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Nicht die Toilette ist das Keim-Zentrum Ihrer Wohnung – es ist Ihr HandyNicht die Toilette ist das Keim-Zentrum Ihrer Wohnung – es ist Ihr HandyNicht die Toilette ist das Keim-Zentrum Ihrer Wohnung – es ist Ihr HandyNicht die Toilette ist das Keim-Zentrum Ihrer Wohnung – es ist Ihr HandyNicht die Toilette ist das Keim-Zentrum Ihrer Wohnung – es ist Ihr Handy


Datum: 2. SEP 26 - GUT ZU WISSEN
Nicht die Toilette ist das Keim-Zentrum Ihrer Wohnung – es ist Ihr Handy
Gegenstände, die wir täglich in den Händen halten, gelten laut mehreren Untersuchungen als deutlich stärker mit Bakterien belastet als eine Toilette.

Die Toilette putzen die meisten Menschen regelmäßig und gründlich – dabei ist sie, entgegen der landläufigen Meinung, gar nicht der größte Bakterienherd in der Wohnung. Mehrere Untersuchungen kommen zu einem überraschenden Ergebnis: Auf dem Smartphone und der Fernbedienung tummeln sich oft deutlich mehr Keime als auf dem Toilettensitz. Forscher der University of Arizona fanden heraus, dass auf Smartphone-Displays bis zu zehnmal mehr Bakterien zu finden sein können als auf einem durchschnittlichen Toilettensitz.



Eine ähnliche Rangliste erstellte auch das britische Unternehmen Insurance2Go: In einer vergleichenden Untersuchung von Handy-Oberflächen und Toilettensitzen wurden auf Smartphone-Displays deutlich mehr sogenannte infektiöse Einheiten pro Quadratzentimeter gemessen als auf einem Toilettensitz. Forscher der University of Michigan School of Public Health fanden zudem auf Schüler-Handys im Schnitt rund 17.000 Bakterien.



Eine Leserin aus unserer Community erzählte uns kürzlich, wie sie erst nach einer hartnäckigen Erkältung, die sich in der ganzen Familie ausbreitete, auf die Idee kam, ihr Handy und die Fernbedienung regelmäßig zu reinigen – seither gehört das feuchte Tuch für sie fest zur wöchentlichen Routine, ähnlich wie das Abwischen der Küchenoberflächen. Solche Alltagserfahrungen zeigen: Oft braucht es einen kleinen Anlass, um eine Gewohnheit zu überdenken, die man jahrelang für selbstverständlich hielt.



Warum Fernbedienung, Handy & Co. so belastet sind


Wenn Sie den größten Keimschleudern im eigenen Zuhause auf der Spur sind, sollten Sie an die Toilette gar nicht zuerst denken. Deutlich schmutziger sind häufig Kopfkissen (mehr dazu in unserem Beitrag Kdaj ste nazadnje menjali vzglavnik in zakaj boste to naredili v kratkem?), Backöfen, Türklinken, Spülbeckenabflüsse und vor allem Geschirrspüler. Ganz oben auf der Liste stehen aber jene Geräte, die wir täglich in den Händen halten – manche sogar während des Essens.



Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein großer Teil der Menschen schon einmal beim Essen ferngesehen und dabei den Kanal gewechselt hat. Der Anteil dürfte noch höher liegen, wenn man danach fragt, wer schon einmal während des Essens telefoniert hat. Nachvollziehbar, dass sich die wenigsten davor die Hände waschen – entsprechend sammeln sich auf diesen Geräten Bakterien und andere Keime. Selbst wenn die Hände sauber wirken, hinterlassen sie feine Fettspuren auf der Fernbedienung, die für neue Bakterienkolonien einen idealen Nährboden bieten. Fernbedienungen gelten laut mehreren Ratgebern sogar als stärker belastet als Türgriffe oder Toilettensitze, unter anderem weil kaum jemand sie regelmäßig reinigt und die Rillen zwischen den Tasten schwer zugänglich sind, wie auch ein österreichischer Hygiene-Ratgeber beschreibt.



Noch etwas kritischer sieht es beim Smartphone aus, das viele Menschen täglich ans Gesicht drücken und dabei ganz nebenbei Keime von Händen und Haaren mit ihm vermischen. Eine österreichische Übersicht zu Alltagskeimfallen nennt neben Smartphone und Fernbedienung auch Küchenschwämme als besonders belastet. Wie stark sich diese Keime tatsächlich auf die Gesundheit auswirken, ist von Fall zu Fall unterschiedlich – die meisten gefundenen Bakterien gelten laut Fachleuten als harmlos, dennoch kann ein bewusster Umgang mit Hygiene nicht schaden.



Was sagt die Wissenschaft zur Überlebensdauer von Viren?


Auch Viren können auf glatten Oberflächen wie Handys oder Fernbedienungen eine Weile aktiv bleiben. Nach aktuellem Forschungsstand können Grippeviren auf harten Oberflächen bis zu 48 Stunden infektiös bleiben, wobei die Ansteckungsgefahr laut Fachleuten vor allem in den ersten Stunden nach der Kontamination am höchsten ist. Auf Geldscheinen fanden Forscher der Universitätsklinik Genf in einer vielzitierten Untersuchung sogar Hinweise auf eine deutlich längere mögliche Überlebensdauer von Grippeviren. Solche Zahlen schwanken je nach Studie, Virustyp, Material, Temperatur und Luftfeuchtigkeit teils erheblich – ein Grund mehr, bei stark genutzten Alltagsgegenständen lieber einmal öfter zum Tuch zu greifen, statt sich auf einen einzelnen Wert zu verlassen.



Was hilft wirklich?


Die gute Nachricht: Die Lösung ist erfreulich einfach. Fernbedienung und Handy lassen sich mit einem feuchten, milden Reinigungstuch schnell und schonend abwischen. Wer das etwa einmal pro Woche in seine Routine einbaut, tut damit nicht nur seiner Gesundheit einen kleinen Gefallen, sondern verlängert häufig auch die Lebensdauer des Geräts – Fernbedienungen sind dabei meist robuster als Smartphone-Displays und vertragen etwas mehr.



Auch beim Thema Hände und Essen lohnt ein Blick auf unseren Beitrag Ist das Essen mit den Händen wirklich abscheulich und unerzogen?, in dem unter anderem eine große, von der Weltgesundheitsorganisation begleitete Untersuchung zur Keimbelastung beim gemeinsamen Essen vorgestellt wird. Wer generell mehr zum Thema Handhygiene erfahren möchte, findet einen guten Einstieg auch auf der offiziellen Seite der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Welttag der Handhygiene.



Ein bewusster Umgang mit den Gegenständen, die wir täglich am meisten berühren, ersetzt natürlich keine ärztliche Beratung bei konkreten gesundheitlichen Beschwerden. Als kleine, alltagstaugliche Gewohnheit kann die regelmäßige Reinigung von Handy und Fernbedienung aber ein einfacher Baustein für mehr Hygiene im eigenen Zuhause sein.



Quellen



 
Handy Bakterien
 
Fernbedienung Keime
 
Alltagsgegenstände und Bakterien
 
Hygiene Tipps für Zuhause
 
Gesundheit und tägliche Reinigung
 





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Februar 2015
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