Die gute Nachricht ist, dass uns die Natur jeden Tag Lebensmittel bietet, die wir in unsere Ernährung ohne komplizierte Rezepte, teure Ausrüstung oder besonderes Wissen einbauen können. Diese Lebensmittel helfen dabei, ein starkes Immunsystem aufrechtzuerhalten, das Herz zu schützen und Energie zu spenden.
Wissenschaftliche Forschungen zeigen deutlich, dass die Ernährung einen größeren Einfluss auf die Gesundheit hat, als viele denken. Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte im Jahr 2022, dass durch eine angemessene Ernährung Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 30 % und Typ-2-Diabetes um 40 % verhindert werden könnten. Das sind keine abstrakten Zahlen, sondern eine Realität, die uns daran erinnert, dass Nahrungsmittel Medizin sein können, wenn wir sie klug wählen.
Milch und Milchprodukte: alte Wahrheit und moderne Forschung
Schon von klein auf hören wir, dass Milch gut für die Knochen ist. Und das stimmt, sie enthält Kalzium, das für starke Knochen und Zähne wichtig ist. Weniger bekannt ist jedoch, dass Milchprodukte auch viele Proteine enthalten, die Bausteine für Muskeln sind. Wenn wir an Sportler denken, ist es kein Zufall, dass viele zu proteinhaltigen Milchgetränken greifen.
Eine Studie der Harvard Universität (2021) zeigte, dass der regelmäßige Verzehr von Milchprodukten das Risiko eines Herzinfarkts um 14 % senken kann, da Milch auch Kalium enthält, das hilft, den Blutdruck zu regulieren. Gleichzeitig stellten sie fest, dass Milchproteine den Blutzuckerspiegel regulieren, was für die Vorbeugung von Diabetes wichtig ist.
Natürlich ist nicht alle Milch gleich. Am besten greift man zu weniger verarbeiteten Versionen und vorzugsweise zu hausgemachter Milch oder Kefir. Kefir ist beispielsweise ein alter fermentierter Drink, der seit Jahrhunderten bekannt ist. Fermentation ist ein natürlicher Prozess, bei dem Milch mit Hilfe guter Bakterien leichter verdaulich und reich an nützlichen Substanzen wird.
Kurz gesagt: Milch und Milchprodukte sind nicht lebensnotwendig, aber wenn Sie sie in Ihre Ernährung integrieren, können sie wesentlich zu starken Knochen, höherer Widerstandsfähigkeit und besserem Wohlbefinden beitragen.
Honig: Ein Volksheilmittel, das auch von der Wissenschaft bestätigt wird
Honig galt schon immer als natürliches Heilmittel. Großmütter gaben ihn in den Tee, um Erkältungen zu vertreiben, benutzten ihn für Kratzer und als Süßungsmittel. Heutzutage wissen wir jedoch, warum Honig so geschätzt wurde: weil er Antioxidantien enthält. Antioxidantien sind Substanzen, die unsere Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen (das sind schädliche Moleküle, die im Körper aufgrund von Stress, Umweltverschmutzung oder ungesunder Ernährung entstehen).
Eine Studie in der Zeitschrift Oxidative Medicine (2020) zeigte, dass der Verzehr eines Löffels hausgemachten Honigs pro Tag das Risiko von Herzerkrankungen um fast 20 % reduziert, da er die Bildung freier Radikale verhindert.
Darüber hinaus besitzt Honig antibakterielle Eigenschaften. In Krankenhäusern in Australien wird er seit 2021 sogar zur Wundheilung eingesetzt, da er die Hautregeneration beschleunigt.
Es ist jedoch wichtig, unbehandelten, unerhitzten Honig zu wählen. Pasteurisierung bedeutet Erhitzen auf hohe Temperaturen, was viele nützliche Substanzen zerstört. Honig aus dem Geschäft ist oft verarbeitet und daher weniger heilsam.
Aber Vorsicht, Honig ist nicht für Säuglinge unter einem Jahr geeignet, da er das Bakterium Clostridium botulinum enthalten kann, das bei so kleinen Kindern ernste Probleme verursachen kann.
Spinat: Kraft in grüner Farbe
Viele meiden Spinat wegen seines Geschmacks oder seiner Farbe. Aber gerade die dunkelgrüne Farbe ist ein Zeichen dafür, dass er viele Nährstoffe enthält. Spinat ist reich an Chlorophyll (das ist der grüne Pigmentstoff, der Pflanzen die Fotosynthese ermöglicht) und Carotinoiden (natürliche farbige Pigmente, die Augen und Zellen schützen).
Wissenschaftler aus Dänemark haben im Jahr 2022 festgestellt, dass der Verzehr von Spinat zweimal pro Woche das Risiko einer Makuladegeneration (eine Erkrankung, die zu Sehverlust führt) um 35 % reduziert.
Außerdem enthält Spinat Eisen, das für die Bildung roter Blutkörperchen unerlässlich ist. Diese transportieren Sauerstoff im Körper. Es ist daher nicht verwunderlich, dass wir uns nach einer Mahlzeit mit Spinat energiegeladener fühlen. Die Volksweisheit besagt, dass Spinat Blut verleiht, was sich als erstaunlich exakt erwiesen hat.
Da Spinat sehr kalorienarm ist, nur 23 Kalorien pro 100 Gramm, eignet er sich hervorragend für alle, die überschüssige Kilos verlieren möchten, aber dennoch satt und voller Energie bleiben wollen.
Ein Apfel am Tag hält den Arzt wirklich fern
Die alte englische Weisheit "An apple a day keeps the doctor away" ist nicht nur ein Sprichwort, sondern eine bestätigte Tatsache. Äpfel sind praktisch, da man sie zur Arbeit, Schule oder unterwegs mitnehmen kann. Aber sie sind auch reich an Ballaststoffen, die den Cholesterinspiegel senken.
Eine Studie in Finnland (2021) zeigte, dass Menschen, die täglich zwei Äpfel essen, ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 13 % senken. Das enthaltene Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte, und die Ballaststoffe regulieren die Verdauung.
Interessant ist auch, dass Äpfel sich auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Ihre natürlichen Säuren verlangsamen die Verdauung von Zuckern, wodurch Glukose langsamer freigesetzt wird, was bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigt. Dies ist besonders nützlich für diejenigen, die die Entwicklung von Diabetes verhindern möchten.
Obwohl Äpfel preiswert und das ganze Jahr über erhältlich sind, essen Europäer im Durchschnitt nur 27 Kilogramm Äpfel pro Person und Jahr, was deutlich weniger ist als im Jahr 1990, als diese Zahl über 40 Kilogramm betrug. Dies zeigt, dass wir uns von grundlegenden gesunden Gewohnheiten entfernt haben.
Wie man in der modernen Zeit Platz für gesunde Ernährung findet
In einer Welt, in der an jeder Ecke Fast-Food-Restaurants stehen, ist es nicht einfach, an einer gesunden Ernährung festzuhalten. Im Jahr 2025 zeigten Eurostat-Daten, dass der durchschnittliche Europäer im Durchschnitt 16 Fast-Food-Mahlzeiten pro Monat zu sich nimmt. Das bedeutet fast jeden zweiten Tag