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Obstschalen im Müll: Warum das ein Fehler ist, den Sie leicht vermeiden könnenObstschalen im Müll: Warum das ein Fehler ist, den Sie leicht vermeiden könnenObstschalen im Müll: Warum das ein Fehler ist, den Sie leicht vermeiden könnenObstschalen im Müll: Warum das ein Fehler ist, den Sie leicht vermeiden könnenObstschalen im Müll: Warum das ein Fehler ist, den Sie leicht vermeiden können


Datum: 9. AUG 26 - GESUND-&SCHÖNHEIT
Obstschalen im Müll: Warum das ein Fehler ist, den Sie leicht vermeiden können
Was viele achtlos wegwerfen, kann in der Küche eine zweite Karriere machen: Schalen von Banane, Avocado, Ananas und Granatapfel liefern Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Aromen, die sich zum Beispiel für hausgemachte Tees eignen.

Bevor Sie die nächste Bananenschale in den Biomüll werfen, halten Sie kurz inne. Was für die meisten Menschen einfach nur Abfall ist, wird in immer mehr Küchen weiterverwendet – als Tee, als sanftes Peeling oder als Zutat im Smoothie. Der Trend, möglichst wenig vom Lebensmittel wegzuwerfen, ist längst über Food-Blogs hinausgewachsen und hat auch die Zero-Waste-Bewegung geprägt, die von der Französin-Amerikanerin Bea Johnson mitbegründet wurde: In ihrer bekannten Küchenphilosophie gilt praktisch nichts an einer Frucht automatisch als Abfall, sondern zunächst als mögliche Ressource.



Wichtig vorab: Die folgenden Tipps gelten in erster Linie für unbehandeltes, möglichst biologisch angebautes Obst. Schalen von konventionell angebauter Ware können Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Wachsüberzügen enthalten und sollten vor der Verwendung gründlich gewaschen oder besser gemieden werden.



1. Bananenschale


Der Innenseite der Bananenschale wird in vielen Beauty-Blogs eine aufhellende Wirkung auf die Zähne nachgesagt, da sie Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium enthält. Wissenschaftlich betrachtet ist die Sache allerdings weniger eindeutig: Laut einer ausführlichen Analyse des Zahnportals Dentaly gibt es bislang keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass Bananenschalen die Zähne tatsächlich aufhellen – allenfalls oberflächliche Verfärbungen könnten leicht abgerieben werden. Wer es trotzdem ausprobieren möchte, reibt einfach ein paar Minuten mit der weißen Innenseite der Schale über die Zähne und putzt danach wie gewohnt nach.


Mehr zum Thema Bananen und worauf Sie beim Verzehr achten sollten, lesen Sie in unserem Beitrag Wer sollte keine Bananen essen?



2. Avocadoschale


Aus der Schale der Avocado lässt sich ein milder Tee zubereiten: Dafür die Schale rund ein bis zwei Minuten in kochendem Wasser ziehen lassen, abkühlen lassen und abseihen. Nach Belieben mit etwas Zitrone oder Honig verfeinern. Ein solcher Tee wird in der Erfahrungsmedizin traditionell mit einer milden, verdauungsfördernden Wirkung in Verbindung gebracht – belastbare klinische Studien speziell zur Avocadoschale gibt es bislang jedoch kaum, weshalb er eher als wohltuendes Ritual denn als Heilmittel zu verstehen ist. Wer grundsätzlich mehr über die Frucht wissen möchte, findet Hintergründe in unserem Artikel Wie viel Avocado ist zu viel?



3. Ananasschale


Die Ananasschale enthält wie das Fruchtfleisch das Enzym Bromelain, dem in mehreren Untersuchungen entzündungshemmende und verdauungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Laut einer Übersicht des Therapiezentrums Chinamed Köln gilt die reife Frucht in der traditionellen Naturheilkunde unter anderem als entzündungshemmend, abschwellend und leicht harntreibend. Für eine hausgemachte Variante wird die Schale zwei bis drei Minuten gekocht, abgekühlt, abgeseiht und mit etwas Zitrone verfeinert – ein erfrischendes Sommergetränk. Die AOK weist allerdings darauf hin, dass die Studienlage zu Bromelain insgesamt noch nicht ausreicht, um daraus einen gesicherten gesundheitlichen Nutzen abzuleiten.



4. Granatapfelschale


Interessanterweise steckt der Großteil der Antioxidantien des Granatapfels gar nicht im Saft, sondern in der ledrigen Schale und den weißen Trennhäuten. Laut Zentrum der Gesundheit sind dort die meisten Polyphenole des Granatapfels konzentriert, wenn auch die Schale selbst nicht direkt gegessen wird, sondern eher zu Tee oder Extrakten verarbeitet. Für einen milden Tee wird die getrocknete oder frische Schale kurz aufgekocht und abgeseiht. Ergänzend berichtet das Portal Doctor Green Life, dass Granatapfelschalen unter anderem wegen ihrer antibakteriellen Eigenschaften und ihres Gehalts an Ballaststoffen und Vitaminen von Interesse für die Forschung sind – ein Ersatz für ärztlichen Rat oder eine gezielte Behandlung ist ein solcher Tee aber ausdrücklich nicht.



5. Zitrusschalen


Dass eine ganze, mitgeriebene Zitrone intensiver schmeckt, liegt an der Schale – und die hat mehr zu bieten als nur Aroma. In unserem Beitrag Was passiert, wenn Sie jeden Tag einen halben Liter Orangensaft trinken? gehen wir unter anderem darauf ein, dass sich aus getrockneten Bio-Orangenschalen ein Tee mit Ballaststoffen zubereiten lässt. Wichtig ist dabei: Nur Schalen von unbehandelten Bio-Früchten verwenden, da handelsübliche Zitrusfrüchte häufig gewachst sind.



Ein Tee für alle Fälle


Grundsätzlich lässt sich aus fast jeder Obstschale ein Tee zubereiten. Kalt genossen ist er eine angenehme, natürliche Alternative zu industriell hergestellten Getränken – ganz ohne Zuckerzusatz. Wer noch mehr Ideen zur Resteverwertung sucht, findet in unserem Übersichtsartikel Entsorgen Sie keine Schalen. Gar keine! weitere Anregungen, etwa zur Wassermelonenschale.


 
Obstschalen
 
Tee aus Obstschalen
 
Bananenschale
 
Avocadoschalen Tee
 
Granatapfelschale Aromen
 





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Februar 2015
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