Neuesten Nachrichten


Interaktive Widgets:




Eis zum Frühstück? Japanische Forscher sagen: Diese „Sünde“ ist vielleicht gar keineEis zum Frühstück? Japanische Forscher sagen: Diese „Sünde“ ist vielleicht gar keineEis zum Frühstück? Japanische Forscher sagen: Diese „Sünde“ ist vielleicht gar keineEis zum Frühstück? Japanische Forscher sagen: Diese „Sünde“ ist vielleicht gar keineEis zum Frühstück? Japanische Forscher sagen: Diese „Sünde“ ist vielleicht gar keine


Datum: 4. AUG 26 - GUT ZU WISSEN
Eis zum Frühstück? Japanische Forscher sagen: Diese „Sünde“ ist vielleicht gar keine
Ein Löffel Vanilleeis statt Kaffee und Toast – klingt nach einem Scherz, ist aber Gegenstand ernsthafter Forschung. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein eiskalter Start in den Tag die Konzentration kurzfristig ankurbeln könnte.

Ein Löffel Vanilleeis statt Kaffee und Toast – klingt nach einem Scherz, ist aber Gegenstand ernsthafter Forschung. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein eiskalter Start in den Tag die Konzentration kurzfristig ankurbeln könnte. Für eine ausgewogene Ernährung sollte Eis dabei die Ausnahme bleiben, nicht die Regel.



„Ich dachte, ich hätte mich verhört“


„Als mir das erste Mal jemand erzählte, ich solle morgens Eis statt Müsli essen, dachte ich, das sei ein Scherz“, erinnert sich eine Leserin aus Österreich, die das Experiment nach einem Zeitungsartikel selbst ausprobiert hat. „Aber an heißen Sommertagen fühlte ich mich danach tatsächlich wacher als nach meinem üblichen Kaffee.“ Genau solche Alltagsbeobachtungen waren es auch, die einen japanischen Wissenschaftler vor einigen Jahren auf eine ungewöhnliche Versuchsreihe brachten.



Was die japanische Studie tatsächlich zeigte


Der Psychophysiologe Yoshihiko Koga von der Kyorin-Universität in Tokio ließ Versuchspersonen unmittelbar nach dem Aufwachen einige Löffel Eis essen und anschließend Reaktions- und Konzentrationstests am Computer absolvieren. Das Ergebnis: Die Eis-Gruppe reagierte schneller und verarbeitete Informationen etwas besser als die Vergleichsgruppe. Gleichzeitig zeigte die Gehirnstromkurve einen Anstieg hochfrequenter Alpha-Wellen – jener Wellen, die häufig mit Wachheit und Entspannung in Verbindung gebracht werden, wie mehrere internationale Medien berichteten, etwa Newsweek, InsideHook und der HuffPost.



Um auszuschließen, dass allein die Kälte für den Effekt verantwortlich war, wiederholte Koga den Versuch mit eiskaltem Wasser statt Eis. Das Ergebnis fiel deutlich schwächer aus – ein Hinweis darauf, dass nicht nur die Temperatur, sondern möglicherweise auch Zucker, Geschmack oder schlicht das Frühstücken an sich eine Rolle spielen, wie Vice berichtete.



Nicht jeder Experte ist überzeugt


Wichtig für die Einordnung: Die Studie war klein, ihre Kontrollmethoden wurden nicht vollständig veröffentlicht, und mehrere Ernährungsexpertinnen bleiben skeptisch. Die britische Forscherin für Ernährungspsychologie, Katie Barfoot, erklärte gegenüber dem Daily Telegraph, der erhöhte Wachheitsgrad lasse sich eventuell einfach dadurch erklären, dass überhaupt gefrühstückt wurde – das Gehirn benötige morgens Glukose, ganz gleich aus welcher Quelle. Auch die Ernährungsberaterin Jo Travers vermutet laut HuffPost, dass allein die Ungewöhnlichkeit von Eis zum Frühstück für einen kleinen „Wow-Effekt“ im Gehirn sorgen könnte.



Mit anderen Worten: Eis zum Frühstück ist kein wissenschaftlich belegtes Gehirn-Doping, sondern höchstens ein interessanter, gelegentlicher Denkanstoß – kein Ersatz für ein ausgewogenes Frühstück im Alltag. Wer sich näher damit beschäftigen möchte, warum ein nahrhaftes Frühstück grundsätzlich wichtig ist, findet dazu weiterführende Informationen im Artikel „Warum ist ein proteinreiches Frühstück der beste Start in den Tag“ auf Rundgesund.com.



Wenn schon Eis, dann so


Wer das Experiment an einem heißen Sommertag trotzdem einmal ausprobieren möchte, kann laut den Berichten Folgendes beachten:



  • Ein bis zwei kleine Kugeln genügen – Milcheis (Vanille, Schokolade, Kaffee, Kakao) oder Nusseis (Haselnuss, Pistazie) werden häufig genannt.

  • Am besten schmeckt und wirkt selbstgemachtes Eis vom Vortag, ganz ohne unnötige Zusatzstoffe.

  • Sich Zeit nehmen und langsam genießen, statt es hastig „nebenbei“ zu essen.

  • Gedämpftes Licht am Frühstückstisch kann den entspannten, aber wachen Zustand zusätzlich unterstützen.



Und ein letzter, augenzwinkernder Tipp aus den Originalberichten: Eis in Gesellschaft zu genießen, wird von manchen als besonders stimmungsvoller Start in den Tag beschrieben – ein netter sozialer Moment, auch wenn sich das wissenschaftlich natürlich nicht belegen lässt.



Fazit


Eis zum Frühstück ist kein Wundermittel für mehr Konzentration, aber ein charmantes Beispiel dafür, wie ungewöhnliche Ernährungsgewohnheiten die Wissenschaft manchmal überraschen können. Als seltene, bewusst genossene Ausnahme an einem heißen Tag spricht wenig dagegen – als tägliche Routine sollte es ein normales, ausgewogenes Frühstück aber nicht ersetzen.


 
Eis zum Frühstück
 
Konzentration und Eis
 
Japanische Studie Eis Frühstück
 
Wissenschaftler Yoshihiko Koga
 
Ausgewogenes Frühstück und Eis
 





Rundum gesund - RSS
Copyright (c)
Rundgesund.com
Februar 2015
π Kontakt:
info@rundgesund.com
Über uns   |   Facebook Rundum Gesund - Seitenanfang