Neuesten Nachrichten


Interaktive Widgets:




Brot mit Aufstrich und Cellulite: Warum diese beliebte Kombination für Ihre Haut zu den ungünstigsten Gewohnheiten zählen kannBrot mit Aufstrich und Cellulite: Warum diese beliebte Kombination für Ihre Haut zu den ungünstigsten Gewohnheiten zählen kannBrot mit Aufstrich und Cellulite: Warum diese beliebte Kombination für Ihre Haut zu den ungünstigsten Gewohnheiten zählen kannBrot mit Aufstrich und Cellulite: Warum diese beliebte Kombination für Ihre Haut zu den ungünstigsten Gewohnheiten zählen kannBrot mit Aufstrich und Cellulite: Warum diese beliebte Kombination für Ihre Haut zu den ungünstigsten Gewohnheiten zählen kann


Datum: 29. OKT 26 - GUT ZU WISSEN
Brot mit Aufstrich und Cellulite: Warum diese beliebte Kombination für Ihre Haut zu den ungünstigsten Gewohnheiten zählen kann
Weißbrot und süße Aufstriche liefern viel schnell verfügbare Energie und wenig Nährstoffe. Werden sie täglich gegessen, können sie zu Gewichtszunahme beitragen und das Bindegewebe ungünstig beeinflussen ...

Wussten Sie, dass auf vielen Frühstückstischen täglich eine Kombination steht, die Ernährungsfachleute bei Cellulite mit besonderer Skepsis betrachten? Kinder lieben sie, und auch Erwachsene können ihr kaum widerstehen. Gemeint ist die Scheibe Brot mit süßem Aufstrich. Die Gewohnheiten, die sich in der Kindheit bilden, begleiten uns oft ein Leben lang.



Wissen Sie, wovon die Rede ist?



Auch Supermodels bleiben nicht verschont



Wie verbreitet Cellulite tatsächlich ist, zeigte im Jahr 2015 eine Debatte um Supermodel Cindy Crawford. Ein angeblich unbearbeitetes Foto von ihr kursierte im Netz. Es zeigte Dellen an Bauch und Oberschenkeln und wurde von Tausenden Frauen gefeiert, weil es „echt“ wirkte. Später erklärte der Fotograf, das Bild sei sogar nachträglich verschlechtert worden. Crawford selbst sagte im Gespräch mit dem Magazin „Elle Canada“, dass die meisten Frauen viel zu hart mit sich selbst seien und glaubten, schlechter auszusehen, als sie es tatsächlich tun (CBS News: Cindy Crawford über den Fotoskandal).



Die Botschaft dahinter ist wichtig: Cellulite ist keine Krankheit und kein Zeichen von Versagen. Nach einer vielzitierten Übersichtsarbeit im „Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology“ (Rossi und Vergnanini, „Cellulite: a review“) betrifft sie den Großteil aller Frauen nach der Pubertät. Hormone, Veranlagung und der Aufbau des weiblichen Bindegewebes spielen eine große Rolle. Trotzdem können wir mit unserem Lebensstil beeinflussen, wie deutlich sie sichtbar wird. Hier kommt der Teller ins Spiel.



Der größte „Übeltäter“: das Brot mit Aufstrich



Ganz oben auf der Liste der ungünstigen Gewohnheiten steht das bestrichene Brot, besonders aus hellem Mehl und mit süßer Nuss-Nougat-Creme, Marmelade oder anderen süßen Aufstrichen. Auch industriell hergestellte Käseaufstriche sind nicht ideal. Sie enthalten meist wenig Zucker, dafür aber reichlich Salz und gesättigte Fette.



Ernährungsfachleute beobachten zudem, dass solche Mahlzeiten, wenn sie regelmäßig und in großen Mengen gegessen werden, zu einer Zunahme des Bauchumfangs beitragen können. Das betrifft immer mehr Kinder, und zwar nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen. Warum gerade das Fett im Bauchraum Aufmerksamkeit verdient, lesen Sie in unserem Beitrag Bauchfett: Warum gerade das Fett, das Sie nicht sehen, am meisten Aufmerksamkeit verdient.



Warum ist das bestrichene Brot ein Problem?



Eine Scheibe Weißbrot enthält selbst nur wenig Zucker. Sie besteht aber zum größten Teil aus Stärke, und Stärke wird im Körper rasch zu Traubenzucker abgebaut. Eine mittlere Scheibe von etwa 30 Gramm liefert rund 14 bis 15 Gramm Kohlenhydrate. Laut den internationalen Tabellen zum glykämischen Index (Atkinson und Mitarbeiter, „Diabetes Care“) lässt Weißbrot den Blutzucker ähnlich schnell ansteigen wie reiner Zucker.



Dazu kommt der Aufstrich. Eine bekannte Nuss-Nougat-Creme besteht laut Nährwertangaben zu mehr als der Hälfte aus Zucker, nämlich etwa 56 Gramm je 100 Gramm (Open Food Facts: Nährwerte von Nutella). Schon eine dünne Schicht von 15 Gramm bringt also rund acht Gramm Zucker aufs Brot.



Anders gesagt: Je nach Dicke der Scheibe und Menge des Aufstrichs entspricht ein bestrichenes Brot in seiner Wirkung auf den Blutzucker etwa sieben bis zwölf Zuckerwürfeln. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal zur Brotscheibe greifen!



Was hat Zucker mit dem Bindegewebe zu tun?



Aus Sicht der Ernährungswissenschaft gibt es vor allem zwei Wege, auf denen diese Kombination das Hautbild beeinflussen kann:




  • Energieüberschuss und Fetteinlagerung: Was der Körper nicht sofort verbraucht, legt er als Reserve an, gerne an Oberschenkeln, Hüften und Po. Größere Fettzellen drücken stärker gegen das Bindegewebe, und die typischen Dellen werden sichtbarer.

