3 Hauptgründe, weshalb wir im Sommer zunehmen3 Hauptgründe, weshalb wir im Sommer zunehmen3 Hauptgründe, weshalb wir im Sommer zunehmen


Datum: 11. JUN 26 - GUT ZU WISSEN
3 Hauptgründe, weshalb wir im Sommer zunehmen
Haben Sie im Sommer schon einmal versucht, gesund zu essen, sich mehr zu bewegen, schwere Speisen zu meiden, und wurden dann im Herbst von der Waage überrascht? Was passiert da?

Glauben Sie es oder nicht: Wissenschaftler der texanischen Baylor-Universität haben bereits 2016 in einer großen Studie gezeigt, dass Kinder in den Sommerferien mehr an Gewicht zulegen als während des Schuljahres. Und noch mehr – das hängt nicht vom Alter ab. Auch Erwachsene, unabhängig von Geschlecht oder Beruf, nehmen im Sommer schneller zu als im Winter. Wie ist das möglich?
Lassen Sie uns erklären: Im Sommer geschehen einige grundlegende Veränderungen, die sich auf unseren Körper auswirken. Wenn wir sie nicht kennen, können wir sie auch nicht kontrollieren. So sammeln sich die Kilos still und leise an.
Deshalb laden wir Sie ein, gemeinsam die drei Hauptgründe anzuschauen, warum das passiert. Versprochen – ohne lateinische Begriffe, ohne Moralpredigten, dafür mit einer Prise alter Volksweisheit und geprüften Zahlen.
  1. Sommerliche Speisen sind tückischer, als sie scheinen Wenn es nach Ćevapčići, Popcorn oder dreifachem Eis duftet, denken Sie vielleicht – ich war heute den ganzen Tag in der Sonne und bin außerdem noch geschwommen! Aber schauen wir uns die Zahlen an. Eine durchschnittliche Kugel Eis hat etwa 150 Kalorien, doch selten bleiben wir bei einer. Zwei Gläser Limonade? Rund 300 Kalorien, und das sind leere Kalorien – ohne Vitamine oder Mineralien.
    Nun überlegen Sie mal: Ein Nachmittags-Picknick mit Getränken, etwas Süßem, einem Hauch Wein und ein paar Fleischstücken vom Grill ergibt schnell mehr als 1500 Kalorien – das ist fast der gesamte Tagesbedarf einer erwachsenen Frau mit wenig Bewegung. Und im Urlaub? Passiert das Tag für Tag. Doch der Körper vergisst nicht.
    Außerdem trinken wir im Sommer mehr Alkohol. Ein Glas Bier enthält ungefähr 150 Kalorien, ein Glas Wein sogar noch mehr – rund 200. Lassen wir abends bei Gesellschaft zwei oder drei Gläser zu, sind wir rasch über der Grenze.
    Und auch wenn wir denken, wir würden durch mehr Bewegung die Kalorien verbrennen, sieht die Realität häufig anders aus ...
  2. Bei Hitze bewegen wir uns nicht genug Im Sommer ist es oft zu heiß, um sich wirklich zu bewegen. Obwohl die Tage länger sind, meiden wir tagsüber wegen der Hitze körperliche Anstrengung. Bei über 30 Grad Celsius verbraucht der Körper bereits enorme Energie zur Kühlung, wir aber werden schlapper und passiver. Laut einer Studie der Amerikanischen Herzvereinigung sinkt die körperliche Aktivität im Sommer beim Durchschnittsbürger um 30 %, was enorm ist.
    Schwimmen oder ein Spaziergang am Strand scheinen ausreichend zu sein, aber auch dort sitzen oder liegen wir häufig. Im Sommer laufen wir zwar mehr – das stimmt – aber ein Stadtbummel mit gelegentlichem Eisessen ist nicht dasselbe wie intensive Bewegung.
    Unsere Vorfahren arbeiteten zur Erntezeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Heute leben wir anders. Klimaanlagen halten uns drinnen, Bewegung verschieben wir auf Morgen- oder Abendstunden – aber abends gehen wir lieber mit Freunden aus. Und morgens ... fällt das Aufstehen schwer, nicht wahr?
