Ein schweres Essen und plötzlich fallen Ihnen die Augen zu? Das ist kein Zufall: Bestimmte Kombinationen aus Fett und einfachen Kohlenhydraten können den Körper regelrecht in den Energiesparmodus schicken. Wir zeigen, welche Lebensmittel besonders oft für dieses Mittagstief verantwortlich sein können – ohne dass Sie deshalb ganz darauf verzichten müssen.
Kennen Sie das? Kaum ist der große, fettige Burger verputzt, wird man müde und schlapp, während die Augenlider immer schwerer werden. Ernährungsexperten weisen darauf hin, dass genau solche Mahlzeiten – reich an einfachen Kohlenhydraten und gesättigten Fetten – diesen Effekt begünstigen können. Zu kalorienreiches Essen kann außerdem mit Schlaf- und Verdauungsproblemen in Verbindung gebracht werden. Grund genug, einen Blick auf jene Lebensmittel zu werfen, die besonders häufig Energieräuber sein können.
1. Frittierter Fisch
Ernährungsfachleute empfehlen, Fisch maximal zwei- bis dreimal pro Woche zu essen. Häufigerer Verzehr kann den gegenteiligen Effekt haben – vor allem, wenn der Fisch frittiert ist. Frittiertes gilt allgemein als eine der ungünstigsten Zubereitungsarten. Eine Auswertung einer US-amerikanischen Studie brachte regelmäßigen Konsum von frittiertem Essen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme in Verbindung – ein Hinweis mehr, warum die Fritteuse eher die Ausnahme als die Regel bleiben sollte. Auch weitere Untersuchungen zu frittierten Lebensmitteln legen nahe, dass beim Frittierprozess Stoffe entstehen können, die der Gesundheit auf Dauer nicht zuträglich sind.
2. Vermeintlich gesunde Salate
Bei einem Salat kann doch nichts schiefgehen, oder? Ein Trugschluss! Viele moderne Salate haben mit "gesund" wenig gemein. Problematisch sind vor allem cremige Dressings, zusätzliche Nudeln oder Croutons, gebratenes Hähnchen, Speck, Käse und Eier. All das kann eine leichte Mahlzeit schnell in eine schwere, energieraubende verwandeln – vor allem, wenn die Zutaten nicht mehr ganz frisch sind. Wer wissen möchte, wie sich einzelne Lebensmittel im Magen gegenseitig beeinflussen, findet dazu mehr im Beitrag Welche Lebensmittel man in Kombination essen kann und welche nicht.
3. Burger
Ein wirklich bekömmlicher Burger besteht idealerweise aus Vollkornbrot, frischem Gemüse und kommt am besten ganz ohne Fleisch aus. Moderne Burger sind dagegen oft überdimensioniert, enthalten viel Fett und werden zusätzlich mit reichlich Soße getoppt. Genau diese Kombination aus Fett und raffinierten Kohlenhydraten kann den Blutzuckerspiegel stark schwanken lassen – ein Mechanismus, der mit dem bekannten Müdigkeitsgefühl nach dem Essen in Verbindung gebracht wird. Wer sich zusätzlich für die Wirkung von Fett auf die Blutgefäße interessiert, findet ergänzende Informationen im Artikel Tomatensaft gegen Cholesterin (und noch viel mehr!).
4. Milchshakes
Shakes sind im Grunde flüssige Kalorien – vor allem, wenn sie reichlich Zucker und Fett enthalten. Selbstgemachte Varianten schneiden zwar meist besser ab, doch auch hier bleibt die Kalorienfrage ein Thema. Wer bewusster naschen möchte, kann stattdessen auf frisches Obst zurückgreifen. Mehr zum richtigen Timing beim Obstverzehr finden Sie ebenfalls im Beitrag über Lebensmittelkombinationen weiter oben.
5. Gebratenes Hähnchen
Gebratenes Hähnchen ohne Haut, dazu viel Gemüse – klingt nach der perfekten Mahlzeit. Und das stimmt auch, solange das Fleisch nicht frittiert, nicht mit schweren Soßen übergossen und wenn möglich auch nicht zu stark gesalzen ist. Wer zusätzlich auf eisenreiche Zutaten achten möchte, um sich weniger erschöpft zu fühlen, findet Anregungen im Artikel Was passiert, wenn Sie jeden Tag eine Paprika essen?
Fazit
Kein einzelnes Lebensmittel ist automatisch der Übeltäter – entscheidend ist meist die Kombination aus viel Fett, raffinierten Kohlenhydraten und großen Portionen. Wer öfter auf frische Zutaten, moderate Mengen und schonende Zubereitungsarten achtet, kann dem nachmittäglichen Energietief oft ein Stück weit vorbeugen. Bei anhaltender, ungewöhnlicher Müdigkeit empfiehlt es sich ohnehin, ärztlichen Rat einzuholen.

























