Datum: 28. MÄR 26 - GUT ZU WISSEN
Essen Sie keinen Fisch, wenn Sie Gelenkschmerzen haben
Gelenkschmerzen können durch verschiedene Faktoren verursacht werden, einer davon ist die Ansammlung von Harnsäure im Körper.

Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen – Substanzen, die natürlicherweise im Körper und in bestimmten Lebensmitteln vorkommen. Wenn diese Säure im Überschuss vorhanden ist, kann sie in den Gelenken kristallisieren und eine Krankheit namens Gicht verursachen.

Was verursacht die Ansammlung von Harnsäure?

Harnsäure entsteht, wenn der Körper Purine abbaut, die in vielen Lebensmitteln enthalten sind. Wenn der Körper diese Säure nicht effizient über die Nieren ausscheiden kann, beginnt sie sich im Blut anzusammeln, was das Risiko für Gicht erhöht. Nach Angaben des American College of Rheumatology leiden etwa 4 % der Erwachsenen an Gicht, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen.

Untersuchungen zeigen, dass Lebensmittel mit hohem Puringehalt zu den Hauptverursachern für erhöhte Harnsäure zählen. Dazu gehören bestimmte Fischarten wie konservierte und frische Sardinen, Anchovis und Hering, aber auch Fleisch (insbesondere Innereien wie Leber), Spargel, Pilze und Hülsenfrüchte wie Bohnen. Eine Reduzierung des Verzehrs dieser Lebensmittel kann wesentlich dazu beitragen, Schmerzen und Symptome der Gicht zu lindern.

Wie wirkt sich die Ernährung auf Gicht aus?

Eine richtig geplante Ernährung kann das Risiko für Gichtanfälle deutlich senken. Wissenschaftler haben festgestellt, dass bei Menschen, die eine purinarme Ernährung zu sich nehmen, der Harnsäurespiegel im Blut um bis zu 20 % sinkt. Zu den am meisten empfohlenen Lebensmitteln zur Vorbeugung von Gicht zählen:
  • fettarme Milchprodukte, die bei der Ausscheidung von Harnsäure helfen,

  • Vollkornprodukte, die einen stabilen Blutzuckerspiegel sichern,

  • Gemüse (außer Spargel, Spinat und Pilze, die mehr Purine enthalten),

  • Nüsse und Samen, die keinen Einfluss auf den Harnsäurespiegel haben,

  • viel Wasser – mindestens 2 Liter täglich, da dies beim Ausscheiden der Säure hilft.

Laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie sank bei Menschen, die eine purinarme Ernährung befolgten, die Anzahl der Gichtanfälle im Laufe eines Jahres um bis zu 60 %.

Welche Getränke und Nahrungsergänzungsmittel können helfen?

Neben der richtigen Lebensmittelauswahl ist auch entscheidend, was wir trinken. Alkohol, vor allem Bier und Spirituosen, erhöht die Produktion von Harnsäure und verringert deren Ausscheidung, weshalb er gemieden werden sollte. Auf der anderen Seite können grüner Tee und Kaffee dazu beitragen, das Risiko für Gicht zu senken, da sie die Nierenfunktion anregen.

Einige Studien zeigen, dass Vitamin C helfen kann, den Harnsäurespiegel zu senken. In einer Untersuchung des American Journal of Clinical Nutrition wurde festgestellt, dass die tägliche Einnahme von 500 mg Vitamin C den Harnsäurespiegel im Blut um etwa 10 % senken konnte.

Der Schlüssel zu gesunden Gelenken

Wenn Sie Gelenkbeschwerden haben, ist es wichtig, Ihre Ernährung anzupassen und die Aufnahme von Lebensmitteln zu begrenzen, die die Symptome verschlimmern können. Vermeiden Sie Fische wie Sardinen und Hering, reduzieren Sie den Verzehr von rotem Fleisch und Alkohol und erhöhen Sie den Verzehr von Milchprodukten sowie Gemüse. Diese Änderungen können das Wohlbefinden der Gelenke entscheidend verbessern und das Risiko schmerzhafter Gichtanfälle senken.

Wie der britische Rheumatologe Dr. John Taylor sagt: Kleine Veränderungen in der Ernährung können große Verbesserungen für die Gelenkgesundheit bringen. Die beste Lösung ist nicht immer eine medikamentöse, sondern oft eine kluge Ernährungsentscheidung.

Für die langfristige Gesundheit der Gelenke und um das Gichtrisiko zu senken, sind eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend. Haben Sie häufig Gelenkschmerzen, sollten Sie einen Arzt oder Ernährungsberater konsultieren, um Ihren Ernährungsplan anzupassen.
 
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Februar 2015
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