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Datum: 5. MAI 26 - GUT ZU WISSEN
Makrobiotika: uraltes Wissen oder moderne Falle?
Wenn wir über eine Ernährungsweise sprechen, die ein langes Leben und inneres Gleichgewicht unterstützen soll, wird die makrobiotische Ernährung oft erwähnt. Wissen Sie warum?

Die makrobiotische Ernährung ist eine Ernährungsweise, die aus östlichen Philosophien – vor allem dem Zen-Buddhismus – stammt und das Gleichgewicht zwischen Yin- und Yang-Energien in der Nahrung betont. Makrobiotik ist nicht nur eine Diät, sondern ein ganzheitlicher Lebensstil, der die Ernährung, die Art der Zubereitung der Speisen, die Auswahl der Küchenutensilien und sogar die Lebensweise einschließt.

Was ist makrobiotische Ernährung?

Die makrobiotische Ernährung basiert auf dem Verzehr von vollwertigen, lokal angebauten und saisonalen Lebensmitteln. Der Fokus liegt auf Vollkorngetreide, Gemüse, Hülsenfrüchten und fermentierten Produkten. Fleisch, Milchprodukte, raffinierte Zucker und verarbeitete Lebensmittel werden in dieser Ernährungsweise größtenteils ausgeschlossen. Auch die Verwendung von Mikrowellen, Aluminiumtöpfen und Plastikutensilien wird abgeraten, da diese das energetische Gleichgewicht der Nahrung stören sollen.

Gesundheitliche Vorteile der makrobiotischen Ernährung

Aufgrund des hohen Ballaststoffgehaltes und des niedrigen Gehalts an gesättigten Fetten soll die makrobiotische Ernährung zu einer besseren Herz-Kreislauf-Gesundheit beitragen. Einige Studien haben gezeigt, dass eine an Phytoöstrogenen aus Soja reiche Kost das Risiko für bestimmte Krebsarten, wie Brust-, Prostata- und Darmkrebs, senken kann. Darüber hinaus kann eine solche Ernährung zur Regulierung des hormonellen Gleichgewichts beitragen, insbesondere bei Frauen in den Wechseljahren.

Potenzielle Risiken und Nachteile

Trotz der zahlreichen Vorteile hat die makrobiotische Ernährung auch ihre Nachteile. Durch den Ausschluss tierischer Produkte kann es zu einem Mangel an Vitamin B12, Eisen, Kalzium und Vitamin D kommen. Dies kann zu Anämie, Osteoporose und anderen gesundheitlichen Problemen führen. Auch kann eine strenge makrobiotische Ernährung zu einem Mangel an Energie und Proteinen führen, besonders bei Kindern, Schwangeren und stillenden Müttern.

Anpassungen und Empfehlungen

Für diejenigen, die der makrobiotischen Ernährung folgen möchten, ist es wichtig, sie an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Das Einbeziehen kleiner Mengen von Fisch, Meeresfrüchten oder fermentierten Milchprodukten kann helfen, Nährstoffmängel zu vermeiden. Es ist ebenfalls ratsam, die Spiegel der wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Die makrobiotische Ernährung bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile, erfordert jedoch sorgfältige Planung und Anpassung. Bevor Sie sich für eine solche Ernährungsweise entscheiden, ist es ratsam, einen Ernährungsberater oder Gesundheitsexperten zu konsultieren. Mit dem richtigen Ansatz kann Makrobiotik Teil eines gesunden und ausgewogenen Lebensstils werden.
 
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Februar 2015
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