  • Verzuckerung des Kollagens: Ein dauerhaft hoher Zuckerkonsum kann die sogenannte Glykation fördern. Dabei verbinden sich Zuckermoleküle mit Kollagen und machen die Fasern steifer und weniger elastisch. Eine Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift „Clinics in Dermatology“ (Danby, „Nutrition and aging skin: sugar and glycation“) beschreibt diesen Vorgang ausführlich.



Wie sich Zucker und andere Lebensmittel auch im Gesicht bemerkbar machen können, haben wir im Beitrag Ihr Gesicht weiß, was Sie gegessen haben: Wie Zucker, Milch, Wein und Gluten Spuren auf der Haut hinterlassen können zusammengefasst.



Wie viel Zucker ist eigentlich vertretbar?



Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt in ihrer Leitlinie zum Zuckerkonsum, dass freie Zucker weniger als zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen sollten, idealerweise sogar unter fünf Prozent. Für einen Erwachsenen sind das etwa 25 bis 50 Gramm am Tag, für Kinder entsprechend weniger. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät, den Verzehr von zugesetztem Zucker deutlich einzuschränken. Mit zwei großzügig bestrichenen Broten ist ein großer Teil davon bereits zum Frühstück aufgebraucht.



Ob Zucker oder Salz der Gesundheit mehr zusetzt, wird übrigens seit Jahren diskutiert. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel Was schadet der Gesundheit mehr, Salz oder Zucker?. Warum gerade Fruchtzucker oft unterschätzt wird, erklärt der Beitrag Die bittere Wahrheit über Fructose.



Erfahrungen aus dem Alltag



Viele Leserinnen berichten uns Ähnliches. Seit sie morgens statt zum Nougatbrot zu Haferflocken mit Joghurt und Beeren oder zu Vollkornbrot mit Frischkäse und Gemüse greifen, fühlen sie sich länger satt. Das Verlangen nach Süßem am Vormittag ist spürbar geringer geworden. Mehrere Mütter erzählen, dass ihre Kinder den Umstieg leichter akzeptiert haben, als sie dachten, sobald der süße Aufstrich vom Alltagsfrühstück zur gelegentlichen Wochenendfreude wurde. Eine Leserin fasste es so zusammen: „Ich habe nichts verboten, ich habe es nur seltener gemacht. Nach ein paar Monaten fühlte sich meine Haut an den Oberschenkeln straffer an.“



Solche Erfahrungen ersetzen keine Studien. Sie zeigen aber, dass keine radikalen Verbote nötig sind, um etwas zu verändern.



Was Sie stattdessen tun können: Tipps aus der Ernährungsberatung




  • Vollkorn statt Weißmehl: Vollkornbrot liefert mehr Ballaststoffe und lässt den Blutzucker langsamer ansteigen. Eine große Auswertung in der Fachzeitschrift „The Lancet“ (Reynolds und Mitarbeiter, „Carbohydrate quality and human health“) verbindet einen höheren Ballaststoff- und Vollkornanteil mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen.

  • Herzhaft statt süß: Hummus, Avocado, Hüttenkäse, Quark mit Kräutern, Ei oder Gemüsestreifen sind sättigende Alternativen.

  • Eiweiß dazu: Eiweiß sättigt und liefert Bausteine für Haut und Bindegewebe.

  • Süßes bewusst genießen: Der süße Aufstrich darf bleiben, als dünne Schicht und als gelegentlicher Genuss, nicht als tägliche Grundlage.

  • Bewegung und Wasser: Regelmäßige Bewegung stärkt die Muskulatur unter dem Bindegewebe, und ausreichend Flüssigkeit unterstützt den Stoffwechsel.

  • Clevere Küchentricks: Auch die Zubereitung von Kohlenhydraten kann eine Rolle spielen. Einen interessanten Ansatz beschreibt unser Artikel Warum Italiener täglich Pasta essen und trotzdem schlank bleiben – und welcher einfache Küchentrick dabei helfen kann.



Häufige Fragen



Verursacht Brot mit Aufstrich direkt Cellulite?


Nein, ein einzelnes Lebensmittel verursacht keine Cellulite. Veranlagung und Hormone sind entscheidend. Eine Ernährung mit viel Weißmehl und Zucker kann jedoch zu Gewichtszunahme beitragen und die Qualität des Bindegewebes ungünstig beeinflussen. Dadurch kann Cellulite deutlicher sichtbar werden.



Ist Vollkornbrot mit Aufstrich die bessere Wahl?


In der Regel ja, vor allem in Kombination mit einem eiweißreichen oder pflanzlichen, zuckerarmen Aufstrich.



Sollten Kinder ganz auf süße Aufstriche verzichten?


Ein völliger Verzicht ist nicht nötig. Sinnvoll ist es, süße Aufstriche als gelegentlichen Genuss zu betrachten und nicht als tägliches Frühstück.



Fazit: Das bestrichene Brot ist kein Gift, aber eine Gewohnheit, die sich lohnt zu überdenken. Wer öfter zu Vollkorn, Eiweiß und Gemüse greift und Süßes bewusst genießt, tut seiner Figur, seinem Wohlbefinden und vielleicht auch seiner Haut etwas Gutes. Denken Sie daran, wenn Sie diese Kombination das nächste Mal zum Mund führen!


 
Brot mit Aufstrich und Cellulite
 
Weißbrot und Hautgesundheit
 
Zucker und Bindegewebe
 
Ernährung bei Cellulite
 
Vollkornbrot als Alternative
 





Rundum gesund - RSS
Copyright (c)
Rundgesund.com
Februar 2015
π Kontakt:
info@rundgesund.com
Über uns   |   Facebook Rundum Gesund - Seitenanfang