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Das goldene Geheimnis im Glas: Warum Kurkuma-Limonade Wissenschaftler begeistertDas goldene Geheimnis im Glas: Warum Kurkuma-Limonade Wissenschaftler begeistertDas goldene Geheimnis im Glas: Warum Kurkuma-Limonade Wissenschaftler begeistertDas goldene Geheimnis im Glas: Warum Kurkuma-Limonade Wissenschaftler begeistertDas goldene Geheimnis im Glas: Warum Kurkuma-Limonade Wissenschaftler begeistert


Datum: 13. AUG 26 - GESUND-&SCHÖNHEIT
Das goldene Geheimnis im Glas: Warum Kurkuma-Limonade Wissenschaftler begeistert
Ein einfaches Getränk aus der eigenen Küche sorgt weltweit für Gesprächsstoff: Erste klinische Studien deuten darauf hin, dass der Curcumin genannte Wirkstoff der Kurkuma bei leichten Stimmungsschwankungen unterstützend wirken könnte.

Ein Löffel goldenes Pulver, ein Spritzer Zitrone, ein Hauch Orange – und plötzlich blicken Forscher an renommierten US-Universitäten genauer hin. Was in indischen Küchen seit Jahrtausenden selbstverständlich ist, beschäftigt heute Ernährungswissenschaftler weltweit: Kurkuma, genauer gesagt ihr Hauptwirkstoff Curcumin, gehört zu den am intensivsten erforschten Pflanzenstoffen überhaupt.



Eine Leserin aus unserer Community berichtete uns kürzlich, wie sie nach stressigen Wochen im Job begann, sich morgens eine Kurkuma-Limonade zuzubereiten – nicht als Ersatz für ärztliche Betreuung, sondern als kleines, bewusstes Ritual im Alltag. "Es ist weniger die Wirkung an sich, die mir hilft", erzählte sie, "sondern der Moment der Ruhe, den ich mir damit jeden Morgen nehme." Genau solche Erfahrungsberichte häufen sich – auch wenn sie natürlich keine wissenschaftliche Studie ersetzen.



Was die Wissenschaft tatsächlich sagt



Kurkuma zählt zu den bestuntersuchten Gewürzen der Welt. Laut dem National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH) der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde NIH wird Curcumin traditionell entzündungshemmende, antioxidative und verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Wichtig dabei: Die NCCIH betont ausdrücklich, dass viele dieser Wirkungen bislang vor allem in Labor- und Tierstudien untersucht wurden und die klinische Evidenz beim Menschen noch begrenzt ist.



Besonders spannend ist eine kleine, aber vielbeachtete klinische Studie indischer Forscher aus dem Jahr 2014. In der im Fachjournal Phytotherapy Research veröffentlichten randomisierten kontrollierten Studie von Sanmukhani und Kollegen wurden 60 Personen mit diagnostizierter depressiver Störung sechs Wochen lang entweder mit Curcumin (1000 mg täglich), mit dem Antidepressivum Fluoxetin (20 mg täglich) oder mit einer Kombination beider Substanzen behandelt. Das Ergebnis: Die Verbesserung der Symptome war in allen drei Gruppen statistisch vergleichbar. Die Autoren betonen jedoch selbst, dass es sich um eine kleine, nicht placebokontrollierte Pilotstudie handelt – weitere, größere Untersuchungen sind notwendig, bevor daraus allgemeine Empfehlungen abgeleitet werden können. Wer unter depressiven Symptomen leidet, sollte sich in jedem Fall an einen Arzt oder Psychotherapeuten wenden; Curcumin ist kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung.



Mitautor dieser Studie war übrigens Dr. Ajay Goel, Krebsforscher am Baylor University Medical Center in Dallas, USA, der sich seit über zwei Jahrzehnten mit der Wirkung von Curcumin beschäftigt. Auch zum Thema Kopfschmerzen gibt es interessante Ansätze: Eine placebokontrollierte Studie zu Migräne zeigte, dass eine Curcumin-Nahrungsergänzung bei Migränepatientinnen mit einer Reduktion bestimmter Entzündungsmarker sowie einer Linderung der Beschwerden einherging. Auch hier gilt: Es handelt sich um erste Hinweise aus einer einzelnen Studie, nicht um eine gesicherte Therapieempfehlung.



Mehr als nur ein Trendgewürz



Kurkuma wird traditionell eine Vielzahl positiver Eigenschaften zugeschrieben – von entzündungshemmenden bis hin zu antioxidativen Effekten. Die NCCIH weist darauf hin, dass Curcumin in Laborstudien antioxidative und entzündungsmodulierende Eigenschaften zeigt, dass jedoch für viele der im Volksmund kursierenden Heilversprechen – etwa im Zusammenhang mit Krebserkrankungen – die wissenschaftliche Beweislage noch nicht ausreicht, um daraus gesicherte Aussagen abzuleiten. Wer mehr über die richtige Anwendung von Kurkuma im Alltag erfahren möchte, findet in unserem Beitrag "Die häufigsten Fehler, die Menschen machen, die Kurkuma verwenden" hilfreiche praktische Tipps – etwa, warum Kurkuma am besten zusammen mit einer Fettquelle eingenommen wird, da die enthaltenen Wirkstoffe fettlöslich sind.



Auch als Ergänzung zu anderen natürlichen Lebensmitteln kommt Kurkuma häufig zum Einsatz: In unserem Artikel "Tomatensaft gegen Cholesterin (und noch viel mehr!)" erfahren Sie, wie sich Kurkuma mit anderen entzündungshemmenden Lebensmitteln kombinieren lässt.



Da Kurkuma zudem reich an sekundären Pflanzenstoffen ist, wird sie gerne in der kälteren Jahreszeit eingesetzt, um das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen. In Kombination mit Vitamin C aus Zitrusfrüchten ergibt sich ein erfrischendes, farbenfrohes Getränk – unser Rezept dazu:



Rezept: Kurkuma-Limonade mit Vitamin C



Zutaten (für ca. 4 Portionen):



  • 1/2 Liter abgekochtes, kaltes Wasser

  • 2 Esslöffel Kurkumapulver

  • 4 Esslöffel Honig oder Ahornsirup

  • Saft einer Zitrone

  • Saft einer Orange



Zubereitung:


Alle Zutaten gut miteinander vermischen und langsam, in kleinen Schlucken, genießen. Bei Verwendung von Honig sollte gründlich gerührt werden, bis sich dieser vollständig aufgelöst hat. Anstelle der Orange lässt sich auch eine Kiwi verwenden, die ebenfalls reich an Vitamin C ist. Wer es spritziger mag, kann das stille Wasser durch Mineralwasser mit Kohlensäure ersetzen – so entsteht ein modernes, erfrischendes Sommergetränk.



Tipp: Da Curcumin fettlöslich ist, kann ein kleiner Schuss Pflanzenmilch oder ein Löffel Kokosöl die Aufnahme im Körper zusätzlich unterstützen.


 
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Februar 2015
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