Datum: 23. MÄR 26 - GUT ZU WISSEN
Ist Schlaf wichtiger für die Schlankheit als Ernährung?
Wussten Sie, dass Schlafmangel mehr zu zusätzlichem Gewicht führen kann als schlechte Essgewohnheiten?

Forschungen zeigen, dass Schlaf nicht nur eine Zeit zum Ausruhen ist, sondern ein Schlüsselfaktor bei der Regulierung des Körpergewichts.

Weniger Schlaf, mehr Kilos

Eine große amerikanische Studie, in der über 70.000 Frauen über einen Zeitraum von 16 Jahren beobachtet wurden, zeigte, dass diejenigen, die 5 Stunden oder weniger pro Nacht schliefen, eine um 30 % höhere Wahrscheinlichkeit hatten, mindestens 15 Kilogramm zuzunehmen als diejenigen, die jede Nacht 7 Stunden schliefen.

Das bedeutet, dass langanhaltender Schlafmangel ernsthafte Folgen für das Körpergewicht haben kann – unabhängig davon, wie gesund Sie sich ernähren oder wie viel Sie trainieren.

Wie beeinflusst Schlaf das Körpergewicht?
  • Hormonelles Ungleichgewicht
    Zu wenig Schlaf führt zu einem Anstieg des Hormons Ghrelin (das Hunger auslöst) und zu einer Verringerung des Hormons Leptin (das Sättigung signalisiert). Das bedeutet, dass wir uns nach einer schlaflosen Nacht öfter am Kühlschrank wiederfinden.

  • Langsamere Stoffwechselrate
    Schlaf ermöglicht dem Körper, Energie optimal zu nutzen. Wenn wir zu wenig schlafen, verlangsamt sich der Stoffwechsel, was bedeutet, dass der Körper mehr Fett als Reserve speichert.

  • Größeres Verlangen nach ungesunden Lebensmitteln
    Eine Studie der Universität Berkeley zeigte, dass bei Schlafmangel die Aktivität im Gehirnbereich, der die Selbstkontrolle steuert, abnimmt – während die Aktivität in den mit Belohnung verbundenen Bereichen zunimmt. Das bedeutet, dass wir uns nach einer schlaflosen Nacht häufiger für fettige oder süße Lebensmittel entscheiden.

  • Mehr Stress
    Schlafmangel erhöht die Produktion des Stresshormons Cortisol, das die Fettansammlung im Bauchbereich fördert.

Wie viel Schlaf ist genug?

Die Empfehlungen der Amerikanischen Akademie für Schlafmedizin sagen, dass Erwachsene zwischen 7 und 9 Stunden hochwertigen Schlaf pro Nacht benötigen. Kinder und Jugendliche brauchen sogar noch mehr – zwischen 9 und 11 Stunden.

Eine Untersuchung der Harvard Universität zeigte, dass diejenigen, die weniger als 6 Stunden pro Nacht schlafen, zu 45 % häufiger Fettleibigkeit entwickeln als diejenigen, die mindestens 7 Stunden schlafen.

Schlaf und Ernährung – was ist wichtiger?

Ernährung und körperliche Aktivität sind natürlich wichtig, aber Studien zeigen, dass Schlaf eine größere Rolle spielt, als wir bisher dachten.

Eine Studie an der Mayo Clinic hat gezeigt, dass Menschen, die weniger als 6 Stunden schliefen, täglich durchschnittlich 385 kcal mehr zu sich nahmen als diejenigen, die 7–8 Stunden schliefen. Das entspricht einem großen Croissant oder zwei Scheiben Pizza pro Tag!

Wie kann man den Schlaf verbessern?
  • Regelmäßiger Schlafrhythmus
    Gehen Sie jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf – auch an den Wochenenden.

  • Keine Bildschirme vor dem Schlafengehen
    Das blaue Licht von Handys und Fernsehern hemmt das Schlafhormon Melatonin, das beim Einschlafen hilft.

  • Dunkeln Sie den Raum ab
    Ein dunkles, ruhiges Zimmer verbessert die Schlafqualität.

  • Beachten Sie die 90-Minuten-Regel
    Am besten wachen Sie am Ende eines Schlafzyklus auf, der etwa 90 Minuten dauert.

  • Keine späten Mahlzeiten
    Schwere Mahlzeiten vor dem Schlafen können die Verdauung stören und für schlechten Schlaf sorgen.

Schlaf ist entscheidend für die Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts. Schlafmangel verursacht nicht nur Müdigkeit, sondern erhöht den Appetit, senkt den Kalorienverbrauch und bringt das Hormongleichgewicht durcheinander, was zu Gewichtszunahme führt.

Deshalb: Wenn Sie das nächste Mal an Abnehmen denken, achten Sie nicht nur auf Ernährung und Bewegung – sorgen Sie auch für genug Schlaf.
 
Schlaf und Körpergewicht
 
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Februar 2015
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