Neuesten Nachrichten


Interaktive Widgets:




Mediterrane Ernährung gegen BauchfettMediterrane Ernährung gegen BauchfettMediterrane Ernährung gegen Bauchfett


Datum: 29. JUN 26 - GUT ZU WISSEN
Mediterrane Ernährung gegen Bauchfett
Wenn Sie sich Sorgen wegen Bauchfett machen und vor allem dort abnehmen möchten, werden Sie mit diesem Artikel mehr als zufrieden sein.

Mehrere Studien zeigen, dass nicht jedes Fett gleich schädlich und auch nicht jede Diät gleich wirksam ist. Das Fett, das sich am Bauch ansammelt, ist nicht nur ein lästiger Ring, sondern wird als viszerales Fett bezeichnet, das sich zwischen den Organen in der Bauchhöhle versteckt. Genau dieses Fett ist das gefährlichste. Es ist nicht nur wegen des Aussehens von Bedeutung, sondern wegen der Gesundheit – diese Fettart kann stille Entzündungen im Körper auslösen, was das Risiko für Herzinfarkt, Diabetes, Gedächtnisprobleme und sogar einen vorzeitigen Tod erhöht.

Was ist eigentlich dieses viszerale Fett?

Viszerales Fett ist das, welches tief in der Bauchhöhle verborgen ist und die Leber, Nieren, die Bauchspeicheldrüse und andere wichtige innere Organe umgibt. Im Gegensatz zu Fett, das sich an Oberschenkeln oder Gesäß befindet, ist diese Fettart viel aktiver. Das bedeutet, sie gibt Stoffe ab, die das hormonelle Gleichgewicht und Entzündungen im Körper beeinflussen.

Deshalb wollten Wissenschaftler einen Weg finden, genau diese gefährlichste Form von Fett zu reduzieren – und das ist ihnen auch gelungen.

Bahnbrechende Studie und die geheimnisvolle grüne Diät

In der Fachzeitschrift BMC Medicine wurde eine Studie veröffentlicht, die ganze 18 Monate dauerte und an der fast 300 Personen teilnahmen – das heißt, die Ergebnisse sind nicht zufällig. Die Teilnehmenden wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Alle nahmen ab, aber auf verschiedene Arten.

Die erste Gruppe befolgte klassische Empfehlungen für eine gesunde Ernährung (mehr Gemüse, weniger Zucker und weniger fetthaltige Nahrung).

Die zweite Gruppe aß nach den Prinzipien der mediterranen Ernährung: viel Olivenöl, Fisch, Gemüse und Nüsse.

Die dritte Gruppe hingegen aß die grüne mediterrane Ernährung – das ist eine verbesserte Variante der ohnehin schon gesunden Mittelmeerdiät.

Und genau diese dritte Gruppe erzielte erstaunliche Ergebnisse.

Was ist die grüne mediterrane Ernährung?

Die grüne Variante der mediterranen Ernährung ist grundsätzlich der klassischen Mittelmeerdiät ähnlich, enthält aber mehr pflanzliche Stoffe und fast kein rotes Fleisch. Neben den üblichen Lebensmitteln konsumierten sie täglich:


  • 30 Gramm Walnüsse (das ist ungefähr eine Handvoll – eine ausgezeichnete Quelle für Omega-3-Fettsäuren),
  • 3 bis 4 Tassen grüner Tee täglich (reich an Antioxidantien),
  • und einen Smoothie mit dem Zusatz der Pflanze Wolffia globosa.
Jetzt schnell erklärt: Wolffia globosa ist eine winzige Wasserpflanze aus der Familie der Wasserlinsen. Sie wächst in stehenden Gewässern, wie Teichen und Seen. Obwohl sie exotisch klingt, ist sie essbar und unglaublich nahrhaft – sie enthält ganze 40 % Eiweiß sowie viel Eisen, Vitamin B12 und Polyphenole. Diese Pflanzen sind bei uns leider nicht so einfach erhältlich, aber später zeigen wir, wie Sie sich anders helfen können.

Erstaunliche Ergebnisse – weniger Bauch, mehr Gesundheit

Nach 18 Monaten stellten die Forscher fest, dass die Gruppe, die der grünen mediterranen Ernährung folgte, ihr gefährliches viszerales Fett um ganze 14,1 % reduziert hatte. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei der Gruppe mit der normalen Mittelmeerdiät (6 %) und fast dreimal so viel wie bei derjenigen, die nur den allgemeinen Richtlinien für gesunde Ernährung folgte (4,2 %).

