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Ein Glas Tomatensaft am Morgen: Was passiert wirklich im Körper?Ein Glas Tomatensaft am Morgen: Was passiert wirklich im Körper?Ein Glas Tomatensaft am Morgen: Was passiert wirklich im Körper?Ein Glas Tomatensaft am Morgen: Was passiert wirklich im Körper?Ein Glas Tomatensaft am Morgen: Was passiert wirklich im Körper?


Datum: 25. AUG 26 - GUT ZU WISSEN
Ein Glas Tomatensaft am Morgen: Was passiert wirklich im Körper?
Erste Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiger Tomatensaft sich günstig auf Cholesterinwerte und Blutdruck auswirken könnte. Wir zeigen, wie Sie ihn zubereiten – und was die Forschung bislang wirklich zeigt.

Ein einfaches Glas, drei Minuten Zubereitungszeit – und ein Ritual, das laut ersten wissenschaftlichen Hinweisen mehr für Ihr Herz tun könnte, als viele denken. Es geht um Tomatensaft, morgens auf nüchternen Magen.



Eine Leserin aus Süddeutschland schrieb uns kürzlich, dass sie seit einigen Monaten jeden Morgen ein Glas frisch gepressten Tomatensaft trinkt – anstelle ihres gewohnten Kaffees. Nach eigener Aussage fühle sie sich wacher, und bei ihrer letzten Routineuntersuchung seien ihre Blutfettwerte leicht besser ausgefallen als zuvor. Ein Einzelfall beweist natürlich nichts, passt aber zu dem, was die Forschung inzwischen andeutet.



Was in Tomatensaft steckt


Es gibt viele Vorschläge für ein gesundes Getränk vor dem Frühstück. Zu den beliebtesten zählt ein Teelöffel Olivenöl, gemischt mit dem Saft einer halben Zitrone. Eine ebenso interessante Alternative ist Tomatensaft.


Tomaten liefern reichlich Mineralstoffe und Vitamine und enthalten Antioxidantien wie Lycopin. 100 Gramm haben nur rund 35 Kalorien. Tomatensaft gilt zudem als natürliches Diuretikum, das die Harnausscheidung anregt, und wird traditionell mit einer entzündungshemmenden Wirkung in Verbindung gebracht.



Was sagt die Forschung?


Eine Studie der Universität Oulu in Finnland untersuchte 21 gesunde Personen: Nach drei Wochen mit täglich 400 ml Tomatensaft sank der Gesamtcholesterinspiegel um durchschnittlich 5,9 Prozent, das LDL-Cholesterin um rund 12,9 Prozent – verglichen mit einer Phase ganz ohne Tomatenprodukte.


Auch eine japanische Untersuchung an der Tokyo Medical and Dental University, bei der über ein Jahr hinweg mehr als 480 Teilnehmer:innen ungesalzenen Tomatensaft tranken, zeigte messbare Verbesserungen bei Blutdruck und LDL-Cholesterin – ausführlicher dazu berichtet t-online.de und EMEG. Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit zu den häufigsten Todesursachen, weshalb solche Ernährungsansätze auf zunehmendes Interesse stoßen.


Wichtig: Diese Studien sind vielversprechend, aber meist klein angelegt. Tomatensaft kann eine gesunde Ernährung sinnvoll ergänzen, ersetzt jedoch keine ärztlich verordnete Behandlung bei erhöhten Cholesterin- oder Blutdruckwerten.



Mehr als nur Cholesterin


Tomatensaft wirkt zudem leicht abführend und kann durch seinen Gehalt an Mineralstoffen und Enzymen die Durchblutung unterstützen. Wer ihn regelmäßig trinkt, bemerkt nach eigenen Angaben vieler Nutzer:innen oft schon nach wenigen Wochen eine spürbare Veränderung – auf lange Sicht kann er Teil einer herzgesunden Ernährung sein. Auch unser Beitrag Tomatensaft gegen Cholesterin (und noch viel mehr!) geht näher auf die herzschützende Wirkung von Lycopin ein.



So bereiten Sie den Tomatensaft zu


Starten Sie den Tag mit 200 Gramm reifen Tomaten. Pürieren Sie diese im Mixer mit Gewürzen nach Wahl – Salz, reichlich Pfeffer, Thymian oder getrockneter Petersilie. Wer mag, gibt einen Teelöffel Olivenöl und eine Knoblauchzehe dazu, um die Wirkung zusätzlich zu unterstützen.


Etwa 20 Minuten nach dem Saft empfiehlt sich ein ballaststoff- und proteinreiches Frühstück, zum Beispiel Haferbrei, Eier oder frisches Obst – grüne Äpfel eignen sich hier besonders gut.


Fertigen Saft können Sie einige Tage im Kühlschrank aufbewahren – wichtig ist ein gut verschlossenes, nicht-metallisches Gefäß.


 
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Februar 2015
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