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Warum manche Menschen essen, was sie wollen – und trotzdem schlank bleiben? Die Antwort könnte in einem oft übersehenen Vitamin liegenWarum manche Menschen essen, was sie wollen – und trotzdem schlank bleiben? Die Antwort könnte in einem oft übersehenen Vitamin liegenWarum manche Menschen essen, was sie wollen – und trotzdem schlank bleiben? Die Antwort könnte in einem oft übersehenen Vitamin liegenWarum manche Menschen essen, was sie wollen – und trotzdem schlank bleiben? Die Antwort könnte in einem oft übersehenen Vitamin liegenWarum manche Menschen essen, was sie wollen – und trotzdem schlank bleiben? Die Antwort könnte in einem oft übersehenen Vitamin liegen


Datum: 15. AUG 26 - GESUND-&SCHÖNHEIT
Warum manche Menschen essen, was sie wollen – und trotzdem schlank bleiben? Die Antwort könnte in einem oft übersehenen Vitamin liegen
Ernährungswissenschaftler diskutieren seit Jahren eine spannende Beobachtung: Manche Menschen scheinen mühelos schlank zu bleiben, während andere trotz bewusster Ernährung zunehmen.

Kurz zusammengefasst: Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass eine unzureichende Versorgung mit bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen – darunter Vitamin A – im Zusammenhang mit Übergewicht stehen könnte. Ein ursächlicher Beweis steht noch aus, und die Ergebnisse ersetzen keine individuelle ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung.



Eine Beobachtung aus dem eigenen Umfeld


„Ich habe nie streng auf Kalorien geachtet und trotzdem über Jahre mein Gewicht gehalten – bis mein Hausarzt bei einer Routineuntersuchung einen auffällig niedrigen Vitamin-D- und Vitamin-A-Spiegel feststellte", erzählt eine Leserin aus Süddeutschland, die ihre Erfahrung mit uns teilte. Nach einer gezielten Ernährungsumstellung mit mehr vitaminreichem Gemüse habe sich nach einigen Monaten nicht nur ihr Laborwert, sondern auch ihr allgemeines Wohlbefinden spürbar verbessert. Solche Einzelerfahrungen sind natürlich kein wissenschaftlicher Beweis – sie passen aber zu einem Bild, das sich in groß angelegten Untersuchungen langsam abzuzeichnen beginnt.



Was die Forschung tatsächlich zeigt


Eine vielbeachtete Auswertung von Daten der US-amerikanischen Gesundheitsstudie NHANES (National Health and Nutrition Examination Survey) untersuchte die Nährstoffversorgung von mehr als 18.000 Erwachsenen. Das Ergebnis: Menschen mit Adipositas wiesen im Schnitt eine geringere Zufuhr von Vitamin D sowie weiteren Mikronährstoffen wie Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Calcium, Magnesium und Kalium auf als normalgewichtige Personen. Die Auswertung ist im Detail beim Linus Pauling Institute der Oregon State University nachzulesen, das sich auf die Erforschung von Mikronährstoffen spezialisiert hat.



Auch eine im renommierten Fachjournal International Journal of Obesity veröffentlichte Übersichtsarbeit zur Rolle von Mikronährstoffmängeln bei der Entstehung von Übergewicht kommt zu einem ähnlichen Schluss: Ein Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen könnte einer von mehreren Faktoren sein, die eine Gewichtszunahme begünstigen – neben Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel und genetischer Veranlagung, die nach wie vor als Hauptursachen gelten.



Welche Rolle spielt Vitamin A konkret?


Vitamin A steht in der Fettzellforschung schon länger im Fokus. Ein Forschungsteam der MedUni Wien um Florian Kiefer konnte zeigen, dass Vitamin A an der Umwandlung von weißem in braunes Fettgewebe beteiligt ist. Braunes Fettgewebe verbrennt im Gegensatz zum speichernden weißen Fettgewebe Energie und setzt dabei Wärme frei. Mit zunehmendem Alter und bei Übergewicht nimmt die Menge an braunem Fett im Körper ab – ein Umstand, der laut den Forschern langfristig zur Gewichtszunahme beitragen könnte. Die vollständigen Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Molecular Metabolism veröffentlicht und sind in der Pressemitteilung der MedUni Wien zusammengefasst.



Wichtig ist dabei die Einschränkung der Forscher selbst: Unkontrolliert hochdosierte Vitamin-A-Präparate einzunehmen, um abzunehmen, wird ausdrücklich nicht empfohlen. Entscheidend sei vielmehr, dass der Nährstoff über eine ausgewogene Ernährung in ausreichender, aber nicht übermäßiger Menge zugeführt wird – Vitamin A ist fettlöslich und kann bei dauerhaft sehr hoher Zufuhr unerwünschte Wirkungen haben.



Vitamin D, Leptin und das Sättigungsgefühl


Neben Vitamin A wird in der Forschung auch Vitamin D immer wieder im Zusammenhang mit dem Körpergewicht diskutiert. Ein möglicher Mechanismus betrifft das Hormon Leptin, das im Fettgewebe gebildet wird und dem Gehirn Sättigung signalisiert. Ein Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Status und Leptin-Signalgebung gilt als möglich, wird in der Wissenschaft aber noch nicht als abschließend geklärt betrachtet – teilweise dürfte die Beziehung sogar umgekehrt verlaufen: Übergewicht kann durch die Einlagerung von Vitamin D im Fettgewebe selbst zu niedrigeren Blutwerten führen. Interessant ist zudem, dass Vitamin D im Körper ohne ausreichend Magnesium gar nicht in seine aktive Form umgewandelt werden kann – ein Zusammenspiel, das häufig übersehen wird.



Magnesium und Calcium: die stillen Mitspieler


Auch Magnesium und Calcium tauchen in den einschlägigen Studien regelmäßig auf. Eine 2021 veröffentlichte Auswertung der amerikanischen CARDIA-Studie fand einen inversen Zusammenhang zwischen der Calciumaufnahme und dem Risiko für Übergewicht. Calcium scheint dabei unter anderem appetitregulierend zu wirken, während Magnesium an mehreren Hundert Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt ist – von der Muskel- und Nervenfunktion bis hin zur Aktivierung anderer Vitamine.



Was bedeutet das für den Alltag?


Aus den bisherigen Erkenntnissen lässt sich keine Wunderformel gegen Übergewicht ableiten – dafür ist die Studienlage zu uneinheitlich und die Ursachen von Gewichtsproblemen sind zu vielfältig. Was sich aber sagen lässt: Eine abwechslungsreiche, nährstoffreiche Ernährung mit ausreichend Vitamin A, C, D, E sowie Magnesium und Calcium unterstützt den Stoffwechsel in vielerlei Hinsicht – unabhängig davon, wie stark der Einfluss auf das Körpergewicht im Einzelfall tatsächlich ausfällt. Wer einen Mangel vermutet, sollte diesen durch eine Blutuntersuchung beim Arzt abklären lassen, bevor eigenständig hochdosiert supplementiert wird.



Gute natürliche Vitamin-A-Quellen



  • Leber und andere tierische Produkte

  • Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis

  • Grünes Blattgemüse wie Spinat und Grünkohl

  • Paprika



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Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische oder ernährungswissenschaftliche Beratung. Bei Verdacht auf einen Nährstoffmangel oder bei bestehenden gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine qualifizierte Ernährungsfachkraft.


 
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