Das bedeutet, es reicht nicht, einfach weniger Kalorien zu essen. Entscheidend ist, was man isst. Und die grüne Mittelmeerdiät kann man getrost als „clevere Diät“ bezeichnen, denn sie zielt nicht nur aufs äußere Erscheinungsbild, sondern schützt auch von innen.

Warum ist Ernährung wichtiger als die Anzahl der Kalorien?

Unser Körper ist kein Taschenrechner. Es macht einen Unterschied, ob Sie 500 Kalorien aus einem Croissant oder 500 Kalorien aus einer Handvoll Walnüsse, einer Tasse Quinoa und einem Salat essen. Nahrung ist nicht nur eine Energiequelle – sie ist auch Information, die unsere Hormone, den Stoffwechsel und sogar die Genexpression beeinflusst. Und gerade die Polyphenole – Stoffe, die in vielen Pflanzen, Obst und Gemüse vorkommen – sind Schlüsselfaktoren.

Polyphenole wirken als natürliche Schützer. Sie senken Entzündungen im Körper, regulieren den Blutzucker und beeinflussen sogar, wie sich Fettzellen entwickeln. Eine Studie aus dem Jahr 2021, veröffentlicht im The American Journal of Clinical Nutrition, bestätigte, dass der Verzehr von Polyphenolen das Bauchfett reduzieren und die Leberfunktion verbessern kann.

Was können Sie zu Hause tun?

Da Wolffia globosa bei uns nicht einfach zu bekommen ist, können Sie ähnliche Vorteile mit zugänglicheren Zutaten erreichen. Grüner Tee ist zum Beispiel eine hervorragende Quelle von Antioxidantien – vor allem EGCG (Epigallocatechingallat), das nachweislich die Fettverbrennung ankurbelt. Walnüsse sind reich an gesunden Fetten, die helfen, den Appetit zu zügeln.

Anstelle exotischer Pflanzen können Sie in Ihre Smoothies geben:
  • Erbsenprotein – hervorragend für Muskeln und Verdauung,
  • Spinat, Grünkohl oder Mangold – voller Ballaststoffe und Antioxidantien,
  • Avocado – eine Quelle gesunder Fette, die lange satt machen.
Laut der Harvard School of Public Health ist der regelmäßige Verzehr von pflanzlichen Proteinen mit einem niedrigeren Body-Mass-Index (BMI) und weniger Bauchumfang verbunden. Zudem gibt eine Studie aus dem British Journal of Nutrition an, dass Menschen, die mehr grünen Tee konsumieren, ein um 17 % geringeres Risiko für die Anhäufung von Bauchfett haben.

Langfristige Effekte sind wichtiger als schnelle Diäten

Es gibt viele Diäten, die schnelle Ergebnisse versprechen. Doch die schnell verlorenen Kilos kommen oft schnell zurück. Die grüne mediterrane Ernährung hingegen wirkt langfristig, denn sie basiert nicht auf Verzicht, sondern auf klugen Alternativen.

Weniger rotes Fleisch zu essen ist nicht nur ein Modetrend – die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verbindet es schon lange mit einem höheren Risiko für Darmkrebs. Nach Angaben des Europäischen Verbands für Adipositasforschung erreichen sogar 67 % der Erwachsenen in Europa nicht die empfohlene Ballaststoffmenge, was sich auf das Körpergewicht, die Verdauung und sogar die Stimmung auswirkt.

Weniger Fleisch, mehr Grün – Ihr Bauch (und Herz) werden es Ihnen danken

Auch wenn die Idee einer grünen Ernährung zunächst etwas abstrakt erscheint, ist sie in Wirklichkeit ganz einfach. Es geht darum, zur Natur zurückzufinden, wobei jede Mahlzeit ihre Kraft entfaltet. Und wenn Sie sich um Ihre Gesundheit sorgen – insbesondere um Ihr Bauchfett – dann ist dies der richtige Weg.
 
Mediterrane Ernährung
 
Bauchfett
 
Viszerales Fett
 
Grüne mediterrane Ernährung
 
Polyphenole
 





Rundum gesund - RSS
Copyright (c)
Rundgesund.com
Februar 2015
π Kontakt:
info@rundgesund.com
Über uns   |   Facebook Rundum Gesund - Seitenanfang