Datum: 2. APR 26 - GUT ZU WISSEN
Haben Sie schon einmal von Vitamin P gehört? Wenn nicht, sollten Sie es unbedingt kennenlernen!
Vitamin P besitzt erstaunliche heilende Eigenschaften, auch wenn es streng genommen kein richtiger Vitamin ist. Es handelt sich um eine Gruppe pflanzlicher Substanzen mit vitaminähnlichen Eigenschaften.

Zu den Heilstoffen, die überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen, zählen vor allem Flavonoide und Bioflavonoide. Vitamin P wurde bereits im Jahr 1930 vom Nobelpreisträger Albert Szent-Györgyi (geboren in Ungarn, gestorben in den USA) entdeckt, der auch für die Entdeckung von Vitamin C verantwortlich ist. Nach seinen Erkenntnissen besitzt Vitamin P entzündungshemmende Eigenschaften, senkt den Blutzuckerspiegel, verbessert die Insulinsensitivität und hat all die anderen Eigenschaften, die auch Flavonoiden zugeschrieben werden. Diese sind Nebenprodukte des pflanzlichen Stoffwechsels und für den Menschen ein wahrer Gesundheitsschatz.

Heutzutage kennen wir über 6000 Arten von Flavonoiden, die größtenteils in Obst und Gemüse enthalten sind und den Lebensmitteln ihre charakteristische Farbe, ihren Geruch und Geschmack verleihen. Wir wissen heute, dass Flavonoide den Körper vor Pilzen und Bakterien schützen und – da sie reich an Antioxidantien sind – eine Schlüsselrolle für die Gesundheit der Zellen unserer Organe spielen.

Die bekanntesten Flavonoide sind Quercetin, Kurkumin und Rutin, sie wirken entzündungshemmend und schützen das Herz-Kreislauf- sowie das Nervensystem; außerdem sind sie sehr wichtig bei der Krebsbehandlung.

Vitamin P kann auch gewonnen werden, indem man Zitrusfrüchte, Beeren, Kurkuma, schwarzen Pfeffer, Ingwer, Oregano und Rosmarin mischt – allesamt gesunde Lebensmittel.

Vitamin P fördert die Aufnahme von Vitamin C Da Vitamin C wasserlöslich ist, kann es Zellmembranen nur schwer durchqueren und wird daher nur schwer vom Körper absorbiert. Damit dies dennoch gelingt, sorgen die Flavonoide in Erdbeeren, Rosenkohl, Brokkoli, Papaya. Mehr Vitamin C bedeutet auch ein besseres Immunsystem – allerdings nur, wenn dieses Vitamin auch tatsächlich in unseren Körper gelangt, was nicht selbstverständlich ist, selbst wenn Sie vor ein paar Minuten eine Orange gegessen haben.

Vitamin P beugt Krebs vor Flavonoide besitzen starke antioxidative Eigenschaften; sie mildern und verhindern oxidativen Stress auf Zellebene, der maßgeblich für die Entstehung von Krebszellen verantwortlich ist. Ähnliche Flavonoide finden sich in Äpfeln, Kirschen, Beeren und Zitrusfrüchten, aber auch in roter Zwiebel, Knoblauch und Brokkoli. Unter den Gewürzen stechen besonders Oregano, Basilikum und Thymian hervor. Die größte krebshemmende Wirkung – das bestätigen zahlreiche Studien (über 3.500) – erhält man, wenn man Vitamin P mit grünem Tee kombiniert.

Vitamin P wirkt entzündungshemmend und verlangsamt die Alterung Flavonoide im Vitamin P schützen die Zellen vor oxidativen Schäden und verhindern die Wirkung freier Radikale. Die entzündungshemmenden und Anti-Aging-Effekte finden auf Zellebene statt, was weniger abgestorbene und mehr regenerierte Zellen bedeutet (die besten Effekte zeigen sich bei rheumatoider Arthritis).

Vitamin P erhält die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems Flavonoide schützen auch unser Herz und unsere Blutgefäße. Es ist bekannt, dass Lycopin aus Tomaten vor oxidativen Schäden an LDL-Cholesterin-Molekülen schützt. Die Flavonoide Rutin und Hesperidin stärken die Blutgefäße und verhindern den Abbau von Kollagen und Elastin, weshalb Blutgefäße und Kapillaren länger elastisch und fest bleiben. Diese Eigenschaften besitzt auch eine Gewürzmischung aus Oregano, Rosmarin, Knoblauch, Pfeffer und Ingwer.

Vitamin P heilt das Nervensystem Freie Radikale im Körper schädigen häufig die Neuronen des Nervensystems, was Schäden im Gehirn verursachen und unsere kognitiven Funktionen beeinträchtigen kann. Die Flavonoide in Vitamin P fördern die Regeneration von Nervenzellen, was unter anderem auch das Risiko für Alzheimer reduziert.

Wo findet man die meisten Flavonoide? Flavonoide lassen sich schon an der Farbe erkennen. Wenn ein Lebensmittel eine dunkle, kräftige und leuchtende Farbe hat (meist handelt es sich um Blau, Orange oder Rot), dann enthält es bestimmt auch viele Flavonoide. Zu den flavonoidreichsten Lebensmitteln zählen:


  • Äpfel

  • Pflaumen

  • Kirschen

  • Trauben

  • Bananen und Kiwi

  • alle Zitrusarten (Zitronen, Orangen, Grapefruit, Limetten)

  • Beeren (Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren)

  • Zwiebel und Knoblauch

  • Petersilie und Sellerie

  • Tomaten

  • Brokkoli

  • Kohl

  • Grünkohl und Spinat

  • Paprika und Chili

  • Spargel

  • Mandeln

  • grüner und schwarzer Tee

  • Kurkuma

  • Rosmarin und Oregano

  • Zimt (nicht chinesischer oder amerikanischer; nur Ceylon-Zimt zählt)

  • roher Kakao (Kakao in weißer Schokolade zählt nicht)
Die meisten Flavonoide befinden sich in der Schale, durch Erhitzen geht jedoch ein Großteil verloren. Das gilt nicht nur fürs Kochen, sondern auch für die Lagerung. Beispiel: Nach 6 Monaten verliert Zwiebel mehr als die Hälfte ihrer Flavonoide. Das Gleiche gilt für tiefgefrorenes Obst, das sofort ein Drittel seiner Nährstoffe verliert, allerdings in diesem Zustand jahrelang bestehen bleibt. Generell gilt: Beim Kochen gehen fast 80 Prozent der Flavonoide verloren, daher versuchen Sie, so wenig wie möglich zu kochen.
 
Vitamin P
 
Flavonoide
 
Gesundheitsschatz
 
Antioxidantien
 
Krebsprävention
 





Rundum gesund - RSS
Copyright (c)
Rundgesund.com
Februar 2015
π Kontakt:
info@rundgesund.com
Über uns   |   Facebook Rundum Gesund - Seitenanfang