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Kumquat: Die kleine Frucht mit dem größten Vitamin-Schatz der Pflanzenwelt – ganz einfach auf dem eigenen BalkonKumquat: Die kleine Frucht mit dem größten Vitamin-Schatz der Pflanzenwelt – ganz einfach auf dem eigenen BalkonKumquat: Die kleine Frucht mit dem größten Vitamin-Schatz der Pflanzenwelt – ganz einfach auf dem eigenen BalkonKumquat: Die kleine Frucht mit dem größten Vitamin-Schatz der Pflanzenwelt – ganz einfach auf dem eigenen BalkonKumquat: Die kleine Frucht mit dem größten Vitamin-Schatz der Pflanzenwelt – ganz einfach auf dem eigenen Balkon


Datum: 27. AUG 26 - GUT ZU WISSEN
Kumquat: Die kleine Frucht mit dem größten Vitamin-Schatz der Pflanzenwelt – ganz einfach auf dem eigenen Balkon
Die Kumquat gilt als eine der nährstoffreichsten Früchte überhaupt: Sie enthält Vitamin C, Vitamin A, Vitamin E, Polyphenole und die seltene Omega-7-Fettsäure. Dieser Beitrag zeigt, was die Forschung bislang dazu weiß ...

Stellen Sie sich eine Frucht vor, die 3-mal mehr Vitamin A als Karotten, bis zu 10-mal mehr Vitamin C als Orangen enthalten kann und unter allen Obst- und Gemüsesorten zu den vitamin-E-reichsten zählt. Das klingt nach Marketing – ist aber eine ganz reale Frucht, die auf einem Baum wächst, den Sie sogar zuhause auf dem Balkon ziehen können: die Kumquat.



Eine persönliche Erfahrung



Ein befreundeter Hobbygärtner, der sich seit Jahren mit exotischen Pflanzen beschäftigt, hat mich vor einiger Zeit auf die Kumquat aufmerksam gemacht. Er erzählte, dass ihm nach etwa zwei Wochen regelmäßigem Verzehr frischer Früchte auffiel, wie viel geschmeidiger und praller seine Haut wirkte – ganz ohne neue Creme. „Ich hätte nicht gedacht, dass eine Frucht so etwas bewirken kann", meinte er. Als ich mir genauer ansah, was in der Kumquat steckt, wurde mir klar, woran das liegen könnte.



Eine Pflanze, die schon die alten Griechen und Tibeter kannten



Nur wenige Heilpflanzen finden sich sowohl in den Aufzeichnungen der antiken Griechen als auch in der traditionellen tibetischen Medizin wieder. Über Jahrtausende hinweg wurde ihr eine lindernde Wirkung bei zahlreichen Beschwerden zugeschrieben – heute ist sie vielerorts fast in Vergessenheit geraten. Die Rede ist von der Kumquat, auch bekannt als Fortunella oder japanische Zwergorange.



Haben Sie sie schon einmal gesehen? Es handelt sich um eine relativ anspruchslose Pflanze, die sich sogar aus einem Kern zuhause auf dem Balkon ziehen lässt. Sie benötigt viel Sonne, verträgt aber Temperaturen bis etwa –10 Grad Celsius. Sie trägt im Frühling und Sommer Früchte, die in alten Aufzeichnungen mitunter als „Lebenselixier" bezeichnet wurden.



Die Frucht ist rund bis oval und erinnert an eine Miniatur-Orange. Essbar ist sowohl die Schale als auch das Fruchtfleisch – die Schale schmeckt süßlich, das Fruchtfleisch leicht säuerlich-herb.



190 Pflanzenstoffe: Spitzenwert unter allen bekannten Pflanzen



Was macht die Kumquat so besonders? Eine im Fachjournal Food Reviews International veröffentlichte Übersichtsarbeit fasst zusammen, dass die Früchte der Kumquat reich an Polyphenolen, ätherischen Ölen, Mineralstoffen und Vitaminen sind – insbesondere an Vitamin C. Verschiedene Analysen haben in der Kumquat insgesamt rund 190 Phytonutrienten und bioaktive Verbindungen nachgewiesen – ein Spitzenwert unter den bislang untersuchten Pflanzen.



Der Vergleich mit anderen Lebensmitteln ist bemerkenswert:



  • bis zu 3-mal mehr Vitamin A als Karotten

  • bis zu 10-mal mehr Vitamin C als Orangen

  • einer der höchsten Vitamin-E-Gehalte unter Obst und Gemüse



Zum Vergleich: Auch bei anderen Zitrusfrüchten steckt ein Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe in der Schale – wie unser Beitrag Entsorgen Sie keine Schalen. Gar keine! zeigt. Bei der Kumquat ist dieser Effekt besonders ausgeprägt, da hier die gesamte Frucht samt Schale gegessen wird.



