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Warum nehmen Sie trotz Diät zu? Der Mineralstoff, über den kaum jemand sprichtWarum nehmen Sie trotz Diät zu? Der Mineralstoff, über den kaum jemand sprichtWarum nehmen Sie trotz Diät zu? Der Mineralstoff, über den kaum jemand sprichtWarum nehmen Sie trotz Diät zu? Der Mineralstoff, über den kaum jemand sprichtWarum nehmen Sie trotz Diät zu? Der Mineralstoff, über den kaum jemand spricht


Datum: 14. SEP 26 - GUT ZU WISSEN
Warum nehmen Sie trotz Diät zu? Der Mineralstoff, über den kaum jemand spricht
Sie ernähren sich bewusst, treiben regelmäßig Sport – und die Waage bewegt sich trotzdem nicht? Ein oft übersehener Mineralstoff könnte dabei eine Rolle spielen: Jod ...

Sie probieren Diät um Diät aus, gehen regelmäßig ins Fitnessstudio, achten penibel auf Ihre Ernährung – und trotzdem tut sich auf der Waage nichts? Die Erklärung dafür könnte überraschend unspektakulär sein und hat oft gar nichts mit Willenskraft zu tun.



Selbst Weltstars sind vor Schilddrüsen-bedingten Stoffwechselproblemen nicht gefeit: Model Gigi Hadid machte öffentlich, dass sie an der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis leidet – einer Schilddrüsenerkrankung, die ihren Angaben zufolge ihren Stoffwechsel und ihr Körpergewicht spürbar beeinflusst hat, unabhängig davon, wie sie sich ernährte (ABC News). Ihr Fall zeigt eindrücklich, wie eng Schilddrüsenfunktion, Stoffwechsel und Körpergewicht miteinander verknüpft sein können – auch wenn Hashimoto und ein einfacher Jodmangel zwei unterschiedliche Themen sind.



Warum Jod für unseren Körper so wichtig ist



Jod ist ein Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann – wir müssen es über die Nahrung aufnehmen. Es wird vor allem für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt, die wiederum zahlreiche Stoffwechselvorgänge steuern, darunter den Energiestoffwechsel, den Sauerstoffverbrauch und die Körpertemperatur (gesundheit.gv.at).



Zu den möglichen Anzeichen eines Jodmangels zählen unter anderem:



  • anhaltende Müdigkeit und Schwäche

  • ständiges Kältegefühl

  • schlechte Stimmung bis hin zu depressiver Verstimmung

  • in ausgeprägten Fällen auch Herz-Kreislauf-Beschwerden



Einige Untersuchungen bringen eine unzureichende Jodversorgung zudem mit erhöhten Cholesterinwerten in Verbindung – ein Zusammenhang, der unter anderem bei Schilddrüsenunterfunktionen häufiger untersucht wird (iww.de). Ähnliche Wechselwirkungen zwischen Stoffwechsel und Cholesterinspiegel greift auch unser Beitrag über Tomatensaft gegen Cholesterin (und noch viel mehr!) auf.



Läuft die Schilddrüse aufgrund von Jodmangel im sprichwörtlichen "Sparmodus", kann sich das im Alltag so anfühlen, als würde man schon vom bloßen Anblick des Essens zunehmen. Wichtig zu wissen: Auch wer nicht abnehmen möchte, profitiert von einer ausreichenden Jodzufuhr, da das Spurenelement für zahlreiche Körperfunktionen relevant bleibt.



Wie viel Jod braucht der Körper wirklich?



Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre Referenzwerte für die tägliche Jodzufuhr überarbeitet: Erwachsene sollen demnach rund 150 Mikrogramm pro Tag zu sich nehmen, Schwangere und Stillende entsprechend mehr (Deutsches Ärzteblatt). Wer unsicher ist, ob die eigene Ernährung genug Jod liefert, sollte dies am besten ärztlich abklären lassen, statt auf eigene Faust hoch zu dosieren.



Die besten Jodquellen



Die höchsten Jodmengen liefern Meeresgemüse, Algen, Fisch, Fischöl und Meeresfrüchte. Auch bestimmte Mineralwässer sowie jodiertes Speisesalz können einen Beitrag leisten – wobei Jod beim Erhitzen teilweise verdampft, weshalb jodiertes Salz idealerweise roh verwendet wird. Wer generell auf seinen Salzkonsum achten möchte, findet passende Hintergrundinfos in unserem Artikel In welchen Nahrungsmitteln verbirgt sich am meisten Salz?



Auch bei Schilddrüsenthemen können kleine Ernährungsbausteine unterstützend wirken – getrocknete Aprikosen etwa gelten in der Volksmedizin traditionell als bekömmlich für Menschen mit Schilddrüsenthemen, wie wir in 5 nützliche Eigenschaften getrockneter Aprikosen beschrieben haben. Übrigens: Manche äußerlichen Anzeichen wie bestimmte Hautveränderungen im Gesicht werden in der Erfahrungsheilkunde ebenfalls mit der Schilddrüse in Verbindung gebracht – mehr dazu in Was die Falten auf Ihrem Gesicht über Ihre Gesundheit aussagen.



Die heimlichen Gegenspieler des Jods



Zum Schluss noch das Wichtigste: Wussten Sie, dass Jod auch einige "Gegenspieler" hat?



Bestimmte Gemüsesorten enthalten sogenannte goitrogene Substanzen, die die Jodaufnahme der Schilddrüse hemmen können. Eine im Fachjournal EHK – Erfahrungsheilkunde veröffentlichte Übersichtsarbeit beschreibt, dass vor allem Kohlsorten sowie eine besonders soja- oder hülsenfruchtreiche Ernährung diesen hemmenden Effekt zeigen können (Thieme-Connect, DOI 10.1055/a-1288-8491). Dazu zählen insbesondere:




  • Weiß- und Rotkohl

  • Blumenkohl

  • Rosenkohl

  • Hülsenfrüchte

  • Sojaprodukte



Wer diese Lebensmittel roh isst, nimmt den vollen hemmenden Effekt in Kauf. Durch Kochen verliert das Gemüse einen Teil dieser Wirkung – allerdings sinkt dabei im gleichen Maß auch der positive Nährwert. Während einer Diät oder bei bekanntem Jodmangel kann es daher sinnvoll sein, diese Lebensmittel etwas seltener oder in kleineren Mengen zu genießen, statt komplett auf sie zu verzichten.



Fazit



Ob Diäten und Sport nicht wie gewünscht wirken, kann viele Ursachen haben – ein möglicher, oft unterschätzter Faktor ist die Jodversorgung und damit verbunden die Schilddrüsenfunktion. Bei anhaltenden Beschwerden wie Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit oder unerklärlicher Gewichtszunahme lohnt sich in jedem Fall ein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt, um mögliche Ursachen fachlich abklären zu lassen.


 
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Februar 2015
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