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Datum: 12. MAI 26 - GUT ZU WISSEN
Fördern Proteine wirklich die Krebsentwicklung?
Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass eine hohe Aufnahme von tierischen Proteinen zur Krebsentwicklung beiträgt, während eine Reduzierung ihres Konsums die Entstehung von malignen Zellen verlangsamen oder sogar verhindern kann.

Dr. Campbell begann seine Forschungslaufbahn auf den Philippinen, wo er eine ungewöhnlich hohe Rate von Leberkrebs bei Kindern aus wohlhabenderen Familien beobachtete. Diese Kinder ernährten sich eiweißreich, vor allem mit Proteinen tierischen Ursprungs, insbesondere aus Milch und Fleisch. Das war überraschend, da Leberkrebs normalerweise eine Krankheit von Erwachsenen ist.

Inspiriert von einer Studie aus Indien, bei der Ratten, die dem Aflatoxin (einem starken krebserregenden Toxin) ausgesetzt waren, mit unterschiedlichen Proteinmengen gefüttert wurden, führte Dr. Campbell eigene Forschungen durch. Er stellte fest, dass die Ratten, die 20 % Protein in der Ernährung bekamen, Krebs entwickelten, während diejenigen mit nur 5 % Protein keine Anzeichen von Krankheit zeigten. Das deutete darauf hin, dass eine hohe Proteinzufuhr das Wachstum von Krebszellen fördern kann.

Die Rolle des Aflatoxins

Aflatoxin ist ein Toxin, das von bestimmten Schimmelpilzen produziert wird und häufig in kontaminierter Nahrung vorkommt, wie z.B. Erdnüssen und Mais. Dieses Toxin ist für seine Fähigkeit bekannt, Krebs zu verursachen, insbesondere Leberkrebs. Dr. Campbell fand heraus, dass eine hohe Proteinzufuhr die Aktivität von Enzymen erhöht, die das Aflatoxin in noch schädlichere Verbindungen umwandeln, was das Risiko für DNA-Mutationen und die Entwicklung von Krebs erhöht.

Pflanzliche Proteine als Alternative

Es ist wichtig zu betonen, dass die Forschungen von Dr. Campbell nicht den gleichen Effekt bei pflanzlichen Proteinen zeigten. Ratten, die mit pflanzlichen Proteinen wie aus Weizen oder Soja gefüttert wurden, entwickelten keinen Krebs, selbst bei höheren Proteinanteilen in der Nahrung. Das deutet darauf hin, dass pflanzliche Proteine eine sicherere Alternative sind und das Wachstum von Krebszellen nicht auf dieselbe Weise fördern wie tierische Proteine.

Praktische Tipps

Auf Basis dieser Erkenntnisse wird empfohlen, die Aufnahme tierischer Proteine auf weniger als 10 % der gesamten Kalorienzufuhr zu reduzieren, noch besser wäre etwa 5 %. Dies kann erreicht werden, indem mehr pflanzliche Proteinquellen in die Ernährung integriert werden, wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Vollkorngetreide.

Wenn wir diese Richtlinien beachten, können wir dazu beitragen, das Krebsrisiko zu senken und die allgemeine Gesundheit zu verbessern.

Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir das Buch The China Study von Dr. T. Colin Campbell, welches die Verbindung zwischen Ernährung und Gesundheit ausführlich beschreibt und weitere Einblicke in die Forschung in diesem Bereich bietet.


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Februar 2015
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