtungen häufig auf eine schwächere Durchblutung hin. Die möglichen Ursachen sind vielfältig: von einer nicht optimal arbeitenden Schilddrüse über ein belastetes Herz, das schwerer Blut pumpt und mit erhöhtem Blutdruck einhergehen kann, bis hin zu Rauchern, deren Lunge Sauerstoff schlechter aufnimmt. Die Cleveland Clinic nennt eine schwächere Durchblutung der Beine, häufig verbunden mit Stoffwechsel-, Hormon- oder Nervenstörungen, als eine der häufigsten Ursachen für kalte Füße (Cleveland Clinic – Cold Feet). Interessant ist auch eine Beobachtung der Mayo Clinic: Dauerhaft kalt wirkende Füße, die sich beim Berühren aber gar nicht kalt anfühlen, können eher auf eine neurologische als auf eine rein durchblutungsbedingte Ursache hindeuten (Mayo Clinic News Network). Wer dauerhaft kalte Füße hat, sollte dies beim nächsten Arztbesuch erwähnen – besonders, wenn gleichzeitig weitere Beschwerden auftreten. Übrigens: Schon eine einfache Balance-Übung im Stehen kann laut chinesischer Lehre die Durchblutung der Beine anregen und helfen, kalte Füße zu lindern (Mit nur einer Turnübung den Blutdruck und Blutzucker senken).



2. Juckende Füße


Juckreiz ist oft der Beginn einer Pilzinfektion oder die Folge unzureichender Hygiene beziehungsweise ungeeigneten Schuhwerks. In geringerem Maße spielt auch die Ernährung eine Rolle, doch meist bringt bereits ein Wechsel von Schuhen und Socken spürbare Erleichterung. Fußpilz (Tinea pedis) gehört zu den häufigsten Hautpilzinfektionen überhaupt und betrifft laut Fachquellen etwa jeden Zehnten in den Industrieländern, wobei die Häufigkeit mit dem Alter zunimmt (Apotheken Umschau – Fußpilz). Hält der Juckreiz mehrere Tage an oder kommt ein unangenehmer Geruch hinzu, ist der Gang zum Hautarzt sinnvoll.



3. Veränderte Form von Zehen und Nägeln


Bei genauerem Hinsehen bemerken Sie vielleicht, dass Ihre Zehen nicht jeden Tag exakt gleich aussehen – auch im Tagesverlauf kann sich die Form leicht verändern (vergleichen Sie morgens und abends). Ist der Unterschied deutlicher ausgeprägt, kann dies nach manchen Beobachtungen unter anderem mit einer verringerten Sauerstoffversorgung des Gewebes zusammenhängen, etwa im Zusammenhang mit Lunge, Herz oder Nieren. Auch die Farbe der Fußnägel kann einiges verraten – violette, gelbliche oder blasse Töne haben unterschiedliche mögliche Erklärungen. Nach Angaben des US-amerikanischen National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK) entwickelt bis zu die Hälfte der Menschen mit Diabetes eine periphere Neuropathie, also eine Nervenschädigung, die besonders häufig Füße und Beine betrifft (NIDDK – Peripheral Neuropathy). Bei auffälligeren Veränderungen kann es daher sinnvoll sein, auch den Blutzucker kontrollieren zu lassen.



4. Geschwollene Knöchel


Nach langem Gehen oder einem Tag im Stehen schwellen die Beine häufig an – eine ganz normale Reaktion des Körpers. Schwellen die Knöchel jedoch ohne erkennbaren Grund an, kommen mehrere Ursachen infrage: erhöhter Blutdruck, Diabetes, Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, gelegentlich auch eine Reaktion auf bestimmte Lebensmittel (Hülsenfrüchte sind ein häufiger Auslöser), im Hintergrund können aber auch rheumatoide Arthritis oder Osteoporose stehen. Eine Schwellung sollte man dabei nicht einfach nur lokal „wegbehandeln“ wollen, da sie in der Regel lediglich eine Folge ist – wird die eigentliche Ursache behandelt, geht meist auch die Schwellung zurück. Manche greifen bei geschwollenen Beinen, Knöcheln oder Gelenken auch auf altbewährte Hausmittel wie das kurzzeitige Einwickeln mit Alufolie zurück, das ein angenehmes Wärmegefühl erzeugen soll (Was passiert nach einer Stunde, wenn Sie Ihr Bein in Alufolie wickeln?).



5. Wadenkrämpfe im Fuß


Häufige Krämpfe in den Beinen können nach manchen Beobachtungen mit erhöhtem Blutzucker oder Nervenfunktionsstörungen zusammenhängen, gelegentlich auch mit Stress oder einer belasteten Gefäßfunktion. Magnesium spielt für die normale Muskel- und Nervenfunktion eine wichtige Rolle – ein Mineralstoff, der beispielsweise auch in rohem Kartoffelsaft enthalten ist, einem in Vergessenheit geratenen Hausmittel (Das vergessene Wundermittel Kartoffelsaft). Spüren Sie zusätzlich einen brennenden Schmerz, tritt dies häufig dann auf, wenn der Körper insgesamt überlastet ist – nicht nur körperlich, sondern auch mental. In solchen Fällen braucht der Körper oft vor allem mehr erholsamen Schlaf. Bei der Frage, ob Kälte oder Wärme bei einem Krampf besser hilft, kommt ein Fachbeitrag in Frontiers in Rehabilitation Sciences zu dem Schluss, dass Wärmetherapie bei chronischen Muskel- und Gelenkbeschwerden häufig die wirksamere Wahl ist (Frontiers in Rehabilitation Sciences – Heat therapy for different knee diseases).



6. Schmerzen im großen Zeh


Schmerzen im großen Zeh und ein steifes Gelenk zählen häufig zu den zuverlässigeren Anzeichen dafür, dass sich Harnsäure im Gelenk ansammelt – der Körper also Schwierigkeiten hat, sie ausreichend auszuscheiden. Laut dem American College of Rheumatology ist Gicht bei etwa 4 % der Erwachsenen zu finden, wobei Männer, insbesondere nach dem 40. Lebensjahr, häufiger betroffen sind (American College of Rheumatology – Gout). Wird die Ernährung nicht angepasst, können sich die Beschwerden mit der Zeit auf weitere Gelenke ausweiten; die Anfälle können sehr schmerzhaft sein und gelten auch als eines der frühen Warnzeichen einer rheumatoiden Arthritis. Manche Gewürze wie Zimt werden traditionell mit einer lindernden Wirkung bei Gicht und einer besseren Durchblutung in Verbindung gebracht (Schädlicher und gesunder Zimt).



Was können Sie tun?


Keines dieser Signale ist für sich genommen ein Grund zur Sorge – in den allermeisten Fällen handelt es sich um völlig harmlose, vorübergehende Reaktionen des Körpers auf Anstrengung, Kälte oder ungeeignetes Schuhwerk. Dennoch gilt: Wiederholt sich eines dieser Anzeichen, hält es länger an oder tritt es zusammen mit weiteren Beschwerden auf (Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, Durst, eine Schwellung, die nicht zurückgeht), kann es sinnvoll sein, dies beim Arzt anzusprechen. Eine regelmäßige Selbstkontrolle der Füße – besonders bei Diabetes oder Durchblutungsproblemen – ist ein einfacher, aber wirksamer Schritt zur frühzeitigen Erkennung möglicher Beschwerden.


 
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