Datum: 20. MAI 26 - GUT ZU WISSEN
Nahrungsergänzungsmittel, das das Krebsrisiko senkt
Wir sprechen von einem Mineralstoff, der für gesunde Knochen wesentlich ist, und neueste Forschungen bestätigen außerdem, dass er auch das Risiko für die Entstehung von Darmkrebs verringert. Wissen Sie, was das ist?!

Erklären wir zunächst auf einfache Weise: Krebs ist nicht eine einzige Krankheit, sondern eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen sich einige Zellen im Körper unkontrolliert teilen. So, als würde irgendwo im Körper eine Bremse versagen, die normalerweise verhindert, dass Zellen außer Kontrolle geraten. Wenn diese Zellen also ihre Wachstumshemmung verlieren, beginnen sie, Tumore zu bilden – Ansammlungen abnormaler Zellen – und wenn sich diese im Körper ausbreiten, spricht man von Metastasen, was die gefährlichste Krebsform ist.

Am wichtigsten ist meistens, Krebs früh zu entdecken, da er in frühen Stadien heilbar ist. Aber was, wenn man noch einen Schritt weitergehen könnte? Was, wenn man Krebs ganz vermeiden könnte?

Und hier kommt Kalzium ins Spiel!

Kalzium kennen wir alle – besonders wird es mit starken Knochen und Zähnen in Verbindung gebracht. Es befindet sich in Milch, Käse, Joghurt, aber auch in Blattgemüse, Nüssen und Fischen mit weichen Gräten (wie Sardinen). Doch hier sprechen wir nicht nur von Ernährung. Es geht um Nahrungsergänzungsmittel, in denen Kalzium konzentriert in Form von Kapseln oder Tabletten enthalten ist.

Wissenschaftler des amerikanischen Krebsinstituts haben gemeinsam mit mehreren europäischen Forschern eine umfassende Analyse durchgeführt, in der sie untersuchten, wie Kalzium das Risiko der Entwicklung von Darmkrebs beeinflusst – das ist eine der häufigsten Krebsarten überhaupt. Ihre Erkenntnisse sind überraschend: Menschen, die täglich ein Nahrungsergänzungsmittel mit Kalzium (in einer Menge von etwa 500 mg pro Tag) einnahmen, hatten eine um ganze 31 % geringere Wahrscheinlichkeit, an dieser Krebsart zu erkranken.

Warum gerade diese Menge?

500 mg Kalzium sind nicht viel – das entspricht ungefähr der Menge, die in zwei Dezilitern Milch und zwei Scheiben Käse enthalten ist. In dieser Studie wurde jedoch nicht das natürliche Kalzium aus der Nahrung berücksichtigt, sondern nur das in Form von Nahrungsergänzung. Und genau das zeigte laut deren Daten die beste Schutzwirkung.

Schauen wir genauer hin: Die Studie umfasste mehrere tausend Personen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Lebensstile. Es zeigte sich, dass Kalzium aus Nahrungsmitteln wie Milch oder Brokkoli keinen so ausgeprägten Effekt hatte. Entscheidend war das zusätzlich eingenommene Kalzium in Form von Kapsel oder Tablette.

Wie wirkt Kalzium auf Krebszellen?

Die Wissenschaft hat hier noch keine endgültige Antwort, aber es gibt mehrere Theorien. Eine besagt, dass Kalzium Gallensäuren und andere Stoffe im Darm bindet, die sonst die Darmwand reizen und Veränderungen hervorrufen könnten, die zu Krebs führen. Kalzium wirkt also gewissermaßen wie ein „Reiniger“, der gefährliche Substanzen neutralisiert, bevor diese sich an der Darmwand anlagern.

Eine andere Theorie: Kalzium fördert das Absterben abnormaler Zellen, bevor daraus etwas Gefährlicheres entsteht. In jedem Fall handelt es sich um Mechanismen, die dem Körper helfen, sich selbst zu schützen.

Was sagen andere Studien?

