Eine langanhaltende Blutarmut beziehungsweise Anämie kann ernste Folgen haben, sogar irreversible Schäden an manchen Organen verursachen. Deshalb ist es sehr wichtig, schnell und verantwortungsbewusst zu reagieren, zudem ist dies ein lebenslanger Prozess. Sich mit Blutarmut auseinanderzusetzen bedeutet, dass man ein Leben lang auf seine Ernährung achten muss. Es reicht nicht, nur abwechslungsreich zu essen, was zwar eine absolute Voraussetzung ist. Wichtig ist auch Nahrung zu sich zu nehmen, die reich an Eisen ist – noch wichtiger jedoch sind Lebensmittel, die dem Körper helfen, Eisen aufzunehmen. Viel Spinat zu essen hilft nichts, wenn Sie gleichzeitig viel Gluten konsumieren, das die Darmzotten verschließt, sodass der Körper die Nährstoffe nicht aufnehmen kann.
Anämie tritt viel häufiger bei Frauen auf, besonders während einer Schwangerschaft. Bei Männern ist Blutarmut oft mit viel ernsthafteren Ursachen verbunden, wie innere Blutungen, Geschwüre, Hernien, Hämorrhoiden, Tumoren des Verdauungstraktes. Bei beiden Geschlechtern kann Blutarmut beziehungsweise schlechte Eisenaufnahme auch bei Zöliakie und Morbus Crohn auftreten. Anämie ist auch eine Folge von Störungen der roten Blutkörperchen...
Wie erkennt man Blutarmut? Dies ist eine Krankheit ohne klare Symptome, der verlässlichste Weg ist die regelmäßige Blutuntersuchung. Begleitende Symptome sind: Schwindel, schneller und unregelmäßiger Herzschlag, schnelle Erschöpfung, Blässe im Gesicht, brüchige Nägel, Haarausfall, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Blutungen aus der Nase und dem Zahnfleisch ...
Um Probleme mit Blutarmut zu vermeiden, beachten Sie diese Tipps:
- essen Sie täglich mindestens zwei Handvoll rohes Gemüse oder Obst mit viel Vitamin C – denn Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme
- schon ein Glas frisch gepresster Saft aus Obst und grünem Gemüse reicht aus, um Anämie zu vermeiden
- Nehmen Sie jeden Tag mindestens 2 dl Milch oder Milchprodukte zu sich, die reich an Kalzium sind; allerdings sollten Sie Milchprodukte (z.B. Joghurt) nicht mit anderer Nahrung (vor allem mit Fleisch) mischen, sonst erzielen Sie den gegenteiligen Effekt
- vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Tee, insbesondere grüner Tee) – wenn Sie nicht auf Koffein verzichten können, warten Sie wenigstens eine halbe Stunde nach der Mahlzeit ...
- so unglaublich es klingen mag: Essen, das in Gusseisentöpfen zubereitet wird, ist besser (gilt aber nicht für Töpfe, die älter als 4 Jahre sind)
- auch Rauchen zählt zu den Ursachen der Anämie
Eisenreiche Lebensmittel
Am meisten Eisen findet sich in Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen, Linsen, Soja) und Nüssen (Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse). Auch in Kartoffeln und ganzen Getreidekörnern (Vollkornbrot, Kürbiskerne), sowie in Kakao, Eiern, Fleisch und Fisch ist viel Eisen enthalten.
Damit der Körper das aufgenommene Eisen auch wirklich bestmöglich nutzt, empfiehlt es sich, viel Knoblauch, Brennnesseln, Honig, Löwenzahn, rote Bete zu essen und Hagebutten- und Wermuttee zu trinken. Sehr empfehlenswert ist, wenn Sie täglich eine Handvoll Walnüsse essen.