  3. Der Schlaf leidet im Sommer – und damit auch der Stoffwechsel Schlaf ist eines der stärksten natürlichen Heilmittel, die wir haben. Und doch schlafen wir im Sommer schlechter. Warum?
    Nachts kühlt es im Sommer oft nicht genug ab, vor allem in Städten. Wenn es im Schlafzimmer nicht unter 21{-15696}C ist, fällt es dem Körper schwerer, in den Tiefschlaf zu gelangen. Dazu kommen Mücken, Nachtleben, Reisen in andere Zeitzonen und ein durcheinander gebrachter Rhythmus – und schon haben wir das perfekte Rezept für Müdigkeit.
    Wissenschaftler aus Chicago fanden heraus, dass bereits 5 aufeinanderfolgende Nächte mit schlechtem Schlaf das Sättigungsgefühl senken und die Ausschüttung des Hormons Ghrelin steigern – das ist das Hungerhormon, das Sie auch zum Kühlschrank treibt, wenn Sie gar nicht wirklich hungrig sind. Gleichzeitig sinkt das Level von Leptin – jenes Hormon, das dem Körper Sättigung signalisiert.
    Zudem beeinflusst Schlafmangel das Hormon Cortisol – das Stresshormon. Je mehr davon, desto mehr speichert der Körper Fett, vor allem am Bauch. Das ist ein natürlicher Schutz – der Körper glaubt, Sie seien in Gefahr, und speichert daher Energie. Und wir fragen uns, warum wir trotz Diät zunehmen.
Was können Sie tun, um diesen Sommer auf Kurs zu bleiben?
Hier einige praktische, alte und neue Tipps, die wirklich helfen – erprobt:
  1. Rhythmus ist der Schlüssel Versuchen Sie, eine regelmäßige Zeit zum Aufstehen, Schlafen und Essen einzuhalten. Der Körper hat eine innere Uhr, und wenn Sie ihm die Mahlzeiten stets zur selben Zeit anbieten, läuft der Stoffwechsel reibungsloser. Auch Großmütter sagten: Ordnung am Tisch bedeutet Ordnung im Bauch.
  2. Eiweiß zum Frühstück Experten empfehlen, morgens etwas Eiweiß zu essen – ein hartgekochtes Ei, Quark oder Joghurt. Das reguliert den Appetit über den Tag. Laut einer Studie der Universität Missouri nehmen diejenigen, die morgens Eiweiß essen, bis abends 400 Kalorien weniger zu sich.
  3. Trinken Sie Wasser, keine Kalorien Statt süßer Getränke genießen Sie Wasser mit Minze und Zitrone oder ungesüßten Tee. Alte Kräuterkundige sagten: Was nicht brennt, das brennt dich nicht. Kohlensäurehaltige Getränke „zünden“ im Körper den Zucker förmlich an – ganz ohne Nutzen.
  4. Schlaf soll ein Ritual sein Lüften Sie vor dem Schlafengehen das Zimmer, trinken Sie Melissen- oder Hopfentee und schalten Sie alle Bildschirme mindestens eine halbe Stunde vor dem Schlafen aus. Melisse, seit Jahrhunderten zur Beruhigung genutzt, wirkt wohltuend auf das Nervensystem. Eine deutsche Studie zeigte, dass regelmäßiges Trinken von Melissentee bei 70% der Menschen Schlafprobleme verringert.
Der Sommer soll Zeit zur Entspannung sein, nicht zum Sorgenmachen
Liebe Leserinnen und Leser, der Sommer ist eine Zeit der Wärme, der Freunde, der Gemeinschaft und des Genießens. Es ist nichts falsch daran, sich ein gutes Essen und ein kühles Getränk zu gönnen. Aber wenn Sie verstehen, was im Hintergrund mit Ihrem Körper passiert, können Sie alles ohne schlechtes Gewissen genießen – und ohne Extrakilos.
Denken Sie daran – Ihr Körper ist Ihr bester Verbündeter. Wenn Sie ihm Rhythmus, Ruhe und gutes Essen geben, wird er es Ihnen mit Gesundheit, Energie und einem Lächeln zurückgeben.


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