Natürlich sind nicht alle Studien gleich. Im Jahr 2013 wurde an der Universität von Auckland in Neuseeland eine ähnliche Untersuchung durchgeführt, bei der kein so ausgeprägter Einfluss von Kalzium auf die Krebsprävention festgestellt werden konnte. Allerdings wurde in dieser Studie besonders hervorgehoben, dass Kalzium einen schützenden Effekt gegen Prostatakrebs haben könnte, die häufigste Krebsart bei Männern. Es gilt also: Auch wenn die Effekte nicht bei allen Krebsformen identisch sind, gibt es ein klares Muster, dass Kalzium das Risiko insgesamt senken kann.

Nach Angaben des britischen NHS (Nationaler Gesundheitsdienst) erkranken im Vereinigten Königreich jedes Jahr über 42.000 Menschen an Darmkrebs. In Slowenien liegt die Zahl laut dem letzten Krebsregister bei rund 1.500 pro Jahr, das heißt, im Schnitt erkranken täglich etwa 4 Sloweninnen und Slowenen daran. Könnte man mit einem einfachen Nahrungsergänzungsmittel diese Zahl um ein Drittel senken, wären das 500 Erkrankungen weniger pro Jahr – eine enorme Zahl.

Was bedeutet das?

Das bedeutet, dass Sie nicht gleich teure Medikamente oder exotische Diäten suchen müssen. Allein das Wissen, dass Kalzium als natürlicher Schutz wirken kann, eröffnet viele Möglichkeiten. Natürlich sollte Ihnen auch eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung, viel Bewegung, möglichst wenig Alkohol und das Aufgeben des Rauchens helfen – alles Faktoren, die nachweislich die Krebsrate senken.

Für einen Erwachsenen wird eine tägliche Kalziummenge von etwa 1.000 mg empfohlen, das heißt, zusätzliche 500 mg als Ergänzung liegen noch immer im sicheren Bereich.

Wichtiger Hinweis

Wie bei allen Ergänzungsmitteln gilt auch bei Kalzium: Maß halten! Zu viel Kalzium kann auf Dauer die Nieren belasten oder Verstopfung verursachen. Bevor Sie längere Zeit zu Ergänzungen greifen, sprechen Sie mit einem Arzt oder Apotheker, besonders wenn Sie bereits andere Medikamente nehmen.

Volksweisheit und Kalzium

In der Volksmedizin werden seit Jahrhunderten Tierknochen, Milchprodukte und sogar Eierschalen als Kalziumquelle genutzt. In unseren Gegenden war es üblich, dass Großmütter Eierschalen zu Pulver zerkleinerten, sie abkochten und dann den Speisen zusetzten – heute wissen wir: Dieses Pulver ist tatsächlich reich an Kalzium. Es war so etwas wie ein Hausmittel, das demselben Zweck diente wie heutige Tabletten.

In Japan, wo es eine der niedrigsten Raten an Darmkrebs weltweit gibt, werden regelmäßig Kalziumsuppen aus Fisch und Algen gegessen – auch hier geht es um dieselbe Grundidee: Stärkung der Darmschleimhaut und Entgiftung.

Was also tun?

Wenn Sie unsicher sind, beginnen Sie mit kleinen Schritten. Prüfen Sie, ob Sie mit der Ernährung genug Kalzium aufnehmen. Falls nicht, denken Sie über eine Ergänzung nach – vor allem, wenn Sie über 50 sind oder eine familiäre Vorgeschichte mit Krebserkrankungen haben. Wichtig ist: Ein solches Ergänzungsmittel ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, sondern nur eine Ergänzung dazu.

Fazit?

In einer Welt, in der wir täglich neue Krebsfälle hören, können wir aufatmen, wenn wir wissen: Die Natur – zusammen mit der Wissenschaft – bietet Lösungen. Und Kalzium ist eine davon. Es ist kein Zauberstab, aber Zahlen lügen nicht: 30 % weniger Risiko für eine der gefährlichsten Krankheiten ist mehr als Grund genug, beim nächsten Essen einen Moment innezuhalten. Vielleicht rettet genau diese Entscheidung eines Tages Ihr Leben.
 
Kalzium Nahrungsergänzungsmittel
 
Krebsprävention Kalzium
 
Darmkrebs Risiko Senkung
 
Amerikanisches Krebsinstitut Forschungsergebnisse
 
Kalzium Wirkung auf Krebszellen
 





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Februar 2015
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