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Das Geheimnis in der Tasse: Ein Leinsamen-Getränk, auf das Ernährungsberater schwörenDas Geheimnis in der Tasse: Ein Leinsamen-Getränk, auf das Ernährungsberater schwörenDas Geheimnis in der Tasse: Ein Leinsamen-Getränk, auf das Ernährungsberater schwörenDas Geheimnis in der Tasse: Ein Leinsamen-Getränk, auf das Ernährungsberater schwörenDas Geheimnis in der Tasse: Ein Leinsamen-Getränk, auf das Ernährungsberater schwören


Datum: 1. NOV 26 - GUT ZU WISSEN
Das Geheimnis in der Tasse: Ein Leinsamen-Getränk, auf das Ernährungsberater schwören
Leinsamen gehören zu den reichsten pflanzlichen Quellen der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure und liefern viele Ballaststoffe. Ein einfacher, über Nacht angesetzter Leinsamen-Aufguss kann eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen ...

Drei Esslöffel Samen, ein Liter heißes Wasser und eine Nacht Geduld – mehr braucht es nicht. Am nächsten Morgen steht ein leicht sämiges, mild nussiges Getränk auf dem Tisch, das seit Generationen als Hausmittel für Magen und Darm geschätzt wird. Kaum ein anderes Rezept ist so günstig, so schnell vorbereitet und gleichzeitig so reich an wertvollen Pflanzenstoffen. Kein Wunder, dass das Leinsamen-Getränk jeden Herbst aufs Neue zum Liebling vieler Ernährungsberater wird.



Viele unserer Leserinnen und Leser berichten uns, dass sie das Getränk zunächst skeptisch probiert haben – wegen der ungewohnt schleimigen Konsistenz. Nach einigen Tagen, so erzählen sie, hätten sie sich nicht nur daran gewöhnt, sondern das Glas am Morgen regelrecht vermisst, wenn es einmal fehlte. Besonders häufig hören wir, dass sich die Verdauung angenehm geregelt anfühlte und das Verlangen nach Zwischenmahlzeiten nachließ. Solche Erfahrungen sind persönlich und lassen sich nicht verallgemeinern – sie zeigen aber, warum dieses schlichte Rezept so viele Anhänger hat.



Warum gerade Leinsamen?



Leinsamen stammen vom Gemeinen Lein, einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Sie enthalten reichlich Alpha-Linolensäure, eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure, außerdem lösliche und unlösliche Ballaststoffe, Eiweiß, Magnesium sowie sogenannte Lignane. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschreibt Leinsamen als Lieferanten von Ballaststoffen, Omega-3-Fettsäuren, B-Vitaminen und Mineralstoffen.



Das Besondere am Getränk sind die Schleimstoffe in der Samenschale. Sie lösen sich im heißen Wasser und machen den Aufguss sämig. Im Verdauungstrakt binden sie Wasser, quellen auf und können so die natürliche Darmbewegung anregen. Gleichzeitig legen sie sich wie ein sanfter Film über die Schleimhäute – deshalb wird Leinsamenschleim in der Volksheilkunde seit jeher bei empfindlichem Magen geschätzt.



Leinsamen besitzen nach traditioneller Ansicht eine reinigende Kraft. Sie können zu einer geregelten Verdauung beitragen, das Sättigungsgefühl fördern (sprich: den Appetit etwas zügeln) und einen ausgewogenen Stoffwechsel unterstützen. Besonders geschätzt werden sie für einen geschmeidigen Darmrhythmus. Darüber hinaus enthalten sie Lecithin, einen natürlichen Bestandteil von Zellmembranen, der im Fettstoffwechsel eine Rolle spielt. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung können Leinsamen daher eine hilfreiche Unterstützung sein, wenn man auf gesunde Weise ein paar Kilo verlieren möchte.



Was sagt die Forschung?



Die Wissenschaft hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit Leinsamen beschäftigt – mit ermutigenden, aber auch nüchternen Ergebnissen:





Wichtig für die Einordnung: Die meisten Studien untersuchten ganze oder gemahlene Samen, nicht den Aufguss. Das Getränk liefert vor allem die Schleimstoffe – die Wirkung ist daher eher sanft und ergänzend zu verstehen.



