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Kaffee bei Hitze: Warum der Körper diese Kombination nicht immer magKaffee bei Hitze: Warum der Körper diese Kombination nicht immer magKaffee bei Hitze: Warum der Körper diese Kombination nicht immer magKaffee bei Hitze: Warum der Körper diese Kombination nicht immer magKaffee bei Hitze: Warum der Körper diese Kombination nicht immer mag


Datum: 16. AUG 26 - GESUND-&SCHÖNHEIT
Kaffee bei Hitze: Warum der Körper diese Kombination nicht immer mag
An einem Tag, an dem das Thermometer die 35-Grad-Marke knackt, greifen die meisten von uns trotzdem ganz automatisch zur gewohnten Tasse Kaffee.

Kurz gesagt: Koffein bei großer Hitze ist kein Tabu, aber auch kein neutraler Genuss. Manche Effekte, die bei normalen Temperaturen kaum auffallen, können sich an heißen Tagen deutlicher bemerkbar machen – besonders bei Menschen, die ohnehin empfindlich auf Koffein reagieren. Wer sich unwohl fühlt, tut gut daran, an heißen Tagen etwas achtsamer mit Kaffee umzugehen und ausreichend Wasser dazuzutrinken.



Rund um die Frage „Kaffee und Hitze" kursieren viele Halbwahrheiten – manche davon sind inzwischen sogar wissenschaftlich überholt. Eine oft zitierte Studie der University of Birmingham kam etwa zu dem Ergebnis, dass moderater Kaffeekonsum den Flüssigkeitshaushalt ähnlich unterstützt wie Wasser – die verbreitete Vorstellung, Kaffee entziehe dem Körper grundsätzlich Wasser, gilt unter Fachleuten mittlerweile als überholt. Trotzdem gibt es einige Punkte, bei denen hohe Temperaturen und Koffein tatsächlich eine schwierigere Kombination ergeben können.



1. Schlaf


Im Sommer schlafen die meisten Menschen ohnehin schlechter als im Winter. Bei Kälte deckt man sich einfach zu – bei Hitze muss der Körper selbst aktiv gegensteuern, um sich abzukühlen, und das kostet Energie und Ruhe. Nächtliche Temperaturen über etwa 22 Grad Celsius gelten allgemein als ungünstig für einen erholsamen Schlaf, weshalb viele Menschen in kühleren, höher gelegenen Regionen von einem spürbar besseren Schlaf berichten. Kommt dazu noch Koffein am späteren Nachmittag oder Abend, kann sich das Einschlafen zusätzlich erschweren – vor allem bei Personen, die empfindlich auf Koffein reagieren. Wer in heißen Nächten schlecht schläft, kann versuchsweise beobachten, ob eine frühere „letzte Tasse" am Tag etwas verändert.



2. Herz und Kreislauf


Koffein kann kurzfristig den Blutdruck und den Puls leicht erhöhen – das ist gut untersucht und in einem umfassenden Übersichtsartikel zu Koffein, Blutdruck und Herzfrequenz zusammengefasst. Bei den meisten gesunden Erwachsenen sind diese Effekte moderat und vorübergehend; bei Menschen mit Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen kann die Wirkung jedoch stärker ausfallen. An heißen Tagen, wenn der Kreislauf ohnehin durch die Temperaturregulation zusätzlich beansprucht wird, lohnt es sich für empfindliche Personen, den eigenen Kaffeekonsum im Blick zu behalten und im Zweifel Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten. Wer diesbezüglich unsicher ist, findet dazu auch in unserem Artikel Trockener Mund: Durstzeichen oder Warnung vor größeren Problemen? weiterführende Hinweise zu Koffein und Flüssigkeitshaushalt.



3. Haut


Kaffee wird gelegentlich ein leicht austrocknender Effekt auf die Haut nachgesagt. Wissenschaftlich ist dieser Zusammenhang bislang nur schwach belegt und hängt stark von der individuellen Trinkmenge und der allgemeinen Flüssigkeitszufuhr ab. Wer im Sommer ohnehin viel schwitzt, tut seiner Haut in jedem Fall etwas Gutes, wenn er zusätzlich zum Kaffee ausreichend Wasser trinkt.



4. Schwitzen und Flüssigkeitshaushalt


Schwitzen ist der wichtigste Mechanismus, mit dem sich der Körper im Sommer kühlt – deshalb ist ausreichendes und regelmäßiges Trinken so wichtig. Koffein hat eine milde harntreibende (diuretische) Wirkung, die laut mehreren Übersichtsarbeiten – etwa dieser Zusammenfassung zu Koffein, Flüssigkeitshaushalt und sportlicher Leistung – bei moderatem Konsum (unter rund 300 mg pro Tag) im Alltag meist keinen relevanten Flüssigkeitsverlust verursacht. Anders kann es aussehen, wenn hohe Koffeinmengen mit intensiver körperlicher Anstrengung in der Hitze zusammenkommen: Eine Studie zu unterschiedlichen Koffeindosen bei Ausdauerbelastung in der Hitze zeigt, dass sich die Effekte je nach Dosis und Trainingszustand unterscheiden können. Mit dem Schweiß gehen zudem nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium verloren – ein Grund, warum im Sommer auf eine ausgewogene, mineralstoffreiche Ernährung geachtet werden sollte.



5. Stress und Blutzucker


Koffein kann die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol anregen. Wer sich zusätzlich in überfüllten, schlecht belüfteten Räumen aufhält, kann diesen Effekt subjektiv verstärkt wahrnehmen – unabhängig davon, ob der Kaffee gesüßt ist oder nicht. Hitze, Enge, ein erhöhter Puls und ein spürbares Durstgefühl sind Faktoren, die zusammen das Gefühl innerer Anspannung verstärken können. Wer dazu neigt, tut gut daran, an solchen Tagen bewusster auf Pausen, frische Luft und ausreichend Trinken zu achten.



Fazit


Kaffee ist an heißen Tagen kein Feind, aber auch kein Getränk, das man in der Sommerhitze völlig gedankenlos konsumieren sollte. Wer ohnehin sensibel auf Koffein reagiert, tut gut daran, an besonders heißen Tagen die letzte Tasse etwas früher zu trinken, zwischendurch ausreichend Wasser nachzuschenken und auf die Signale des eigenen Körpers zu achten. Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfiehlt es sich generell, den persönlichen Kaffeekonsum mit dem Arzt zu besprechen.


 
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