Datum: 20. MAI 26 - GUT ZU WISSEN
5 Lebensmittel, die gegen Entzündungsprozesse im Körper helfen können
Wenn wir von Gesundheit sprechen, kommt man an einer der größten Gefahren unserer Zeit nicht vorbei – den Entzündungen im Körper. Aber Vorsicht: Entzündungen sind an sich noch lange nicht unser Feind!

Entzündungen sind nicht einfach so da. Sie sind ein natürlicher Abwehrmechanismus des Körpers; sie retten uns jedes Mal das Leben, wenn wir uns stoßen, schneiden oder ein Virus uns befällt. Viele betonen gerne den Unterschied zwischen akuter Entzündung, die kommt und geht wie ein Sommergewitter, und chronischer Entzündung, die im Körper leise schwelt, ohne dass wir sofort die Folgen bemerken.

Was ist eine Entzündung und wann ist sie zu viel?

Wenn der Körper einen Eindringling erkennt – das kann eine Bakterie, ein Virus, Pollen, aber auch Stress oder ungesunde Ernährung sein – wird eine Abwehrreaktion ausgelöst. Der Körper sendet Zellen dorthin, die kämpfen, heilen und reinigen. Aber manchmal wollen die Entzündungen nicht verschwinden. Wie ein ungebetener Gast, der sich auf dem Sofa einnistet und nicht gehen will, bleibt auch eine chronische Entzündung bestehen und richtet Schaden an, noch bevor wir merken, dass etwas nicht stimmt.

Laut dem Magazin HowStuffWorks ist genau diese Art von Entzündung mit Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes, Depression, Autoimmunerkrankungen, Asthma und sogar Krebs verbunden.

Die Ernährung spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Laut einer Studie im American Journal of Clinical Nutrition aus dem Jahr 2020 war eine Ernährung, die reich an industriell verarbeiteten Lebensmitteln, gesättigten Fetten und Zucker war, mit einem 42 % höheren Risiko für chronische Entzündungen verbunden.

Deshalb laden wir Sie ein, sich heute ein paar Minuten Zeit zu nehmen und fünf Lebensmittel kennenzulernen, die die Kraft eines natürlichen Feuerlöschers besitzen – sie beruhigen stille, innere Entzündungen effektiv und sanft. Und das Beste: Sie sind lecker, erschwinglich und finden sich schon in fast jeder Küche wieder.


  • Joghurt und fermentierte Lebensmittel – Freunde unseres Darms

    Unsere Großmütter kannten das Wort Mikrobiom nicht, aber Sauerkraut war in jedem echten Bauernhaus ein Teil des Alltags. Heute wissen wir: Der Darm ist unser zweites Gehirn, sagen Forscher der Harvard University. In ihm leben mehr als 100 Billionen Mikroorganismen, die nicht nur die Verdauung, sondern auch Entzündungsreaktionen im Körper regulieren. Joghurt mit Probiotika (das sind nützliche Bakterien, die helfen, die Darmflora auszugleichen) kann chronische Entzündungen deutlich verringern. In einer im Frontiers in Nutrition veröffentlichten Studie zeigten Personen, die sechs Wochen lang täglich 250 g Joghurt zu sich nahmen, niedrigere Werte von C-reaktivem Protein (CRP) – einem Blutmarker, der anzeigt, wie viel Entzündung im Körper ist. Wenn Sie kein Fan von Sauerkraut oder Kefir sind, können Sie es auch mit selbstgemachtem Joghurt oder Kombucha versuchen. Achten Sie lediglich darauf, natürliche Produkte ohne zugesetzten Zucker zu wählen – denn Zucker facht das Feuer der Entzündung schnell wieder an.
  • Fetter Fisch rein, Entzündung raus

    Fettreiche Fische wie Lachs, Sardinen und Makrele sind nicht nur schmackhaft. Sie strotzen vor Omega-3-Fettsäuren, die im Körper wie ein Feuerlöscher für Entzündungsprozesse wirken. Omega-3 reduziert die Bildung von Prostaglandinen – chemischen Substanzen, die dem Körper signalisieren, eine Entzündung auszulösen. Laut dem Fachjournal Nutrition Research Reviews senkt der regelmäßige Verzehr von fettem Fisch (mindestens 2x pro Woche) die Entzündungsmarker bei Menschen mit metabolischem Syndrom um mehr als 30 %. Da Fisch jedoch immer seltener auf dem Speiseplan steht – etwa wegen hoher Preise – können Omega-3 auch mit Walnüssen, Chiasamen und Leinöl ergänzt werden. Ein Esslöffel gemahlenes Leinmehl am Tag deckt den Bedarf an Alpha-Linolensäure (ALA), der pflanzlichen Form von Omega-3.
  • Kurkuma – Sonne aus dem Osten

