Kapern sind in Wirklichkeit die eingelegten Blütenknospen des Kapernstrauchs. Eine Besonderheit des Kapernstrauchs ist, dass er auf felsigem Gelände wächst, wo seine Wurzeln bis zu 10 Meter tief in den unfruchtbaren Boden reichen können. Er hat zarte, weiße oder rosa Blüten, die jedoch nur ein paar Stunden blühen, weshalb das Sammeln der Kapern eine echte Wissenschaft ist. Am häufigsten werden Kapern in Essig, Öl oder Salzlake eingelegt.
Obwohl Kapern bereits den alten Griechen und Römern bekannt waren, ist ihre eigentliche Heimat Asien. Im Mittelmeerraum verbreiteten sie sich erst im 14. Jahrhundert, als sie ein beliebtes Gewürz in Genua, Florenz und Venedig wurden. Bis zum 18. Jahrhundert stieg die Beliebtheit der Kapern an, doch in den letzten Jahrzehnten haben wir sie fast völlig vergessen.
Heilende Wirkungen
85 % der Kapern bestehen aus Wasser, aber der Rest ist voll mit heilkräftigen Inhaltsstoffen. Es gibt besonders viel Vitamin A und C (schützt die Haut vor Alterung, wirkt sich positiv auf das Aussehen von Haar und Nägeln aus, stärkt die Sehkraft, das Immunsystem ...), die wichtigsten Stoffe sind jedoch Flavonoide, die unter anderem die Blutgefäße stärken und bei Augenentzündungen helfen.
Kapern sind stark basisch und mindern die Übersäuerung des Körpers. Daher sind sie gut bei Rheuma, stärken die Schleimausscheidung, regulieren die Verdauung, schlecht daran ist allerdings, dass sie den Appetit anregen.
Antioxidantien in Kapern neutralisieren schädliche Nebenprodukte, die bei der Verdauung von Fleisch entstehen, besonders bei rotem Fleisch. Deshalb sollten sie zu jedem Fleischgericht dazugehören.
Sie wirken auch gegen Pilze und Entzündungen, schützen die Leber; in manchen Teilen der Welt werden sie sogar zur Senkung des Blutzuckerspiegels verwendet. Studien haben gezeigt, dass Kapern viel Lektin enthalten, das Zucker und Kohlenhydrate bindet, außerdem ist es eine sehr wirksame Substanz im Kampf gegen Krebs der Leber, des Dickdarms und der Brust.
Offizielle Medizin warnt natürlich, dass Kapern auch schädlich sein können, besonders für Diabetiker. Wenn Sie Medikamente einnehmen und dazu große Mengen Kapern essen, kann der Blutzuckerspiegel unter das empfohlene Niveau sinken. Kapern senken auch den Blutdruck, was bei Patienten, die blutdrucksenkende Medikamente nehmen, zu einer zu starken Senkung führen kann. Zudem wirken Kapern harntreibend und man sollte bei Dehydrierung vorsichtig sein.
Und eine weitere Eigenschaft von Kapern darf nicht vergessen werden: heute sind viele Fische und andere Meeresprodukte mit Schwermetallen und Umweltgiften belastet. Kapern helfen dem Körper nicht nur, die Wirkung dieser Gifte zu neutralisieren, sondern sie auch aus dem Körper zu entfernen.