Traditionell geschätzt bei empfindlichem Magen und Darm



In der Hausapotheke unserer Großmütter hatte der Leinsamenschleim einen festen Platz: Er wurde gerne zur Beruhigung bei Magenbeschwerden, bei gereizter Schleimhaut und bei trägem Darm getrunken. Viele Menschen empfinden den Aufguss bis heute als wohltuend. Bei anhaltenden Beschwerden wie Magenschleimhautentzündung, Magengeschwür, chronischer Verstopfung oder Hämorrhoiden ersetzt das Getränk jedoch keinesfalls den Besuch beim Arzt – es kann eine ärztliche Behandlung höchstens begleiten, und das am besten in Absprache.



Zubereitung



Etwa einen Liter Wasser auf den Herd stellen. Sobald das Wasser kocht, den Topf vom Herd nehmen und 3 große Esslöffel ganze Leinsamen hinzufügen. Umrühren, mit einem Deckel (oder einem Teller) abdecken und über Nacht stehen lassen.



Am nächsten Morgen das Getränk abseihen.



Tipp vom Ernährungsberater: Verwenden Sie für dieses Rezept ganze, nicht geschrotete Samen. Leinsamen enthalten von Natur aus Stoffe, aus denen beim Zerkleinern Blausäure freigesetzt werden kann. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gelten erhitzte Leinsamen als unbedenklich – das Übergießen mit kochendem Wasser und das anschließende Abseihen der Samen machen das Getränk daher besonders schonend. Wer Leinsamen zusätzlich auch im Müsli isst, sollte die Empfehlung des BfR kennen: Erwachsene sollten wegen des möglichen Cadmiumgehalts nicht mehr als 20 Gramm Leinsamen pro Tag verzehren, Kleinkinder besser gar keine rohen, geschroteten Leinsamen.



So wird das Getränk getrunken



Trinken Sie das Leinsamen-Getränk 3- bis 4-mal täglich jeweils 1,5 dl, und zwar mindestens 15 Minuten vor einer Mahlzeit. Trinken Sie es immer frisch und legen Sie keine Vorräte an. Bewahren Sie das Getränk auch nicht im Kühlschrank auf – am besten bereiten Sie es jeden Abend neu zu.



Achten Sie über den Tag verteilt zusätzlich auf ausreichend Flüssigkeit, etwa Wasser oder ungesüßten Kräutertee. Ballaststoffe können ihre Wirkung nur dann gut entfalten, wenn genug getrunken wird.



Was Sie erwarten können



Viele Menschen bemerken bereits nach wenigen Tagen erste Veränderungen. Meist zuerst bei der Verdauung, die sich geregelter anfühlt. Weil das Getränk vor dem Essen sättigt, greifen manche bei den Mahlzeiten weniger zu – was sich bei sonst unveränderter Ernährung auch auf der Waage bemerkbar machen kann. Manche Leserinnen berichten zudem, dass sich ihre Haut praller und geschmeidiger anfühlt. Solche Effekte sind individuell verschieden; wissenschaftlich belegt sind vor allem die Wirkungen der Ballaststoffe auf die Verdauung.



Wer vorsichtig sein sollte



Der Lein hat jedoch auch seine Schattenseiten. Menschen mit Lebererkrankungen sowie Menschen mit Gallengrieß oder Gallensteinen sollten das Getränk nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt trinken, denn Leinsamen regen die Verdauungsvorgänge deutlich an. Auch bei Darmverengungen, Darmverschluss oder Schluckbeschwerden ist Vorsicht geboten.



Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte wissen, dass Leinsamen deren Aufnahme im Darm verzögern können. Die Apotheken Umschau empfiehlt deshalb, zwischen Leinsamen und Arzneimitteln einen Abstand von etwa drei Stunden einzuhalten. Schwangere, Stillende und Kinder sollten die Anwendung vorher mit Arzt oder Hebamme besprechen.



Die richtige Dauer



Trinken Sie das Leinsamen-Getränk auf keinen Fall länger als 10 Tage am Stück. Danach legen Sie 10 Tage Pause ein – anschließend können Sie die Kur wiederholen.



Weitere Ideen rund um Leinsamen und Samen



Wer Leinsamen auch auf andere Weise in den Alltag einbauen möchte, findet bei uns weitere Anregungen:





Fazit



Das Leinsamen-Getränk ist ein einfaches, günstiges und bewährtes Hausmittel, das eine ausgewogene Ernährung auf angenehme Weise ergänzen kann. Seine Stärke liegt in den Ballaststoffen und Schleimstoffen, die die Verdauung sanft unterstützen und satt machen. Wer es in Maßen, frisch zubereitet und mit regelmäßigen Pausen genießt, holt das Beste aus den kleinen braunen Samen heraus.


 
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Februar 2015
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