    Wer schon mal Curry gekocht hat, kennt Kurkuma. Dieses leuchtend gelbe Gewürz wurde dank des Wirkstoffs Curcumin zum Star unter den natürlichen Entzündungslöschern. Curcumin wird auch als Heilgold bezeichnet, denn es kann NF-kB blockieren – einen Stoff, der als Hauptauslöser für Entzündungsprozesse im Körper gilt. Das Problem? Curcumin wird schlecht aufgenommen. Doch es gibt eine Lösung: Schwarzer Pfeffer enthält Piperin, das die Aufnahme von Curcumin um ganze 2000 % steigert; das bestätigen Studien auf PubMed Central. Für stärkere Effekte kann man auch Nahrungsergänzungsmittel mit Curcumin erwägen – darin ist die Konzentration höher als im normalen Gewürz. Dieses Supplement sollte jedoch immer mit Piperin oder in Mizellenform angeboten werden, sonst gehen die meisten Vorteile leider verloren.
  • Extra natives Olivenöl – ein Tropfen Weisheit von sonnigen Hügeln

    Olivenöl ist nicht nur ein Gewürz, sondern fast ein Heilmittel. In der Mittelmeerdiät wird es täglich verwendet – und genau diese Ernährungsweise wurde von der UNESCO zum Kulturerbe erklärt. Die Menschen dieser Regionen sind für ihre Langlebigkeit bekannt. Warum? Olivenöl ist reich an Oleocanthal, einer Verbindung mit einer ähnlichen Wirkung wie Ibuprofen – nur ohne Nebenwirkungen. Einer Studie der University of Pennsylvania zufolge besitzen 50 ml extra natives Olivenöl (ca. 3 Esslöffel) eine vergleichbare entzündungshemmende Wirkung wie 10 % der Ibuprofen-Dosis, die man bei Kopfschmerzen einnimmt. Aber nicht jedes Öl ist gleich – wichtig ist, dass es kaltgepresst und unraffiniert ist; so bleibt es unverarbeitet durch Hitze oder Chemikalien und bewahrt alle seine gesunden Inhaltsstoffe.
  • Dunkle Schokolade – Gesundheit mit einem Hauch süßer Sünde

    Zum Schluss noch eine Leckerei, die in vielen Herzen einen besonderen Platz hat – Schokolade. Aber nicht irgendeine. Die Rede ist von dunkler Schokolade mit mindestens 70 % Kakao (gerne mehr). Diese enthält Flavonoide – Antioxidantien, die oxidativen Stress verhindern und Entzündungen im Körper reduzieren. Eine im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Studie zeigt, dass Menschen, die regelmäßig kleine Mengen dunkler Schokolade konsumieren, niedrigere CRP-Werte aufweisen. Aber Achtung: Schokolade mit Milch oder zugesetztem Zucker hat nicht denselben Effekt, sondern kann Entzündungen sogar noch verstärken! Für den größten Nutzen gönnen Sie sich täglich ein bis zwei Stückchen qualitativ hochwertiger, dunkler Schokolade – am besten mit möglichst wenig zugesetztem Zucker und ohne Milchbestandteile.
In einer Zeit, in der uns Lebensmittel aus dem Regal mit bunter Verpackung und süßen Versprechen locken, ist es an der Zeit, zu den Ursprüngen der Natur zurückzukehren. Entzündungen im Körper sind eine stille Macht, die wir nicht nur mit Medikamenten, sondern vor allem auch mit der Auswahl der Lebensmittel auf unserem täglichen Speiseplan beruhigen können.

Deshalb empfehlen wir Ihnen herzlich, mehr fermentierte Lebensmittel, fettreichen Fisch, Kurkuma, Olivenöl und dunkle Schokolade in Ihren Speiseplan zu integrieren – nicht, weil es Trend ist, sondern weil es wissenschaftlich belegt und durch Erfahrungen jahrtausendelanger Tradition untermauert ist.

Ihr Körper wird es Ihnen danken. Und wenn Sie das nächste Mal ein Stück dunkler Schokolade genießen oder einen Löffel Joghurt essen, wissen Sie – das ist nicht nur Nahrung. Es ist Ihr natürlicher Schutzschild gegen die Krankheiten des modernen Lebens.
 
Entzündungshemmende Lebensmittel
 
Naturheilmittel gegen Entzündungen
 
Gesunde Ernährung für Entzündungsprozesse
 
Entzündungskampf mit Lebensmitteln
 
Natürliche Entzündungshemmer
 





Rundum gesund - RSS
Copyright (c)
Rundgesund.com
Februar 2015
π Kontakt:
info@rundgesund.com
Über uns   |   Facebook Rundum Gesund - Seitenanfang