Darüber hinaus enthält Kumquatöl alle drei Omega-Fettsäuren (3, 6 und 9) sowie die vergleichsweise seltene Omega-7-Fettsäure – dazu gleich mehr.



Omega-7: der stille Star für Haut und Stoffwechsel



Omega-7-Fettsäuren (Palmitoleinsäure) kommen in der üblichen Ernährung eher selten vor. Eine randomisierte, doppelblinde klinische Studie zeigte, dass Palmitoleinsäure die Hautbarriere und Elastizität bei erwachsenen Frauen verbessern und zu einer Reduktion feiner Linien beitragen kann. Kein Wunder also, dass Kumquat-Extrakte in der Kosmetikindustrie zu den hochpreisigeren Inhaltsstoffen zählen.



Omega-7 wirkt aber nicht nur auf die Haut. Fachleute von Life Extension berichten, dass klinische Untersuchungen auch auf eine mögliche Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems, eine Mitwirkung bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels sowie eine Reduktion entzündlicher Prozesse hindeuten. Das könnte erklären, warum der Kumquat traditionell ein so breites Wirkspektrum zugeschrieben wurde.



Wofür die bioaktiven Stoffe der Kumquat interessant sein können



Die moderne Wissenschaft bestätigt zunehmend, was in überlieferten Heilkundetraditionen schon lange bekannt war. Eine wissenschaftliche Analyse von Kumquat-Extrakten bestätigt, dass Flavonoide, phenolische Säuren und Carotinoide aus der Kumquat antioxidative, antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften zeigen.



Nach bestehenden Quellen und Erfahrungsberichten wird der regelmäßigen Aufnahme von Kumquat unter anderem folgendes Unterstützungspotenzial zugeschrieben – als Ergänzung, nicht als Ersatz einer ärztlichen Behandlung:




Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei chronischen Erkrankungen oder der Einnahme von Medikamenten sprechen Sie bitte vorab mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.



Selbst ziehen – mit etwas Geduld



Da die Kumquat bei uns keine gängige Handelspflanze ist, ziehen viele sie selbst. Der Baum verträgt Frost bis etwa –10 Grad Celsius und ist pflegeleicht. Ein kleiner Haken dabei: Der Baum blüht erstmals erst nach 4 bis 5 Jahren – und das nicht immer. Aus Kernen gezogene Bäume sind mitunter unfruchtbar, was sich vorher nicht feststellen lässt.



Wer es schneller möchte, findet veredelte Setzlinge in spezialisierten Gärtnereien. In Europa gibt es die meisten Kumquat-Plantagen in Griechenland, zu den größten Anbau- und Verbraucherländern zählen die USA. Frische Früchte finden sich bei uns gelegentlich in größeren Supermärkten oder auf Märkten für exotisches Obst, zunehmend auch im Onlinehandel.



Ein Tipp für Feinschmecker: In Asien wird die Kumquat meist als Ganzes gegessen – Schale und Fruchtfleisch zusammen. Die Schale ist dabei tatsächlich süßer als das leicht säuerliche Fruchtfleisch. Ähnlich wie bei manchen fast vergessenen Gemüsesorten steckt auch bei der Kumquat ein Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe gerade in der Schale, wie auch der Beitrag Entsorgen Sie keine Schalen. Gar keine! zeigt.



Fazit: Eine Frucht, die einen Platz auf Ihrem Balkon verdient



Die Kumquat ist weit mehr als eine exotische Kuriosität. Sie zählt zu den Früchten mit einer der höchsten bekannten Konzentrationen an pflanzlichen Wirkstoffen – das legen sowohl traditionelle Überlieferungen als auch aktuelle Analysen in Fachjournalen wie Food Reviews International nahe. Sie liefert reichlich Vitamin A, C und E, alle drei Omega-Fettsäuren sowie die in der heutigen Ernährung seltene Omega-7-Fettsäure.



Natürlich ist die Ernährung nur einer von vielen Faktoren für das eigene Wohlbefinden. Aber die Kumquat – diese kleine, unscheinbare Miniatur-Orange – ist definitiv eine Frucht, die man einmal entdeckt haben sollte. Warum also nicht gleich selbst anbauen?



Mehr zu Lebensmitteln mit besonderen Eigenschaften finden Sie auch in Was passiert, wenn man mehr als 7 Mandarinen pro Tag isst? und 10 Alkalische Lebensmittel, die Sie täglich essen sollten.

 
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Februar 2015
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